Apple hat auf seiner Entwicklerkonferenz nicht nur die Computer-Brille Vision Pro vorgestellt, sondern auch einen spannenden Ausblick auf Neues für iPhone & Co. gegeben. Außerdem gab es zwei neue Macs, ein MacBook Air und einen neuen Chip.
iOS 17 soll die Kommunikation mit Contact Posters, neuen Stickern, Live Voicemail und vielem mehr verbessern.
(Bild: Apple)
Sie soll 3.500 US-Dollar kosten und erst im Frühjahr 2024 auf den Markt kommen: Apples Computer-Brille Vision Pro. Für Nutzer sind aber erst einmal die vielen Neuerungen in Apples Betriebssystemen relevanter, die das Unternehmen ebenfalls auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt hat.
Nicht nur iOS 17 und MacOS Sonoma sollen im Herbst ausgerollt werden. Auch für iPads, Apple Watches, Airpods oder für Apple TV sind Neuerungen angekündigt worden. Ein Überblick.
In der Bildergalerie finden Sie das neue 15 Zoll MacBook Air, den neuen Mac Studio und den neuen Mac Pro:
Live Voicemail: Ruft jemand an und spricht auf die Mailbox, erscheint der Text transkribiert auf dem Sperrbildschirm, sodass man sich immer noch entscheiden kann, den Anruf anzunehmen. Und wenn jemand einen Facetime-Anruf verpasst, kann man ihm eine kurze Video-Nachricht schicken, statt auf die Mailbox zu sprechen.
Name Drop: Über diese neue Funktion lassen sich definierte Kontaktdaten tauschen, wenn zwei iPhones oder auch ein iPhone und eine Apple Watch nah aneinander gehalten werden.
Air Drop auch übers Internet: Bisher ist die direkte Übertragung von Dateien zwischen zwei iPhones an ihre räumliche Nähe zueinander geknüpft - künftig kann die Übermittlung aber auch einfach übers Internet abgeschlossen werden.
Offline-Karten: Die Möglichkeit, Karten herunterzuladen, um sich etwa gegen teure, schlechte oder fehlende Internetverbindungen zu wappnen, zieht auch in Apple Maps ein.
Kein „Hey“ mehr nötig: Statt auf „Hey Siri“ wird Apples Sprachassistentin künftig auch einfach nur auf „Siri“ hören.
Neuer „Standby“-Modus, in dem das iPhone auf einem Halter in waagerechter Ausrichtung zu einer Art Smart-Display wird, das dann etwa Fotos, die Uhr oder ein Musikplayer-Widget anzeigt.
Live-Sticker und Kontakt-Poster: Man kann künftig Motive aus Fotos herauslösen und sogar animieren, um diese als Sticker in Nachrichten zu nutzen (Live-Sticker). Und Kontakten lassen sich individuelle, bildschirmfüllende Fotos oder Hintergründe zuordnen, die dann etwa bei einem Anruf erscheinen (Kontakt-Poster).
Journal: Das ist eine Art Tagebuch-App, die etwa anhand von Fotos, die am Tag entstanden sind, oder anhand von gehörter Musik oder besuchten Orten kreative Schreibanstöße liefern soll. Die Einträge sind dank Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur für die Nutzer sichtbar.
Bessere Autokorrektur: Die Funktion, die Fehler beim Tippen ausbügelt, soll dank maschinellen Lernens smarter werden - und sich zudem schneller an die Wortwahl der Nutzer anpassen. Ein Nebeneffekt: Auch manche bisher stets korrigierte Schimpfwörter wird die Autokorrektur dann durchgehen lassen.
Was iPadOS 17 für iPads bringt:
Widgets: Die Mini-Programme im Kästchen-Format wird man künftig auch auf dem Sperrbildschirm der iPad-Tablets nutzen können. Dazu gehören interaktive Widgets, mit denen man zum Beispiel vernetzte Lampen im Smarthome ein- und ausschalten kann. Die vom iPhone bekannten Live-Aktivitäten zeigen etwa den Fortschritt bei Essenslieferungen oder einem nahenden Fahrdienst-Auto.
Health-App: Die App, in der Apple gesammelte Gesundheitsdaten auf dem iPhone anzeigt, kommt auch aufs iPad - mit Ansichten, die auf den größeren Bildschirm angepasst sind.
