Interview mit Christoph Linden Cohesity bringt Künstliche Intelligenz in den Channel

Von Dr. Dietmar Müller 3 min Lesedauer

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Mit der Lösungsplattform von Cohesity können Unternehmen ihre Daten in firmeninternen, Cloud- und Edge-Umgebungen sichern und verwalten. IT-BUSINESS sprach mit Christoph Linden von Cohesity, über das Partnerprogramm und den Einfluss von KI auf den ITK-Channel.

Künstliche Intelligenz gehört immer mehr zum Alltag. Auch dieses Bild ist KI-generiert. Bei Cohesity soll KI dem Channel Flügel verleihen.(Bild:  Comofoto - stock.adobe.com)
Künstliche Intelligenz gehört immer mehr zum Alltag. Auch dieses Bild ist KI-generiert. Bei Cohesity soll KI dem Channel Flügel verleihen.
(Bild: Comofoto - stock.adobe.com)

Seit Juli 2019 ist Christoph Linden bei Cohesity als Field Technical Director tätig. Er erklärt gegenüber IT-BUSINESS, dass das Partner-Programm die Basis von Cohesity darstellt – das Unternehmen ist zu 100 Prozent dem Channel treu und will, so Linden, dass die Partner an Projekten, die sich typischerweise aus Hard- und Software für Installationen in Rechenzentren zusammensetzen, mitverdienen.

„Unsere Lösungen können die Kunden selbst betreuen, aber genauso als Service über einen Partner, sei es ein Reseller oder ein Managed Service Provider beziehen. Uns ist wichtig, dass auch bei Renewals-Partner an den neuen Diensten mitverdienen, auch wenn der Kunde den Prozess beispielsweise über einen der App-Markplätze bei Microsoft oder AWS anstößt.“ Das Partnerprogramm gebe dem Kunden die Flexibilität, je nach Bedarf zwischen Betriebsmodellen zu wechseln.

Abgestufter Channel

Cohesity organisiert den Channel in drei verschiedenen Stufen und arbeitet darüber hinaus mit Managed Service Providern und Global System Integratoren zusammen. Dabei bewegt es sich als Anbieter für Datamanagement und -security weitgehend in einem Verdrängungsmarkt: „Wir arbeiten mit Resellern zusammen, die große Lust haben, diesen Markt für uns zu erobern“, so Linden. Man sei offen für jeden Partner, der investieren möchte. „Dazu gehört, seine technischen und Vertriebs-Teams auf unsere Lösung zu schulen, sich zu akkreditieren und aktiv bei Kunden zu positionieren.“ Interessierte Partner können sich direkt an Linden oder an Oliver Vallant, den Channel Manager DACH bei Cohesity, wenden.

Neue Partner dürften das typische Spektrum an Leistungen erwarten, angefangen bei Trainings bis hin zu dezidierten Marketing-Funds. Je nach Vereinbarung gebe es jedoch Unterschiede: „IBM und Cohesity haben dieses Jahr beispielsweise eine OEM-Partnerschaft geschlossen, in dessen Rahmen die Cohesity-Lösung die IBM-eigene Backup-Software auf der IBM-Preisliste ersetzt. Bei AWS und Microsoft sind wir auf den jeweiligen Marktplätzen gelistet. Wir haben außerdem enge Partnerschaften mit Lenovo und HPE im Hardware-Bereich geschlossen, so dass Partner frei unter den führenden Hardware-Lieferanten wählen können.“

Partnerschaften sind das A&O

Damit aber nicht genug der Partnerschaften: „Wir haben mit der Data Security Alliance eine enge Zusammenarbeit mit führenden Security-Anbietern vereinbart, denn den Kampf gegen Hacker und staatenfinanzierte Cyber-Aggressoren kann ein Hersteller allein nicht gewinnen“, berichtet Linden. „In der Allianz sind neben Cohesity die Anbieter Netskope, ServiceNow, Zscaler, BigID, Cisco, CrowdStrike, CyberArk, Mandiant, Okta, Palo Alto Networks, PwC UK, Tenable, Qualys, Securonix, und Splunk vereint.“

Gemeinsam arbeite man aktuell an der technischen Integration der Datamanagement-Plattform von Cohesity mit den Lösungen der Alliierten. „Reseller können so viel leichter umfassende Lösungen konzipieren und ihre strategische Bedeutung beim Kunden ausbauen und mehr Ansätze für Cross-Selling finden, wenn sie selbst Lösungen dieser Security-Schwergewichte im Portfolio haben“, zeigt sich der Field Technical Director überzeugt.

Jede Form der Partnerschaft habe aber immer dasselbe übergeordnete Ziel: „Wir wollen stark wachsen und unseren Anteil an Kunden aus dem großen Mittelstand und bei Konzernen weiter ausbauen.“

KI für Backup, Ransomware-Schutz, Compliance und Hochverfügbarkeit

Partner sollten zudem verstehen, dass und wie Cohesity auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen will. Damit könnten nach Ansicht Lindens die Themen wie Backup, Ransomware-Schutz, Compliance und Hochverfügbarkeit neu und viel besser organisiert und gesichert werden. Wesentliche Bauteile dafür sei die Plattform von Cohesity, die KI-Initiative Cohesity Turing sowie KI-Partnerschaften mit Microsoft und Google.

„Für uns sind die neuen Partnerschaften mit IBM, Microsoft und Google sehr wichtig. Unsere eigene KI-Initiative ‚Cohesity Turing‘ wird stark von unserer und der Arbeit von Microsoft und Google auf dem Gebiet der KI profitieren und die Art und Weise, wie wir heute Daten managen und sichern, komplett verändern.“

Christoph Linden, Field Technical Director von Cohesity
Seit Juli 2019 ist Christoph Linden bei Cohesity als Field Technical Director tätig und berät Firmen strategisch und technisch hinsichtlich ihrer Multi-Cloud-Szenarien. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich IT-Betrieb und Software-, Cloud- und Datenmanagement. Vor seinem Eintritt bei Cohesity war er auf Unternehmensseite bei Diebold Nixdorf als Leiter Enterprise Architektur und beim IT-Systemhaus Freudenberg IT als COO und Global Director Design and Engineering verantwortlich.

Bildquelle: Cohesity

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