Business Scout – Handys und Smartphones

Die Zukunft liegt in der Mobilität

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Der Dienst am Kunden

Sowohl für die Kunden als auch für Hersteller und den Fachhandel werden Internet-Dienstleistungen immer interessanter. Der Grund dafür: Die Geräte werden immer leistungsfähiger, schnelle Übertragungsstandards wie UMTS und HSDPA und größere Displays stehen oft schon zur Verfügung. In der Folge gibt es immer mehr für das Handy optimierte Webseiten und gleichzeitig schreitet die Entwicklung von Technologien und Diensten zügig voran. Dazu gehören zum Beispiel das Handy-Banking, Handy-Ticketing, die Positionsbestimmung zur Routenplanung per integriertem GPS-Chip ebenso wie Film-Unterhaltung, Near Field Communication oder Telemedizin. Einige dieser Anwendungen haben sich bereits etabliert, andere stecken noch in den Kinderschuhen. Das gilt auch für die Geschäftsmodelle, die sich für den Händler und den Hersteller aus dieser Vielfalt an technischen Möglichkeiten ergeben können.

Inhalte gibt es an der Kasse

Vorreiter in dieser Hinsicht ist der Reparaturdienstleister Quips. Das Unternehmen führt jetzt die Content Card für den Fachhandel ein. Diese Karte kann mit unterschiedlichen Inhalten bestückt und in Kassennähe aufgestellt werden. Auf der Karte befindet sich ein Code, den der Käufer am heimischen PC eingibt und dann die Freischaltung für das gekaufte Produkt erhält. Beispielsweise kann er drei Jahre lang Nokia Maps für Westeuropa nutzen. Weitere Inhalte für die Content Card, etwa im Musikbereich sind in Planung. Der Händler erhält für den Verkauf der Karte eine Provision.

So innovativ die neuen Technologien auch sind, problematisch ist in fast allen Bereichen die fehlende Standardisierung. Versuche zum Beispiel einen Standard beim mobilen Bezahlen einzurichten schlugen schon vor Jahren fehl und sind auch nicht in Sicht. Ähnliches gilt für das Handy-Ticketing.

Insel der verpassten Chancen

Die Folge sind Insellösungen, die weder den Verbraucher auf Dauer zufrieden stellen, noch dem Dienst an sich zum Durchbruch verhelfen werden. Denn wenn der Anwender für jeden Bezahlvorgang eine eigene Software installieren, sich bei verschiedenen Portalen registrieren und immer neue Abläufe verinnerlichen muss, wird sich das Bezahlen oder Ticketing per Handy nur schwer durchsetzen.

Den Weg eines einheitlichen Standards versucht gerade die EU-Kommission beim Handy-Fernsehen durchzusetzen. DVB-H heißt deren favorisiertes Format, Netzbetreiber wie zum Beispiel T-Mobile setzen dagegen auf UMTS, da sie hierfür die Infrastruktur teuer bezahlt haben und jetzt hoffen, diese Kosten zumindest ansatzweise wieder hereinzuholen.

IT-BUSINESS bat die beiden umsatzstärksten Hersteller um eine Stellungnahme zu den Chancen für den Fachhandel im Umfeld von Smartphones.

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