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Digital Transformation

Großunternehmen und Mittelstand legen zu – KMU fallen zurück

Digitale Transformation – made in Germany

| Autor: Wilfried Platten

Die wichtigsten Befunde der Kantar-Studie.
Die wichtigsten Befunde der Kantar-Studie. (Bild: Kantar TNS)

Der Digitalisierungsgrad in den deutschen Unternehmen entwickelt sich laut Kantar-Studie höchst unterschiedlich. Nach wie vor gibt die IKT-Branche die Schlagzahl vor.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurden von Kantar TNS und dem ZEW Mannheim zwischen März und Mai 2017 deutsche Unternehmen zum Stand und zu den künftigen Perspektiven der Digitalisierung in Deutschland befragt. Aus den Ergebnissen der 1.021 Interviews ergibt sich ein repräsentatives Bild zum Stand der Digitalisierung und zum Digitalisierungstempo.

Kompaktstudie als Appetizer

Der jetzt veröffentlichte „Monitoring-Report Wirtschaft Digital 2017 – Kompakt“ gibt allerdings nur einen Vorgeschmack auf die Studienergebnisse, denn der ausführliche Report wird erst am 26. Oktober 2017 publiziert. Dort wird dann auch analysiert, welchen Mehrwert die Digitale Wirtschaft für Deutschland schafft und wie sich der Standort im internationalen Vergleich der führenden zehn digitalen Wirtschaftsnationen (Standortindex Digital) positioniert.

Die ITK-Branche ist – wenig überraschend – Spitzenreiter in Digitalisierungsindex.
Die ITK-Branche ist – wenig überraschend – Spitzenreiter in Digitalisierungsindex. (Bild: Kantar TNS)

Immerhin, aus den vorliegenden Zahlen lassen sich interessante Befunde extrahieren. Der vielleicht wichtigste: Die Digitalisierung ist im Mittelstand angekommen. Laut Index ist der Digitalisierungsgrad des gesamtwirtschaftlich bedeutenden Mittelstands (10-249 Beschäftigte) seit 2016 um zwei auf 52 Punkte gestiegen. Großunternehmen legten „nur“ um einen Punkt auf 54 Indexpunkte zu. Klein- und Kleinstunternehmen (0-9 Beschäftigte) waren dagegen um einen Indexpunkt schwächer ist als im Vorjahr.

ITK macht die Pace

Größer sind die Unterschiede bei den Branchen. Vorreiter der Digitalen Transformation ist danach wie gehabt die ITK-Branche. Wissensintensive Dienstleister, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie der Handel sind „überdurchschnittlich“ digitalisiert, weil sie den Gesamtindex der gewerblichen Wirtschaft von 54 Punkten zum Teil deutlich übertreffen. Den Prognosen der Befragten zufolge wird der Handel mit einem Zuwachs um acht auf 62 Indexpunkte bis 2022 das höchste Digitalisierungstempo erreichen.

Bei diesem Blick in die Glaskugel kommt der Fahrzeugbau mit prognostizierten 50 Punkten von Rang acht auf Rang fünf unter den elf beobachteten Branchen mit einem Anstieg von sechs Indexpunkten deutlich voran. Auch kann das sonstige verarbeitende Gewerbe 2017 aus diesem Grund eine deutliche Verbesserung erzielen. Mit 40 Punkten ist diese Branche erstmals „mittelmäßig“ und nicht mehr „niedrig“ digitalisiert. Die Energie- und Wasserversorgung sowie Chemie und Pharma sollen um jeweils vier auf 49 Indexpunkte bis 2022 zulegen. Das Digitalisierungstempo ist im Maschinenbau mit zwei Indexpunkten etwas langsamer (2022: 47 Punkte). Dies gilt auch für den Bereich Verkehr und Logistik (plus 2 Punkte auf 42 Punkte 2022). Das Gesundheitswesen ist und bleibt laut den Prognosen als einzige Branche „niedrig“ (39 Punkte 2022) digitalisiert.

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