Deloitte gibt Tipps für die Unternehmensführung Erfolgsfaktoren für IT-Dienstleister
Deloitte führte unter IT-Serviceanbietern eine Umfrage über Trends und derzeitige Geschäftsaktivitäten durch. Aus den Ergebnissen leitete die Unternehmensberatung Handlungsempfehlungen ab.
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Der Preisdruck nimmt zu und Maßnahmen, um diesem erfolgreich zu begegnen, stehen derzeit bei IT-Dienstleistern ganz oben auf der Agenda. Einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma Deloitte unter deutschen und österreichischen IT-Services-Anbietern zufolge sind diese unter anderem bei der Gestaltung von Angeboten oder Vertriebsabläufen durchaus gut aufgestellt. Wichtige Themen sind Cloud Computing oder IT-as-a-Service, dank derer Endkunden unter anderem sogar von Preisvorteilen profitieren können.
Betriebsinterne Abläufe der Systemhäuser bergen Deloitte zufolge jedoch noch Kostensenkungs-Potenzial. „Die meisten Anbieter haben Wege gefunden, um mit dem zunehmenden Preisdruck umzugehen, in der Regel stimmen sie Angebot und Vertrieb auf ihre Kunden ab. Intern besteht aber häufig noch Handlungsbedarf“, erläutert Robert Horndasch, Deloitte-Partner im Bereich Technology, Media and Telecommunications.
Über 60 Prozent der Unternehmen haben laut Umfrage noch nicht einmal damit begonnen, Geschäftsabläufe oder ihre Organisation zu straffen beziehungsweise zu standardisieren. Das betrifft unter anderem schwieriger zu vereinheitlichende Beratungs-Dienstleistungen.
Deloitte zufolge sind Standardisierung und Rationalisierung aber Pflichtthemen, um dem Kostendruck verbunden mit hohen Qualitätsanforderungen begegnen zu können. Über die internen Abläufe hinaus betrifft dies auch nach außen sichtbare, beispielsweise standardisierte Leistungsmodule. Bei der Standardisierung müsse man sich jedoch der wachsenden Vergleichbarkeit der Leistungen mit denen der Mitbewerber bewusst sein. Immerhin 67 Prozent der Befragten gehen von einer steigenden Wechselbereitschaft der Kunden aus, wenn sie hier mehr standardisieren. Deshalb sollten frühzeitig Kundenbindungsstrategien entwickelt werden, rät Deloitte,
„Die Studie zeigt zweierlei Arten von Handlungsbedarf. Ein Teil der Unternehmen sollte Abläufe und Organisation standardisieren, um die Effizienz bei der Leistungserbringung zu steigern. Der Teil, der dies bereits getan hat, sollte jetzt die Strategie anpassen, um Marktanteile langfristig zu sichern und auszubauen. Beide Male bleibt genügend Spielraum, um auch in der derzeitigen Lage Gewinne zu steigern“, ist Robert Horndasch überzeugt.
Weitere Empfehlungen von Deloitte
- Standardprozesse helfen dabei, den Sales-Aufwand zu senken. Dabei sollte trotzdem auch individuellen Kundenwünschen Rechnung getragen werden, ein Gleichgewicht zwischen Standardisierung und Individualität hergestellt werden.
- Es sollte ein einheitliches Vorgehen zur Erhebung aller GRC (Governance, Risk & Compliance)-Anforderungen von Kunden etabliert werden, um einen Überblick zu erlangen. GRC-Anforderungen sind solche an die Unternehmensführung (IT-Governance), das Risikomanagement (IT-Riskmanagement) und die Einhaltung von externen Normen (IT-Compliance).
- Green-IT kann als integraler Bestandteil der Corporate Responsibility & Sustainability aktiv vermarktet werden.
- Die Kundenzufriedenheit sollte regelmäßig gemessen werden.
- Der Fokus bei Neueinstellungen sollte auf der Doppelkompetenz „Fachliches Wissen plus Business-Verständnis“ liegen.
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