Systemfehler im IT-Handel

Der Notebooksbilliger-Chef spricht über Backend-Boni, Lagerleichen, Schweinepreise

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ITB: Wie schätzen Sie die Nachfrage seitens anderer Händler ein?

von Wedemeyer: Keine Ahnung – dieser Punkt ist noch völlig offen. Was die Nachfrage seitens anderer Händler angeht, gehen wir mit keinen konkreten Zielvorgaben in die Kalkulation.

ITB: Werden die Vorbehalte anderer Händler nicht groß sein? Immerhin könnten sie durch den Vertrieb der Marke eines harten Konkurrenten ihren Wettbewerber stärken.

von Wedemeyer: Ich denke, dass wir mit einer positiv besetzten Marke durchaus auch hier absetzen können. Der Schwerpunkt wird aber wohl auf eigenen Vertriebskanälen liegen. Wenn wir beispielsweise mit der Marke „NBB“ an den Start gehen, was für „Notebooksbilliger“ steht, ist das ein bekannter Brand, der für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis steht.

ITB: Sie nutzen die Facebook-Community für die Namensgebung. Wie sieht das im Detail aus?

von Wedemeyer: Nun ja, auf unserem Blog oder auf unserer Facebook-Seite können unsere Kunden Markennamen vorschlagen. Einer davon, der mir auch persönlich gut gefällt, ist eben „NBB“. Andere haben beispielsweise „Themis“, „Nimrod“ oder das Esperanto-Wort für Computer „Komputilo“ vorgeschlagen. Die Abstimmung steht allerdings noch aus und erfolgt dann über unseren Kunden-Newsletter, der an etwa eine Million Abonnenten verschickt wird.

ITB: Notebooksbilliger ist als Online-Versender groß geworden, setzt jetzt aber auch auf Ladengeschäfte. Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie?

von Wedemeyer: Langfristige Ziele zu verfolgen ist im Online-Business schwierig, da sich der Markt und das Kaufverhalten schnell ändern können. Wir versuchen eher schnell auf Trends zu reagieren und interagieren dabei viel mit unseren Kunden.

ITB: Und wie ist der Stand der Dinge bei den Ladengeschäften?

Notebooksbilliger will weitere Ladengeschäfte wie hier in München eröffnen. (Archiv: Vogel Business Media)

von Wedemeyer: Wir haben am ersten März einen Laden in München eröffnet und sind total überrascht, wie gut das lief. Gegenwärtig wollen wir unsere internen Prozesse verbessern, was beispielsweise Beratung und Warenwirtschaft angeht. In einem nächsten Schritt, ab Mitte nächsten Jahres, sollen weitere Filialen folgen. In der näheren Auswahl sind Wien, Konstanz, Berlin und Metzingen. Sie wissen schon, dort, wo die ganzen Outlet-Stores sind. Allerdings müssen in Metzingen womöglich Rabatte gegeben werden, die wir nicht abbilden können. Mal sehen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Schweinepreis-Problematik und zu den Ursachen für die preisliche Abwärtsspirale.

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