Checkmk erhält in der Version 2.0 eine überarbeitete Benutzeroberfläche und Tribe29 widmete sich beim „größten Update der Firmengeschichte“ auch den Features beim Dashboarding, den Visualisierungsoptionen für Metriken und den Programmierschnittstellen.
Auffälligste Veränderung bei Checkmk 2.0 ist die komplett überarbeitete Benutzeroberfläche.
(Bild: Tribe29)
Tribe29 hat bei Checkmk 2.0 eigenen Angaben zufolge den Fokus auf verbesserte Nutzererfahrung, Cloud und Container gelegt. Trotz vieler neuer Features sei es den Entwicklern gelungen, auch die Performance und die Skalierbarkeit zu verbessern, z.B. sei der Checkmk Micro Core (CMC) der Enterprise Edition optimiert worden. Messungen hätten gezeigt, dass Checkmk 2.0 mit denselben Hardwareressourcen durch die neue Architektur viermal so viele Systeme bei gleichbleibender Performance überwachen kann.
Ebenfalls neu seien zahlreiche offizielle Integrationen, sodass für Checkmk mittlerweile über 1.900 offizielle Monitoring-Plug-ins zur Verfügung stünden. Dazu gehörten u.a. eine verbesserte Überwachung von Public-Cloud-Anbietern wie AWS und Microsoft Azure sowie Verbesserungen bei der Überwachung von Kubernetes. Außerdem habe Tribe29 die Überwachung mit neuen oder verbesserten Plug-ins für Systeme und Applikationen wie Proxmox, Nutanix, Jenkins, Jira, Graylog, Elasticsearch, Couchbase, RabbitMQ, Redis und MongoDB erweitert.
Benutzeroberfläche und Dashboarding
Fokus der Navigation im Monitoring sei ab sofort die Navigationsleiste auf der linken Seite. Eine weitere Sidebar auf der rechten Seite werde künftig hauptsächlich als Statusindikator zum Einsatz kommen. Dazu gebe es eine verbesserte Suchfunktion.
Das Dashboarding sei grundsätzlich überarbeitet und um Optionen zur Datenvisualisierung ergänzt worden. Die Konfiguration von Dashlets sei nun einfacher und Nutzer könnten mit wenigen Klicks Dashboards präzise an ihre Bedürfnisse anpassen. Neu sei außerdem der „Beginner-Modus“, bei dem in den Menüs nur die wichtigsten Features angezeigt würden, um Einsteigern einen leichteren Zugang zu Checkmk zu ermöglichen. Kontextsensitive In-page-Menüs und Bread-Crumbs sollen die Arbeit mit Checkmk effizienter machen und Nutzer schneller ans Ziel führen.
Container- und Cloud-Überwachung
Tribe29 zufolge baut die neue Version von Checkmk das Kubernetes-Monitoring um Ingresses, Jobs, Endpoints sowie Pod-Zustände aus. Außerdem sei es nun möglich, Kubernetes-Namespaces als ein Host-Präfix zu nutzen.
Mit Checkmk 2.0 stellt Tribe29 auch seine Prometheus-Integration vor. Die Kombination von Prometheus und Checkmk eigne sich dadurch besonders gut für die Zusammenarbeit von DevOps-Teams und IT Operations. Checkmk ermögliche hier eine integrierte Sicht auf den gesamten Stack. Mit cAdvisor, Node_exporter sowie kube-state-metrics seien die wichtigsten Prometheus-Exporter eingebunden. Dabei würden die Metriken in Checkmk nicht einfach nur wiedergegeben, sondern um Kontextinformationen ergänzt, die ein sofortiges Monitoring mit Alarmierung erlauben. Es sei auch möglich, eigene PromQL-Abfragen zu erstellen, die zu Checkmk-Services und -Metriken führen.
Da immer mehr Nutzer ihre AWS-Dienste mit Checkmk überwachen, so Tribe29, komme die Version 2.0 mit Verbesserungen für das Monitoring von ELB, EC2 und RDS. User könnten jetzt AWS-Services wie Glacier, DynamoDB sowie die Web Application Firewalls mit Checkmk überwachen. Bei der Microsoft Azure Cloud sei das Monitoring des Dienstes „Active Directory Connect“ möglich.
Check-API und REST-API
Aufgrund der neuen Check-API könnten Check-Plug-ins leichter erstellt, getestet und betrieben werden. Das neue Design mache die Entwicklung eigener Plug-ins konsistenter, besser dokumentierbar und erleichtere deren Wartung. Zudem bringe die neue API weitere kleinere Verbesserungen mit sich, z.B. Cluster-Kompatibilität. Die bis zur Version 1.6 genutzten Schnittstellen würden aber weiterhin unterstützt, sodass keine Migration notwendig sei.
Die neu entwickelte REST-API verbessere die Automatisierungsmöglichkeiten von Checkmk und ermögliche die Nutzung von zahlreichen Checkmk-Funktionen über die Schnittstelle. Beispielsweise könne die neue API den Status von Hosts und Services abfragen oder geplante Wartungszeiten erstellen und darüber hinaus die komplette Konfiguration und Abfrage der Business Intelligence von Checkmk erlauben.
Raw und Managed Service Edition
Mit der Version 2.0 ersetzt das HTML5-Graphing aus der Enterprise Edition die PNP4Nagios-Graphen in der Raw Edition, so Tribe29. Zusätzlich sei die Grafana-Integration der Enterprise Edition jetzt auch in der Raw Edition verfügbar. Die Enterprise Edition biete jedoch weiterhin noch zahlreiche zusätzliche Funktionen und Visualisierungsmöglichkeiten beim Graphing und Dashboarding.
Stand: 08.12.2025
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In der Managed Service Edition seien neue Reporting-Funktionen verfügbar. Dies ermögliche u.a. das Anlegen von Standardreports für Kunden oder Anpassung von Berichten auf kundenspezifische Layouts.
Network-Flow-Monitoring mit Ntop-Integration
Tribe29 zufolge können ab sofort Flowdaten aus dem Netzwerk-Performance-Monitoring-Werkzeug Ntop in Checkmk eingebunden werden, man müsse deshalb nicht mehr zwischen den Benutzeroberflächen der beiden Tools hin- und herspringen. Durch Analyse der Network-Flows könnten die Nutzer nachvollziehen, wer was, wann und wo im Netzwerk macht und so mögliche Engpässe oder Anomalien in ihrer Netzwerkumgebung erkennen.
Nutzer schneller ans Ziel bringen
Anwender sollen so wenig Aufwand wie möglich beim Monitoring haben – neben den beiden neuen Schnittstellen für die Automatisierung von Prozessen sollen hierfür auch Neuerungen wie Auto-Discovery für Labels sorgen. Hiermit könne Checkmk passende Labels auf Basis der gesammelten Überwachungsdaten für Systeme im Monitoring setzen und Labels dann z.B. nach Betriebssystem oder Gerätetyp automatisch zuordnen.