Gesetze und Strategien IT-Sicherheit Bereit für den Fall aller (Spionage-)Fälle?

Von Barbara Gribl 4 min Lesedauer

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Die Abwehr vor Informationsdiebstahl spielt heute eine brisante Rolle. So war sie auch beim „Eset Hauptstadtgipfel 2024“ Gesprächsthema Nummer eins. Das Risiko ausspioniert zu werden, führt zu neuen Strategien, die auch im Channel nach Umsetzung rufen.

Auf der Eset-Partnerkonferenz fokussierte die Agenda unter anderem die Cyberbedrohungslage und die daraus resultierenden Regeln auf gesetzlicher Ebene wie NIS2.  (Bild:  KI-generiert / Canva)
Auf der Eset-Partnerkonferenz fokussierte die Agenda unter anderem die Cyberbedrohungslage und die daraus resultierenden Regeln auf gesetzlicher Ebene wie NIS2.
(Bild: KI-generiert / Canva)

Während des kalten Krieges war Berlin die Hauptstadt der Spionage. Das hat sich ebenso wie die Informations- und Kommunikationstechnologie stark gewandelt. Spionage findet heute vielfach in der digitalen Welt statt. Schließlich zählen Cybervorfälle bei Unternehmen laut Allianz Risk Barometer 2023 zu den Top-2-Geschäftsrisiken.

„Alles rund um ‚Cyber‘ rückte vor allem seit Beginn des Ukraine-Krieges schärfer in den Vordergrund“, erläutert Maik Wetzel, Strategic Business Development Director DACH bei Eset. Auf der Partnerkonferenz DACH von Eset in Berlin mit rund 200 Teilnehmern fokussiert die Agenda die ernste Cyberbedrohungslage in Deutschland und Europa sowie die daraus resultierenden Regeln und Standardisierungen auf gesetzlicher Ebene wie NIS2. Das engere Zusammenrücken sowie strategische Pläne von Eset mit den Partnern standen ebenfalls auf dem Programm.

NIS2 zwingt zum Handeln – Jetzt!

„Die Standardisierungen kommen nicht von ungefähr und das raffiniertere, geplante Vorgehen der Hacker führt dazu, dass nun Regeln auf gesetzlicher Ebene in Europa eingeführt beziehungsweise erweitert werden“, erklärt Wetzel. Allein etwa 40.000 Unternehmen werden in Deutschland direkt von NIS2 betroffen sein, darunter unter anderem „die Zulieferer und grob gesagt all diejenigen, die im Digitalmarkt tätig sind oder eine Cyberversicherung abschließen wollen. Denn auch hier gelten neue Kriterien im Vergleich zu 2016“.

Dabei sollten sich Entscheider den 17. Oktober 2024 dick im Kalender markieren. Denn ab dann gelten jeweils Anwendungspflichten. Nichteinhaltungen haben spürbare Sanktionen zur Folge.

Die NIS2-Richtlinie…

… ist am 16. Januar 2023 in Kraft getreten.
… muss zum 17. Oktober 2024 von betroffenen Unternehmen verpflichtend umgesetzt werden.
… muss von EU-Mitgliedsstaaten bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umgewandelt werden.
Das nationale Recht muss ab 18. Oktober 2024 angewendet werden.

Betroffen sind öffentliche und private Einrichtungen in 18 Sektoren mit entweder mindestens 50 Beschäftigten oder einem Mindestumsatz von 10 Millionen Euro im Jahr. Somit sollte auch der deutsche Mittelstand allmählich „in die Puschen kommen“. Was hat dies mit dem Channel und der Eset-Partnerkonferenz zu tun? „Letztendlich sind es die IT-Dienstleister, sprich auch unsere Partner, die die Maßnahmen zur Erfüllung von NIS2 in die Umsetzungen bringen müssen und zum Teil auch selbst betroffen sind“, führt Wetzel aus. Ob eine Backup-Strategie, eine ausgefeilte Cyberrisikoanalyse, eine sichere Lieferkette oder gewisse Mindestkriterien beim Stand der Technik – Unternehmen und der Channel seien dringend aufgerufen, nun zu handeln.

Letztendlich sind es die IT-Dienstleister, die die Maßnahmen zur Erfüllung von NIS2 in die Umsetzungen bringen müssen.

Maik Wetzel, Strategic Business Development Director DACH bei Eset

Um NIS2-Maßnahmen umzusetzen, können sich IT-Dienstleister zunächst folgende Fragen stellen:

  • Was habe ich für Kunden, wie können wir ins Gespräch kommen und das Thema „anfassen“, also auch die Verantwortung übernehmen?
  • Wo bekommt man Unterstützung?
  • Was muss ich für die Umsetzung tun und welche Pflichten habe ich?
  • Welches Budget ist für die Umsetzungen eingeplant?
  • Habe ich die Ressourcen, die ich brauche?

MDR ist maßgeblich für IT-Sicherheit

„Europa zu einem sicheren Ort zu machen, ist für Eset ein Ansporn“, betont Thorsten Urbanski, Director of Marketing and Communication bei Eset DACH. Seine Kunden zu unterstützen, bedeutet auch, sie fit in Sachen Managed Detection and Response (MDR) zu machen. In diesem Zuge erweiterte Eset das MDR-Angebot und führte einen weiteren Service ein. „Eset MDR“ will Incident Response und moderne Reaktionsfunktionen 24/7 gewährleisten sowie dem Mittelstand effektiver dabei helfen, Cyberbedrohungen zu überwachen, zu erkennen und zu verfolgen. Verfügbar ist der neue Service über Eset-Fachhändler in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Welches Plus bietet Eset MDR?

Es handelt sich um einen KI-gestützten Service, mit dem sich der IT-Sicherheitshersteller nun vor allem auf deutsche KMU fokussiert. Ein spezielles Eset-Team überwacht und prüft die Geschehnisse im jeweiligen System. Die Eset-MDR-Kunden sind an das Eset-eigene Security Information and Event Management Tool (SIEM) angebunden, sodass Bedrohungen erkannt und gestoppt werden können. Der Service ist auf Herausforderungen hybrider Arbeitsumgebungen zugeschnitten. Die Eset-Dienstleistung soll Unternehmen außerdem dabei unterstützen, mögliche Verpflichtungen durch NIS2 zu erfüllen.

Neben dem erweiterten MDR-Serviceangebot will sich Eset auf den Ausbau von Cloud- und Hybrid-Angeboten und Managed Services konzentrieren. Auch ein Wachstum in personeller Hinsicht ist geplant: Seit 1. Januar 2024 ist Julia Dianovska neue Territory Market Managerin für Österreich und ab 1. März 2024 soll es einen neuen Territory Market Manager für die französischsprachige Westschweiz geben.

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Nach der „Stand der Technik“-Kampagne 2023 setzt Eset die Kampagne fort und fokussiert sich in seiner neuen Kampagne auf das Thema „NIS2“. Hier möchte Eset mit Whitepapern, Podcasts, Events und weiteren Materialien Aufklärungsarbeit leisten.

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