TD Synnex Destination AI Drahtseilakt zwischen Technologie und Empathie

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Das Programm Destination AI von TD Synnex soll Partnern zeigen, wie sie durch den Anbieter-Dschungel steuern und wie KI Organisationen transformieren kann. Dabei ist der Faktor Mensch nicht weniger wichtig als die Technologie.

Bei der KI-Einführung muss die Balance zwischen Technologie und Mitarbeitern stimmen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Bei der KI-Einführung muss die Balance zwischen Technologie und Mitarbeitern stimmen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Der IT-Channel vollzieht aktuell einen Balanceakt zwischen der wachsenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz und den Sorgen der Mitarbeiter. Wie groß dieser Balanceakt ist, zeigt das European AI Barometer von EY: 79 Prozent der Beschäftigten in Europa sind unzufrieden mit den Qualifizierungsangeboten ihres ­Arbeitgebers, während knapp 60 Prozent KI sogar als Jobbedrohung sehen. Für Systemhäuser, MSP und ISV bedeutet das: Wer KI nur als neue Technologie begreift, wird scheitern – gefragt sind Schulung, Transparenz und Empathie. Sicher ist, dass KI das ein oder andere Geschäftsmodell auf den Kopf stellen wird.

Auf der Suche nach dem Sweetspot

„Die Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz ist derart rasant, dass es für den IT-Channel wichtig ist, sich selbst möglichst schnell dank verschiedener Tools zu orientieren, sich klar auszurichten und mit den richtigen Partnern, Tools und Plattformen zusammenzuarbeiten“, sagt Maximilian Wieser, Business Unit Manager Data & Applications bei TD Synnex. Man will sich aber nicht nur auf den Input, der von Herstellerseite zu KI-Themen geliefert wird, verlassen, die man beispielsweise zu IBM Watsonx, Microsoft Azure oder NVIDIA AI Enterprise im Angebot hat.

Maximilian Wieser, Business Unit Manager Data & Applications, TD Synnex DACH(Bild:  TD Synnex)
Maximilian Wieser, Business Unit Manager Data & Applications, TD Synnex DACH
(Bild: TD Synnex)

„Wir haben ein eigenes Curriculum entwickelt, das darauf ausgerichtet ist, was Partner und ihre Endkunden wirklich brauchen, um sich mit KI auseinanderzusetzen.“ Vor rund 1,5 Jahren wurde dazu das Programm Destination AI gestartet. Es versteht sich nicht nur als Schulungsprogramm, sondern als Navigationsmodell für den Channel. „Partner suchen händeringend nach einem Navigator, der ihnen hilft, ihren individuellen Sweet Spot zu identifizieren“, erklärt Michael Bauer, Business Development Manager KI bei TD Synnex. Bauer selbst ist auch als systemischer Coach tätig. Für ihn ist klar: Es ist wesentlich leichter, KI-Anwendungen zu implementieren, wenn gemeinsam eine Change Story aufgebaut, Ziele und Leitplanken transparent erarbeitet und die Prozessbereiche identifiziert werden, die mit KI verheiratet werden können. „Bei vielen digitalen Geschäftsmodellen wurde der Faktor Mensch vergessen“, mahnt Bauer. Für ihn ist die zentrale Frage: „Können wir dem Unternehmen die Einführung von KI zumuten – und wenn ja, in welchem Tempo, ohne die Mitarbeiter und das Organisationsmodell zu überfordern?“ Dabei geht es auch um die Frage, wie es nach den gefundenen Use Cases eigentlich weitergeht. Bauer ist überzeugt: „Binden wir unsere Partner früher in die Prozesse ein, steigt am Ende auch die Qualität für den ­Endkunden.“ Mit einem so genannten Transformation Office, soll der gesamte Transformationsprozess begleitet werden.

TD Synnex: Destination AI
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Michael Bauer, Business Development Manager KI bei TD Synnex(Bild:  TD Synnex)
Michael Bauer, Business Development Manager KI bei TD Synnex
(Bild: TD Synnex)

Zusammenarbeit mit über 60 KI-Anbietern

Viele Partner verfügen bereits über tiefes technologisches Know-how beispielsweise in Security, Infrastruktur und Cloud, die das Fundament für die KI-Technologie bilden. Häufig fehlt jedoch die strategische Einordnung. Genau hier setzt ­Destination AI an. Entlang eines Modells mit vier Säulen soll der Transformationsprozess vorangetrieben werden: Awareness & Insights, Enablement & Training, Beratung & Umsetzung sowie Lifecycle Support. Aktuell arbeitet der Distributor mit über 60 KI-Anbietern zusammen.

AI Labs in London, Paris und München

Neu sind auch die gemeinsam mit Dell entstandenen AI Labs in London, Paris und München. Ab September können Partner und Endkunden dort Slots buchen, um eigene Ideen live zu testen. „Dafür stellen wir Rechenleistung bereit – so gelingt der schnelle Übergang vom Enablement in die Sales-Phase“, so Wieser. Die Wahl der Standorte ist bewusst gefallen und soll ein Beitrag zum europäischen KI-Standort sein. „Wenn uns Datenhoheit und digitale Souveränität wichtig sind, müssen wir auch bereit sein, dafür zu bezahlen, zu unterstützen und Qualität ‚Made in Europe‘ bzw. ‚Made in Germany‘ zu fördern“, betont Wieser. Die Erfahrungen, die der Distributor mit Destination AI auf dem Weg sammelt, sollen in den Channel zurückgespielt werden. Am Ende geht es für die Partner nicht bloß darum, KI-Lösungen zu verkaufen, sondern diese auch verständlich, greifbar und nutzbar zu machen.

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