Übernahme von K-Businesscom Cancom schließt Kooperation mit Quuppa

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Seit November vergangenen Jahres hat Rüdiger Rath nun die Zügel bei Cancom in der Hand. Nach zwei aktuellen strategischen Moves lässt sich erahnen, in welche Richtung der neue Geschäftsführer des IT-Service-Providers will.

Cancom und Quuppa beim Kick-off-Meeting in München(Bild:  Cancom)
Cancom und Quuppa beim Kick-off-Meeting in München
(Bild: Cancom)

Anfang Mai hat der IT-Service-Provider Cancom eine Kooperation mit Quuppa geschlossen. Die RTLS-Technologie (Real Time Location System) des finnischen Anbieters von Echtzeitortungslösungen soll präzise Standortdaten von jeglichen Assets liefern. Mit dieser Datenbasis sollen Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette digitalisiert und in Echtzeit verwaltet werden können.

Die Partnerschaft von Cancom und Quuppa soll Kunden aus allen Industrien ansprechen, die ihre Arbeitsabläufe digitalisieren und automatisieren möchten. Dabei stellt der finnische Anbieter die Technologie bereit und Cancom entwickelt je nach Anforderung und Anwendungsfall ein individuelles Lösungsdesign und integriert die Lösung im Rahmen eines Gesamtlösungskonzepts beim Anwenderunternehmen. Je nach Bedarf übernimmt Cancom anschließend auch den Betrieb und Support der Lösungen. „Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam den Weg für zukünftige Innovationen im IoT- und Data Analytics-Bereich ebnen und unseren Kunden einen noch größeren Mehrwert als bisher bieten können“, kommentiert Sammy Loitto, CEO bei Quuppa, die Zusammenarbeit.

Eingesetzt werden kann die Lösung beispielsweise als

  • Echtzeit-Monitoring der Supply Chain
  • effizientes Management von Bestand und Ladungsträgern
  • Echtzeit Indoor-Tracking von Waren, Personen, Werkzeugen und Transportwegen oder auch In-Store-Analytics.

Wer die Kooperation anhand von Live Demos und Use Cases erleben will, findet Cancom und Quuppa vom 9. bis 12. Mai 2023 bei der Transport Logistic, der Messe für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management, in München.

Cancom übernimmt K-Businesscom

(v. l.) Jochen Borenich und Dr. Franz Semmernegg (K-Businesscom) mit Rüdiger Rath und Thomas Stark (Cancom SE)(Bild:  Cancom)
(v. l.) Jochen Borenich und Dr. Franz Semmernegg (K-Businesscom) mit Rüdiger Rath und Thomas Stark (Cancom SE)
(Bild: Cancom)

Ende April fand bereits ein anderer Zusammenschluss statt: Der österreichische ICT-Lösungsanbieter K-Businesscom wurde Teil der Cancom-Gruppe. „Wir haben lange nach einer Möglichkeit gesucht, die Cancom-Gruppe insbesondere in Österreich und der Schweiz schneller in eine merklich stärkere Marktposition zu bringen als dies durch organisches Wachstum möglich gewesen wäre. Daher haben wir die Chance für eine Zusammenarbeit sofort ergriffen“, freut sich Cancom-CEO Rüdiger Rath.

K-Businesscom erweitert das Angebot der Gruppe um Fähigkeiten in den Bereichen Intelligent Networks, Data und IoT. Zudem bringt der Lösungsanbieter Knowhow als Digital Business Engineer für IT- und Business-Consulting und Software-Entwicklung sowie das KBC Cyber Defense Center mit an Bord. „Das größte Wachstumspotenzial sehen wir bei unseren ICT-Service-Modellen (XaaS), auch insbesondere im Bereich Cyber Security“, kommentiert Franz Semmernegg, CEO bei K-Businesscom.

Geschäftszahlen

Rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt die Cancom-Gruppe derzeit. Im vergangenen Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete das Unternehmen knapp 1,3 Milliarden Euro. Als Rohertrag gibt Cancom 437,9 Millionen Euro an (Vorjahr: 425,3 Mio. Euro). Das EBITDA sank jedoch von 122,3 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 104,9 Millionen Euro 2022. „Das Jahr 2022 wurde insgesamt durch externe Einflüsse stark beeinflusst und wir hatten auch diverse interne Sonderthemen in den Ergebniskennzahlen zu verarbeiten, die nicht aus dem operativen Geschäft kamen“, erläutert Rath.

Das vom hohen Anteil des Servicegeschäfts geprägte Segment Cloud Solutions erreichte einen Umsatz von 287,3 Millionen Euro und damit eine Steigerung von 48,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Bergab ging es dagegen für das Segment IT-Solutions: Nach einem Umsatz von 1.047,3 Millionen Euro im Jahr 2021 weist dieser Bereich für 2022 nur noch einen Umsatz von 1.005,1 Millionen Euro aus.

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