Live-Zusammenarbeit: Nutzerinnen und Nutzer können in Echtzeit mit anderen in Notizen zusammenarbeiten, die in der Notizen-App erstellt und geteilt worden sind.
Abstandswarnung: Sowohl das iPhone als auch das iPad können Nutzer warnen, wenn man die Geräte näher ans Gesicht hält als für die Augengesundheit gut ist.
Was MacOS Sonoma für Mac-Rechner bringt:
Widgets: Interaktive Widgets können auch auf der Desktop-Oberfläche platziert werden.
Profile für Safari: In Apples Webbrowser wird man verschiedene Bereiche etwa für private und berufliche Nutzung einrichten können.
Spielemodus: Apple gibt die Versuche nicht auf, den Mac auch für Gamer attraktiver zu machen. Im neuen Spielemodus wird die Rechenleistung stärker auf das Gaming-Erlebnis fokussiert, vor allem damit die Latenz verringert wird.
Was WatchOS 10 für Apple Watches bringt:
Smart Stapel: Per Drehen der Krone an der Seite der Uhr können von jedem Zifferblatt aus Widgets auf den Bildschirm hochgeschoben werden, die gerade relevante Informationen anzeigen. Die Idee ist, dass man schneller zu Elementen wie etwa Musikplayer, Wettervorhersage oder Bordkarten kommen kann, ohne sie ständig als Komplikation auf dem Display haben zu müssen.
Stand: 08.12.2025
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Mehr Sicherheit beim Wandern: Wenn man in der Natur unterwegs ist, kann man in Gebiete ohne Mobilfunk-Netz gelangen – das kann bei Notfällen gefährlich sein. Die Kompass-App der Uhr erstellt künftig beim Wandern zwei Wegpunkte: Den letzten Ort mit Mobilfunk-Empfang des eigenen Anbieters sowie den letzten Punkt mit Empfang von irgendeinem anderen Netz, über das man zumindest einen Notruf absetzen kann.
Snoopy-Ziffernblätter: Micky Maus gab es von Anfang an auf der Apple-Uhr. Jetzt kommen neue Zifferblätter mit Snoopy und dem gelben Vogel Woodstock dazu. Ein nettes Detail: Wenn der Wetterbericht Regen ansagt, regnet es in der animierten Darstellung auch.
Was es Neues bei den Airpods gibt:
Adaptive Geräuschunterdrückung: Apples Ohrhörer bekommen einen neuen Modus, der die Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen intelligent an die Situation anpassen soll. Bisher wird die Umgebung entweder ausgeblendet oder im Transparenzmodus hörbar gemacht. Bei der neuen, adaptiven Geräuschunterdrückung soll etwa die Klingel eines von hinten herannahenden Fahrrads laut hörbar sein. Und wenn man anfängt, sich mit jemandem zu unterhalten, wird die Wiedergabelautstärke automatisch gesenkt.
Was es Neues bei Carplay gibt:
Share Play im Auto: Bei gemeinsamen Fahrten mit Freunden, die iPhones besitzen, kann jede und jeder einfacher zur musikalischen Unterhaltung beitragen. Mit der Umsetzung der Share-Play-Funktion kann jede und jeder direkt Songs über das ans Auto angeschlossene iPhone abspielen.
Was tvOS 17 für Apple TV bringt:
Facetime auf dem Fernseher: Wer Apples Videochat nutzt, wird die Gesprächspartner erstmals auch auf dem Fernsehgerät sehen können. Dafür wird das Bild von der iPhone-Kamera auf die am Fernseher angeschlossene Apple-TV-Box übertragen. Auch Videokonferenz-Apps anderer Anbieter wie Webex von Cisco und Zoom sollen später auf dem Apple TV verfügbar werden.
Kontrollzentrum: Über einen neuen Bereich in der rechten oberen Ecke des Bildschirms gelangt man schneller zu Einstellungen und kann auch das Nutzerprofil wechseln.
Fernbedienung finden: Eine im Haus verlegte Apple-TV-Remote kann jetzt mithilfe des iPhones lokalisiert werden.
In der Bildergalerie finden Sie das neue 15 Zoll MacBook Air, den neuen Mac Studio und den neuen Mac Pro: