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Graphcore stellt Partnerprogramm vor Elite Partner für KI-Systeme

| Autor: Klaus Länger

Der KI-Spezialist Graphcore startet ein weltweites Partnerprogramm für den Vertrieb seiner auf eigenen Prozessoren basierenden AI-Computing-Plattform. Zu den Partnern zählt bereits neben Herstellern wie Atos, Boston oder Dell auch der VAD Tech Data.

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Die IPU-Machine M2000 von Graphcore mit den eigenen Colossus-GC20-Prozessoren ist speziell für Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen entwickelt. Gemeinsam mit Partnern will der Hersteller seine Systeme flächendeckend vertreiben.
Die IPU-Machine M2000 von Graphcore mit den eigenen Colossus-GC20-Prozessoren ist speziell für Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen entwickelt. Gemeinsam mit Partnern will der Hersteller seine Systeme flächendeckend vertreiben.
(Bild: Graphcore)

Mitte 2016 gründete sich das britische, auf KI-Prozessoren spezialisierte Unternehmen, nachdem drei Jahre lang im Geheimen das erste Chipdesign entwickelt wurde. 2018 präsentierte Graphcore die erste PCI-Express-Karte mit zwei Colossus MK1 GC2 IPUs (Intelligence Processing Units), die der Hersteller auch in Kombination mit Servern von Dell und Inspur als komplette Systeme verkauft. Microsoft setzt bei Azure ebenfalls Graphcore-IPUs ein. Im Juli 2019 folgte die Vorstellung eines KI-Prozessors der zweiten Generation, des Colossus Mk2 GC200. In dem riesigen, bei TSMC hergestellten Chip stecken 1.472 Prozessorkerne, die fast 9.000 parallele Threads bewältigen, und 900 MB In-Prozessor-Speicher. Beim Mk1 waren es noch 1.216 Cores und 300 MB RAM.

Mit vier Colossus Mk2 GC200 ist die im Juli angekündigte IPU-Machine M2000 bestückt, die als 1U-Blade ein Petaflop an KI-Leistung liefern soll und etwa 32.000 US-Dollar kostet. Sie verfügt nicht über eigene CPUs, sondern wird via Ethernet mit Servern verbunden, die dann die nötige CPU-Leistung liefern. Für besonders hohe Anforderungen bietet der Hersteller zudem noch den IPU-Pod64 an, ein mit 16 IPU-M2000 bestücktes Rack, die durch eine eigene Interconnect-Architektur verbunden sind.

Nigel Toon, CEO von Graphcore, und der CTO Simon Knowles haben die Firma gemeinsam gegründet.
Nigel Toon, CEO von Graphcore, und der CTO Simon Knowles haben die Firma gemeinsam gegründet.
(Bild: Graphcore)

Auf Partnersuche

Das neue Elite-Partnerprogramm von Graphcore umfasst bereits etliche OEM-Partner, mit denen der Hersteller schon länger kooperiert. Aber auch Tech Data US und Tech Data Europe als Distributoren. „Graphcore stellt eindeutig die richtigen Partner zusammen, um seine M2000 und IPU-Machine flächendeckend verfügbar zu machen“, sagt dazu Karl Freund, Senior Analyst bei Moor Insights & Strategy. „Ich gehe davon aus, dass das Unternehmen diese Liste weiter ausbauen wird, sobald die Kunden erste Erfahrungen mit der hochflexiblen IPU-Machine und dem Software Development Stack Poplar gesammelt haben.“ Die Partner sollen Kunden bei der Implementierung der Systeme beraten und fachkundigen Support für Endkunden anbieten. Diese verortet der Hersteller in Sektoren wie Finanzdienstleistungen, medizinischen und anderen Forschungseinrichtungen sowie der Automobilindustrie.

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 Klaus Länger

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Redakteur