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Online-Bewertungen stützen die Kaufentscheidung Betrug und unerwünschte Werbung beim Online-Shopping

Autor: Sarah Gandorfer

Online-Shopper vertrauen hierzulande in erster Linie auf die Kundenrezensionen anderer Käufer. Dann erst kommen die Empfehlungen von Bekannten. Doch trotz Achtsamkeit kann der Internetkauf im Fiasko enden. So ist jeder Fünfte bereits schon einmal einer Betrugsmasche aufgesessen.

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Vor allem Jüngere schauen, welche Erfahrungen andere Käufer gemacht haben.
Vor allem Jüngere schauen, welche Erfahrungen andere Käufer gemacht haben.
(Bild: Mymemo - stock.adobe.com)

Immer mehr Konsumenten informieren sich durch Kundenbewertungen im Internet, ob das geplante Anschaffungsobjekt oder die Dienstleistung etwas taugen. Bereits für jeden zweiten Online-Käufer (56 %) ist die Rezension eine wichtige Entscheidungshilfe. Bei den Frauen ist mit 62 Prozent dieses Verhalten etwas ausgeprägter als bei den Männern mit 50 Prozent: 66 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 61 Prozent der 30- bis 49-Jährigen geben an, Online-Bewertungen vor dem Kauf zu lesen. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 49 Prozent und bei den über 65-Jährigen 39 Prozent. Das geht aus einer Befragung des Bitkoms hervor.

Preisvergleichsseiten sowie Tipps von Freunden und Familie werden ebenfalls oft herangezogen.
Preisvergleichsseiten sowie Tipps von Freunden und Familie werden ebenfalls oft herangezogen.
(Bild: Bitkom)

Weitere Entscheidungshilfen sind für potenziellen Käufer zudem Preisvergleichsseiten. So gaben 48 Prozent an, solche vor dem Kauf zu nutzen. 41 Prozent setzen auf Tipps, die ihnen Freunde oder Verwandte gegeben haben, 36 Prozent greifen auf Testberichte aus dem Fernsehen, Online- oder Printmedien zurück. Lediglich jeder Vierte (24 %) nutzt die Webseiten der jeweiligen Händler als Entscheidungshilfe. Andere Quellen im Internet werden weniger genutzt. Lediglich 19 Prozent der Online-Shopper lesen Online-Foren oder Blogs zu bestimmten Produkten, bevor sie sich für den Kauf entscheiden. Für 14 Prozent sind soziale Netzwerke eine wichtige Entscheidungshilfe.

Betrug beim Online-Kauf

Der Einkauf im Internet hat möglicherweise auch seine Schattenseiten. Laut dem Digitalverband wurde bereits mehr als jeder fünfte Online-Shopper (23 %) betrogen. 21 Prozent ist dies allerdings bislang nur selten passiert – nur zwei Prozent geben an, bereits häufig einem Betrüger beim Online-Shopping aufgesessen zu sein. Außerdem sagten 13 Prozent aus, dass ihre Bezahldaten im Anschluss an einen Online-Kauf schon einmal missbraucht worden seien. Drei Prozent ist das sogar schon häufiger passiert.

In den meisten Fällen (84 %) beläuft sich die schlechte Erfahrung beim Online-Kauf jedoch rein auf eine verspätete Lieferung. Zwölf Prozent erleben das sogar häufig. Zudem beschweren sich 79 Prozent darüber, nach einem Online-Kauf mit unerwünschter Werbung überhäuft worden zu sein: 34 Prozent haben die Erfahrung nach eigenen Angaben schon häufig gemacht, 45 Prozent selten.

Ein weiteres genanntes Manko, wenn man die Ware vorher nicht in der Hand halten konnte, ist die Enttäuschung, wenn diese nicht der Beschreibung entspricht. 75 Prozent der Befragten ist so etwas schon einmal passiert. Acht Prozent sogar häufiger. Fehlerhafte oder beschädigte Ware haben 73 Prozent der Studienteilnehmer erhalten, darunter 68 Prozent aber immerhin nur selten und fünf Prozent häufig. Auch ein unzureichender Kundenservice ist für mehr als jeden zweiten Online-Shopper (57 Prozent) mitunter ein Ärgernis: 7 Prozent erleben diesen negativen Umstand häufig, 50 Prozent jedoch nur selten.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS