Sage-Studie Die Kleinen und Mittleren werden immer Größer

Von Dominik Bunk

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Laut einer Studie erleben KMU trotz schwieriger Marktlage einen starken Aufschwung. Bis 2025 soll es demnach mehr als drei Millionen Unternehmen in der Größenordnung allein in Deutschland geben. Auch die Digitalisierung trage zum Aufschwung bei.

Kleine und mittelständische Unternehmen werden laut Sage immer wichtiger.
Kleine und mittelständische Unternehmen werden laut Sage immer wichtiger.
(Bild: magele-picture - stock.adobe.com)

Laut einer neuen Studie des Software-Unternehmens Sage sind kleine und mittelständische Unternehmen trotz anhaltender wirtschaftlicher Turbulenzen zunehmend widerstandsfähiger gegenüber makroökonomischem Gegenwind geworden. So werde im Jahr 2024 der Wirtschaftsbeitrag deutscher KMU ein Rekordhoch von mehr als einer Billion Euro erreichen und damit 49,5 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung auf diese Unternehmen zurückgehen.

Weiter werde auch während der laut Sage zu erwartenden Rezession 2023 die Bruttowertschöpfung von KMU in Deutschland um 1,9 Prozent steigen und damit der Mittelstand wachstumsbezogen 1,3 Prozentpunkte über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (0,6 %) liegen. Die von Sage in Auftrag gegebene und in Zusammenarbeit mit dem Centre for Economics and Business Research (Cebr) veröffentlichte Analyse untersucht die Rolle der KMU in acht Schlüsselmärkten und wertet Daten ab 2005 aus, um Wachstumstrends zwischen 2022 und 2025 zu prognostizieren. Die Studie verdeutliche außerdem deren Rolle als Motor der globalen Wirtschaft.

Kein Abschwung im Mittelstand

Trotz wirtschaftlicher Ungewissheit zeige der Mittelstandssektor keine Anzeichen von Abschwung oder Verlangsamung. Bis 2025 prognostiziert Cebr, dass die Zahl der KMU in allen untersuchten Ländern (USA, Kanada, Großbritannien, Spanien, Deutschland, Frankreich, Irland, Portugal) steigen wird. Allein in Deutschland würden zwischen 2022 und 2025 273.000 neue KMU entstehen. Damit werde es erstmals mehr als drei Millionen mittelständische Betriebe im Land geben. Analysen von Marktdaten aus der Vergangenheit, die ebenfalls in den Bericht eingeflossen sind, unterstreichten auch die entscheidende Rolle von KMU bei der wirtschaftlichen Erholung von der globalen Finanzkrise 2007 bis 2009 und prognostiziere einen ähnlichen Weg für die Zukunft.

Bis 2011 verzeichneten KMU in fünf Ländern wieder eine wachsende Beschäftigung,so auch in Deutschland. Laut Sage stieg die Zahl der KMU in Deutschland zwischen 2009 und 2015 kumulativ um 18 Prozent auf insgesamt 2,4 Millionen. Die Beschäftigung habe im gleichen Zeitraum um 16 Prozent zugenommen, wobei sie bis auf 2013 jedes Jahr gestiegen sei. In allen untersuchten europäischen Ländern trugen KMU 2012, also vier Jahre nach dem Wirtschaftsabschwung, laut Sage zu mindestens 48 Prozent der gesamten Unternehmensleistung bei.

Freie Berufe profitieren von Digitalisierung

Von allen Branchen, die zum Wachstum beigetragen haben, haben sich laut dem Software-Unternehmen insbesondere die freien Berufe und solche mit einem großen Bezug zu Wissenschaft und Technik stark von der Digitalisierung profitiert und waren entscheidend für den Aufschwung in vielen Märkten. In Deutschland beispielsweise sei der wirtschaftliche Beitrag der KMU in diesem Sektor von 81 Mrd. Euro im Jahr 2009 auf 116 Mrd. Euro im Jahr 2015 gestiegen, was einem Anstieg von 43 Prozent entspreche und damit 18 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Branchen mit verfügbaren Daten liege.

Dieses Wachstum spiegele sich auch in den Beschäftigungszahlen in diesem Wirtschaftszweig wider, die im Zeitraum nach der Krise (2009 bis 2015) um 431.000 gestiegen seien, was einem kumulativen Wachstum von 28 Prozent entspreche.

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