Reseller für kaufmännische Software gesucht Bluesolution kippt 100.000 Adressen für TopKontor in die Partnerlandschaft
Ralf Rüschoff, Geschäftsführer von Bluesolution will in sieben bis acht Jahren Marktführer im Bereich kaufmännischer Handwerks-Software sein. Das ist ein langfristig gestecktes Ziel. Aber gegenwärtig tätigt Rüschoff auch langfristige Investitionen in sein Reseller-Programm.
Anbieter zum Thema
Im Grunde geht die Wirtschaftskrise an seinen Reseller-Partnern vorbei, so Ralf Rüschoff, Geschäftsführer von Bluesolution. Sein Unternehmen vertreibt die kaufmännische Software TopKontor, mit der Handwerksbetriebe von einem bis 100 Mitarbeitern adressiert werden. Natürlich würden auch gegenwärtig Händler das Handtuch werfen, so Rüschoff, „aber nur in dem Maße, in dem dies schon früher der Fall war“. Aktuell verkaufen knapp 300 Fachhändler die TopKontor-Software. Seit der Gründung im Jahr 2001 haben sie über 6.000 Versionen an den Handwerker oder die Handwerkerin gebracht.
Rüschoff, der zuvor beim jetzigen Konkurrenten Sage gearbeitet hat, gibt große Ziele an: In den nächsten sieben bis acht Jahren soll Bluesolution Marktführer im Segment der kaufmännischen Handwerks-Software werden. „Wir werden dafür wie bisher ausschließlich auf den Fachhandel setzen“, so der Unternehmensgründer. Mit sieben Neuinstallationen pro Jahr und Partner sei dieses Ziel erreichbar, kalkuliert der Manager.
Zielgruppen-Datenbank
Ein Schritt in diese Richtung war die Einrichtung einer zentralen Zielgruppen-Datenbank, die mit rund 100.000 aktuellen Adressen von Handwerksbetrieben bestückt wurde und laufend gepflegt wird. Diese werden im Rahmen des Fachhandelsprogramms BAPP (Bluesolution-Aktiv-Partner-Programm) verteilt. Ein entsprechendes Marketing-Paket setzt auf regelmäßige Aktionen, die die Partner abgestimmt mit dem Hersteller durchführen. Grundlage hierfür sind wiederum die 100.000 Adressen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Wer an BAPP teilnimmt, erhält diese Adressen kostenlos und exklusiv für sein Gebiet. Pro Partner liegt deren Anzahl zwischen 200 und 800. „Bisher sind 35.000 Adressen an Partner fest vergeben. 65.000 gehen an die Partner, die sich als nächste melden“, so Rüschoff. Hierbei spielt die regionale Verteilung eine entscheidende Rolle. Bringt der Partner eigene Adressen ein, bleiben diese ihm aber freilich zugeordnet, auch wenn sie außerhalb seines regulären Einzugsgebietes liegen. In gewisser Weise kann also von Gebiets- und Projektschutz gesprochen werden.
Welche Partner bekommen Adressen?

Teilnehmen kann grundsätzlich jeder Fachhändler, der eine Kopierlizenz („Free Licence“) der aktuellen Programmversion von „TopKontor Handwerk“ besitzt. Das Investment hierfür beträgt 12.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Dafür hat der Reseller so etwas wie eine Lizenz-Flatrate in der Hand. Der durchschnittliche Software-Preis pro Installation liegt bei 1.000 bis 1.500 Euro, gibt Rüschoff im Gespräch mit IT-BUSINESS an. Wobei jedes Software-Paket mit einem mindestens einjährigen Pflegevertrag verbunden ist, der sich bei Nicht-Kündigung automatisch verlängert. Hier bewegen sich die Einnahmen zwischen 300 und 400 Euro, die mit dem Hersteller geteilt werden. In der Kalkulation der Endkundenpreise seien die Partner jedoch völlig frei.
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Marketingunterstützung und der aktuellen Partnersuche.
(ID:2040427)