Studie von Seagate Cloud-Speicher boomt dank KI-Daten

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie von Seagate zeigt, dass KI-generierte Daten einen Wachstumsboom bei Cloud-Speichern einleiten. Festplatten blieben dabei ein wichtiger Faktor, da sie viel Speicherplatz mit hoher Kosteneffizienz bereitstellen könnten.

Laut einer aktuellen Studie von Seagate bleiben Festplatten in der KI-bedingten Datenflut die Speichermedien der Wahl.(Bild:  MH Rhee /  Pixabay)
Laut einer aktuellen Studie von Seagate bleiben Festplatten in der KI-bedingten Datenflut die Speichermedien der Wahl.
(Bild: MH Rhee / Pixabay)

Für die Studie befragte Recon Analytics im November 2024 rund 1.000 Entscheider, die aktiv im Bereich der Speicherinfrastruktur von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Millionen US-Dollar tätig sind. Sie mussten zudem bereits KI einsetzen oder dies für die kommenden drei Jahre planen. Die Umfrage deckt 15 Branchen in zehn Ländern ab.

Zu den Ergebnissen zählt, dass durch die verstärkte KI-Nutzung ein beispielloser Anstieg der Datenmenge erwartet wird. Dementsprechend könnte die Nachfrage nach Datenspeicherung erheblich zunehmen, insbesondere in der Cloud. Fast zwei Drittel aller Befragten, die ihre Daten primär in der Cloud speichern, erwarten mehr als eine Verdoppelung ihres Speichers in den kommenden drei Jahren.

Ohne HDDs geht nichts

Seagate betont, dass Festplatten bei Cloud-Service-Anbietern nach wie vor unverzichtbar sind. Sie beherbergen nicht nur große Datenmengen, sondern sind hinsichtlich des Terabyte-pro-Dollar-Verhältnisses sehr effizient. Eine kürzliche Schätzung der Marktforscher von IDC unterstreicht diese Aussage: Demnach sind rund 89 Prozent der von führenden Cloud-Service-Anbietern gespeicherten Daten auf Festplatten abgelegt.

„Die Umfrageergebnisse deuten insgesamt auf einen bevorstehenden Anstieg der Nachfrage nach Datenspeicherung hin, wobei Festplatten als klare Gewinner hervorgehen“, verdeutlicht Roger Entner, Gründer und leitender Analyst von Recon Analytics. „Da die befragten Führungskräfte planen, immer mehr ihrer KI-generierten Daten in der Cloud zu speichern, werden Cloud-Dienstleister von einer zweiten Wachstumswelle profitieren“, ergänzt er.

KI bereits häufig im Einsatz

Weitere Studienergebnisse zeigen, dass KI bereits bei 72 Prozent aller Befragten im Einsatz ist. Ein Großteil dieser Unternehmen (90 Prozent) ist davon überzeugt, dass längere Datenspeicherung die Qualität der KI-Ergebnisse erheblich verbessert. 88 Prozent sind sich zudem sicher, dass die Einführung von „Trustworthy AI“ den Bedarf an langfristiger Datenspeicherung erhöhen wird. Grundsätzlich wird Storage als zweitwichtigste Komponente der KI-Infrastruktur betrachtet und nur vom Bereich Sicherheit überholt. Danach folgen die Segmente Datenverwaltung, Netzkapazität, Rechenleistung, Vorschriften, LLM-Viabilität und Energie.

Laut Seagate zeigt die Studie einen klaren Trend auf: Unternehmen speichern Daten länger, um ihre Datenintegrität zu sichern und optimales Training von KI-Modellen zu gewährleisten. „Daher konzentrieren wir uns darauf, die Flächendichte zu erhöhen, um die Speicherkapazität pro Platte in unseren HAMR-basierten Festplatten zu steigern. Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Speicherkapazität pro Platte in den kommenden Jahren mehr als zu verdoppeln“, fasst BS Teh, Chief Commercial Officer von Seagate, die Pläne des Speicherspezialisten zusammen.

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(Bild: Storage-Insider)

Speichermedien begleiten viele Nutzer und Unternehmen im Zusammenhang mit der Datenspeicherung, -verarbeitung, -verbreitung und ihrer obligatorischen Löschung (DSGVO) während ihrer gesamten Nutzung. Sollte man dafür HDDs oder SSDs wählen? Beide haben Vor- und Nachteile.

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