Akquisition von Achab Ebertlang dehnt das Geschäft nach Italien aus

Von Michael Hase

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Der Wetzlarer Distributor Ebertlang übernimmt den Mailänder VAD Achab. Beide Unternehmen sind ähnlich positioniert und legen einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit MSPs. Durch die Akquisition agiert Ebertlang künftig auch außerhalb der DACH-Region.

Der Distributor Achab ist in Mailand, der Hauptstadt der Region Lombardei, ansässig.(Bild:  vpardi - stock.adobe.com)
Der Distributor Achab ist in Mailand, der Hauptstadt der Region Lombardei, ansässig.
(Bild: vpardi - stock.adobe.com)

Die internationale Expansion gehört zu den erklärten Zielen der Geschäftsführer Philip Weber und Marcus Zeidler, die bei Ebertlang seit Februar 2021 die Doppelspitze bilden. Im vergangenen Herbst eröffnete der Wetzlarer Distributor eine Niederlassung in der Schweiz. Jetzt übernehmen die Hessen den Distributor Achab aus Mailand und dehnen damit ihr Geschäft noch weiter nach Süden aus. Mit Italien erreiche Ebertlang einen weiteren europäischen Markt, der „strukturell starke Parallelen zur DACH-Region“ aufweist, erläutert Weber.

Achab fokussiert sich als VAD, ebenso wie Ebertlang, auf die Technologiefelder Infrastruktur und Security. Dabei befasst sich das Team um CEO Andrea Veca seit etlichen Jahren mit Managed Services und legt einen Schwerpunkt darauf, Produkte und Tools für MSPs bereitzustellen und sie mit Services zu unterstützen. Darin besteht eine weitere Gemeinsamkeit mit der neuen Muttergesellschaft. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet und beschäftigt 30 Mitarbeiter.

Gleiche Strategie, gemeinsame Werte

Weber bezeichnet Achab als „perfekte Ergänzung unserer Unternehmensgruppe“. Demnach verfolgen die Mailänder „nicht nur eine fast identische Portfoliostrategie wie Ebertlang, sondern teilen mit uns auch den gleichen Qualitätsanspruch, dieselben Werte und unsere Begeisterung für die Arbeit im Channel“. Achab-Gründer Veca ergänzt: „Es ist uns wichtig, unsere Werte bewahren zu können, unsere Kompetenz und Schwerpunktthemen als Team weiterzuentwickeln und gemeinsam Synergien zu heben, von denen Fachhändler in Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz profitieren werden.“

Tatsächlich gibt es in den Portfolios von Achab und Ebertlang mehrere Überschneidungen. So vertreiben beiden Unternehmen die Produkte von Carbonite, Connectwise, Cortex IT, HaloPSA, Mailstore, Qbik und Webroot. Eine signifikante Abweichung gibt es bei den Plattformen für Remote Monitoring & Management (RMM). Während die Italiener als weitere Anbieter neben Connectwise mit Datto und Kaseya zusammenarbeiten, unterhält Ebertlang eine Partnerschaft mit N-able.

Europäische Distributorengruppe

Achab wird als Teil der Ebertlang-Gruppe weiterhin autark agieren und vorerst unter dem bisherigen Markennamen auftreten. Langfristiges Ziel sei es jedoch, „eine europäische VAD-Gruppe unter einem gemeinsamen Dach zu entwickeln“, kündigt Zeidler an. Dabei sollen den einzelnen Landesgesellschaften genügend Freiheiten bleiben, um auf marktspezifische Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen zu können.

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