IPO im ersten Quartal Cloud Provider Ionos geht an die Börse

Von Michael Hase

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Jetzt ist es offiziell: Der Hosting und Cloud Provider Ionos geht noch in diesem Quartal an die Frankfurter Börse. Das haben das Unternehmen und seine Gesellschafter, United Internet und Warburg Pincus, heute mitgeteilt.

Achim Weiß, CEO bei Ionos, ist davon überzeugt, der Börsengang werde die Position des Providers als Digitialisierungspartner des Mittelstands stärken.
Achim Weiß, CEO bei Ionos, ist davon überzeugt, der Börsengang werde die Position des Providers als Digitialisierungspartner des Mittelstands stärken.
(Bild: www.christofmattes.com)

Gerüchte über ein Initial Public Offering (IPO) von Ionos gab es seit ein paar Monaten. Jetzt wird es konkret: Der Hosting und Cloud Provider mit Hauptsitz in Montabaur geht noch in diesem Quartal an die Börse. Das haben das Unternehmen und seine beiden Gesellschafter, United Internet und Warburg Pincus, heute bekanntgegeben. Demnach sollen die Aktien von Ionos unter Berücksichtigung des Marktumfelds bis spätestens Ende März an der Frankfurter Börse platziert werden. Auch nach dem IPO wird United Internet weiterhin eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen behalten.

„Der geplante Börsengang markiert ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte von Ionos“, kommentiert Achim Weiß, CEO des Unternehmens, den geplanten Schritt. Dadurch werde sich die Attraktivität der Marke Ionos erhöhen, und die Position des Providers „als führender europäischer Partner für die Digitalisierung von KMU und leistungsfähiger Cloud-Anbieter“ werde gestärkt. Das Cloud-Geschäft, das im Mai 2020 als eigener Geschäftsbereich gelauncht wurde, wächst nach Weiß' Worten schnell und trägt sich inzwischen selbst.

„Nach dem starken Wachstum und der erfolgreichen Entwicklung in den vergangenen Jahren ist ein Börsengang der nächste logische Schritt“, betont Ralph Dommermuth, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Ionos und Vorstandsvorsitzender bei United Internet. Als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen werde der Provider künftig über eine größere Flexibilität verfügen. „Der Börsengang stellt einen wichtigen Meilenstein für Ionos dar, der es dem Unternehmen ermöglichen wird, viele neue Wachstumschancen zu erkunden“, ergänzt René Obermann, Co-Head Europa bei Warburg Pincus und Mitglied des Aufsichtsrats von Ionos. Die New Yorker Private-Equity-Gesellschaft ist seit Ende 2016 mit 33,3 Prozent an dem deutschen Hosting- und Cloud-Spezialisten beteiligt.

Führende Marktposition

Ionos ist der größte europäische Hosting Provider. Das Unternehmen vertreibt seine Angebote in insgesamt 18 Märkten, neben Europa auch in den USA, Kanada und Mexiko. In den Kernmärkten Deutschland, Spanien, Großbritannien, Frankreich und Polen hält es führende Marktpositionen als Nummer eins oder Nummer zwei. Im hiesigen Markt dominiert der Provider das Hosting-Segment mit einen Anteil von 51 Prozent. Ionos beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter und erzielte 2021 einen Umsatz in Höhe von 1,1 Milliarden Euro, von denen zehn Prozent auf das Cloud-Geschäft entfielen.

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