Umfrage von ProAlpha Das EU-Lieferkettengesetz kommt, die Sorgen auch

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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Das EU-Lieferkettengesetz wird kommen – mit allen Konsequenzen. Obwohl es zunächst zwar lediglich für Unternehmen ab 1.000 Beschäftigte gelten soll, sind indirekt ebenso kleinere und mittelgroße Unternehmen betroffen.

Das EU-Lieferkettengesetz ist eine sogenannte Richtlinie, die die Bundesregierung jetzt auch in nationales Recht umsetzen muss.(Bild:  sh99 - stock.adobe.com)
Das EU-Lieferkettengesetz ist eine sogenannte Richtlinie, die die Bundesregierung jetzt auch in nationales Recht umsetzen muss.
(Bild: sh99 - stock.adobe.com)

Am 15. März 2024 hat der Ausschuss der Ständigen Vertreter des Rats der Europäischen Union (COREPER) für das EU-Lieferkettengesetz gestimmt. Die nun noch fehlende Zustimmung des Europäischen Parlaments gilt als sicher.

Laut einer aktuellen Umfrage des ERP+ Experten ProAlpha gehen 59 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland davon aus, dass dieses neue Gesetz starke Auswirkungen auf ihre Organisation sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben wird.

Obwohl das EU-Lieferkettengesetz zunächst zwar nur für Unternehmen ab 1.000 Beschäftigte gelten soll, sind indirekt ebenso kleinere und mittelgroße Unternehmen betroffen, da auch sie Teil der im Gesetz definierten und regulierten Lieferkette sind. Somit werden auch sie sich den neuen Anforderungen an die Lieferkettentransparenz stellen müssen.

Probleme und Konsquenzen

31 Prozent der Umfrageteilnehmer von ProAlpha äußerten Sorge, dass ihre Wachstums- und Expansionsbestrebungen gebremst werden, während 33 Prozent befürchtet, dass Deutschland seine führende Position im internationalen Wettbewerb einbüßen könnte. Weitere 33 Prozent rechnen mit einem hohen Reporting-Aufwand für ihr Unternehmen. Für 32 Prozent der Befragten macht das neue Gesetz zudem die Einstellung weiterer Mitarbeitenden erforderlich, und genauso viele gehen von einer Zurückstellung ihrer geplanten Investitionen aus.

28 Prozent gaben darüber hinaus an, angesichts des anstehenden Lieferkettengesetzes erst einmal entsprechendes Wissen aufbauen oder einkaufen zu müssen. Knapp 24 Prozent der befragten KMUs sieht im EU-Lieferkettengesetz eine Innovationsbremse für ihre Branche. Ebenso viele erwägen deshalb sogar, ihre Produktion gegebenenfalls ins Ausland zu verlagern.

„Sowohl das deutsche als auch das nun kommende EU-Lieferkettengesetz betrifft nicht nur die großen Unternehmen. Auch kleinere, mittelständische Unternehmen müssen sich darauf einstellen, den von den Gesetzen direkt betroffenen Partnerunternehmen lieferkettenbezogene Informationen zur Verfügung stellen zu müssen“, so Asina Leist, CEO von DIG, einem Unternehmen der ProAlpha Gruppe. „Lösungen für E-Procurement und strategisches Lieferanten-Management erhöhen die Transparenz in die eigene Lieferkette. Zusammen mit dem eigenen ERP-System können dort die relevanten Informationen zu den Lieferketten bereitgestellt werden.“

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