Datto Global State of the MSP Report Dark Web Monitoring als Aufgabe für MSPs?

Von Dr. Stefan Riedl

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Der Konkurrenzdruck unter Managed Service Providern steigt. Die Anbieter suchen neue Betätigungsfelder wie das Monitoring von Dark-Web-Aktivitäten, die Ungemach für ihre Kunden bedeuten könnten. Das traditionelle Break-Fix-Modell entwickelt sich weiter.

Ist es eine tragfähige Wertschöpfungsmöglichkeit für MSPs, das Dark Net zu durchleuchten?(Bild:  Oleksii - stock.adobe.com)
Ist es eine tragfähige Wertschöpfungsmöglichkeit für MSPs, das Dark Net zu durchleuchten?
(Bild: Oleksii - stock.adobe.com)

Im Paper „Datto Global State of the MSP Report“ veröffentlicht der Software-Anbieter für Managed Software Provider, Datto, jährlich einen Lagebericht zum Marktgeschehen seiner Partner. Für den Bericht wurden weltweit 1.800 MSPs zu ihren größten Herausforderungen befragt. Im Hinblick auf geplante, zukünftige Angebote haben die im Bericht befragten MSPs neue Wertschöpfungsmöglichkeiten als besonders wichtig eingestuft. Für immerhin 30 Prozent fällt „Dark Web Monitoring“ in dieses Segment:

  • 30 % - Dark Web Monitoring
  • 30 % - Managed Detection & Response
  • 29 % - Filterung von Webinhalten
  • 29 % - Compliance Monitoring
  • 29 % - Privileged Access Management
  • 28 % - Endpoint Detection & Response
  • 28 % - Patch-Management

Cyberkriminelle unter Beobachtung

Dieses Betätigungsfeld ist relativ weit vom bisherigen Tagesgeschäft der MSPs entfernt. Gilt es hierbei doch in unzugänglichere Gefilde des Internets vorzudringen und dort drohendes Ungemach wie geplante Hackerattacken auf den Kunden auszumachen.

Während das so genannte „Surface Web“ jene Bereiche des Internets umfasst, die regulär von Suchmaschinen indexiert und damit gefunden werden können, bezeichnet das „Deep Web“ jene Seiten, von denen Suchmaschinenbots ausgeschlossen wurden, die „Gated Sites“. Das Deep Web, dem eine relativ große Anzahl der befragten MSPs ihre Aufmerksamkeit als künftiges Betätigungsfeld für Monitoring-Dienste widmen, umfasst Seiten im so genannten Onion-Netzwerk, die nur über spezielle Software wie den Tor-Browser erreichbar sind. Beim Dark Web Monitoring geht es aus MSP-Sicht darum, auf dieser Spielwiese für Cyberkriminelle Aktivitäten und Daten aufzuspüren, die den Kunden betreffen – beispielsweise ob mit gestohlenen, sensiblen Daten gehandelt oder Cyberattacken geplant werden. Gegenwärtig beschäftigen sich damit tendenziell darauf spezialisierte Dienstleister.

Die drängendsten Probleme der MSPs

Aktuell zählt laut dem Datto-Paper zu den drängendsten Problemen im MSP-Markt vor allem der harte Wettbewerb. 29 Prozent nannten dies als ihre größte Sorge. Für 28 Prozent sind Umsatzwachstum und Rentabilität besonders drängende Punkte. Neukundengewinnung und Personalbeschaffung sind für rund ein Viertel der Befragten problematisch.

„Zum zweiten Mal in Folge zeigt der Datto Global State of the MSP Report, dass der Wettbewerb die größte Herausforderung für unsere Partner ist“, kommentiert Fred Voccola, CEO der Muttergesellschaft Kaseya. Die Kunden seien anspruchsvoller und wechselwilliger geworden. „MSPs mussten sich vor diesem Hintergrund weiterentwickeln, um mit der Konkurrenz mitzuhalten“, so der CEO.

Die Rolle der Cloud

Zudem stellt Vocolla fest, dass sich das traditionelle „Break-Fix-Modell“ weiterentwickelt. Gemeint ist die gebührenpflichtige Methode zur Bereitstellung von IT-Dienstleistungen für Unternehmen hin zu neuen Wertschöpfungsmöglichkeiten wie den oben genannten. Die Cloud-Integration wurde als weiterer Top-Trend eingestuft, da immer mehr Kunden die Cloud für eine bessere Storage-Strategie und zur Steigerung der Produktivität und Zusammenarbeit nutzen. Etwa 95 Prozent der befragten MSPs sahen Cloud-Lösungen naturgemäß als Marktchance, obwohl Compliance-, Sicherheits- oder Budgetbedenken bei den Kunden anzutreffen sind. Die Hälfte der befragten MSPs erwartet, dass in drei Jahren 75 Prozent der Workloads in der Public Cloud sein werden.

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