PC-Ware heißt nun weltweit Comparex Comparex-Chef Denk zum Einmarkenauftritt und zur Strategie
Walter Denk erklärt im Gespräch mit IT-BUSINESS die Strategie von Comparex und warum ein weltweit einheitlicher Name sinnvoll ist.
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Anfang Mai gab PC-Ware bekannt, künftig wie seine Tochtergesellschaften zu heißen und in weltweit 28 Ländern unter der Marke Comparex zu firmieren. PC-Ware hatte 2007 die Comparex-Gruppe in Zentraleuropa und Iberia übernommen, jedoch nicht den in Deutschland ansässigen Unternehmensteil. Der ging an die mittlerweile insolvente TDMi. Die weltweiten Namensrechte an Comparex sicherte sich PC-Ware allerdings im Jahr 2009.
Warum die Entscheidung für den Namen Comparex und nicht PC-Ware? „Wir haben eine Umfrage gemacht“, erklärt Walter Denk, General Manager bei Comparex. „Beide Marken sind stark. Doch stellten wir fest, das PC-Ware mehr mit dem Handelssegment in Verbindung gebracht wurde und Comparex dagegen eher mit Dienstleistungen und Consulting. Auf letzterem liegt unser Fokus.“
Wichtig geworden sei die Umbenennung unter anderem auch deshalb, da die beiden Namen für ein und dasselbe Unternehmen bei manchen Geschäftskunden für Verwirrung sorgten. „Wir mussten hin und wieder aufpassen, dass wir uns selbst keine Konkurrenz machen, indem wir mit überlappenden Angeboten auftraten“, so Denk.
Eine der augenscheinlichsten Änderungen, die mit der Umbenennung verbunden ist, ist das Logo. Dieses hat die Subline „Software, Consulting, Services“ erhalten, welches die Geschäftssegmente des IT-Dienstleisters wiederspiegeln. „Consulting bedeutet für uns IT-Leistung, die von der Beratung bis zum Übergang in den Betrieb gehen“, erläutert Denk. „Wenn alles läuft oder wir beispielsweise Mitarbeiter noch auf das neue System trainieren, fällt das unter Service.“
Größter Microsoft LAR
Zudem macht nach wie vor die Software einen Großteil des Geschäfts aus. Comparex ist der größte Microsoft Large Account Reseller (LAR) hierzulande. In Europa ist die Gruppe die Nummer zwei. Im vierten Quartal 2010 konnte der IT-Dienstleister als erstes deutsches Unternehmen in einem einzigen Quartal die 100-Millionen-Euro-Marke im Microsoft-Geschäft durchbrechen und für diesen Zeitraum ein Geschäftsvolumen von 135 Millionen Euro erwirtschaften.
Überhaupt konnte Comparex respektive PC-Ware weltweit ein Rekordergebnis in der Firmengeschichte mit einem vorläufigen weltweiten Umsatz von 975 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2010/11 ausweisen. Der deutsche Anteil macht rund 385 Millionen Euro aus. Das Unternehmen strebt an, diesen weltweiten Umsatz in den kommenden drei Jahren zu verdoppeln. „Auch wenn die derzeitige Entwicklung im wesentlichen auf organisches Wachstum zurückzuführen ist, braucht es für dieses Ziel Zukäufe“, erklärt Denk.
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