Unisys-Outsourcing-Prognose 2009 Beim Outsourcing entscheiden Finanzen, Umwelt, User und Security

Redakteur: Ulrike Ostler

Zunehmender Einfluss der Endanwender, wirtschaftliche Perspektiven, Sicherheitsanforderungen und Umweltaspekte werden 2009 zu den wichtigsten Faktoren bei Outsourcing-Entscheidungen, sagt Larry Guevel, Vice President Strategic Business Planning, Global Outsourcing and Infrastructure Services bei Unisys. Das Unternehmen befragte für die Prognose seine eigenen Kunden.

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IT-Dienstleister und Lösungsanbieter Unisys aus Blue Bell, Pennsylvania, sieht bezüglich des Outsourcing von IT und Telekommunikation im laufenden Jahr folgende Schwerpunkte:

  • Die schwierige Weltwirtschaftslage zwingt Unternehmen mehr denn je, Geschäftsprozesse, Produktivität sowie Rentabilität zu überprüfen und weckt das Interesse an innovativen IT-Management Modellen.
  • Endanwender werden entscheidend beeinflussen, wie Unternehmen Outsourcing einsetzen.
  • Umfangreiche Connectivity-Optionen führen zur Entstehung neuer Managed-Security-Lösungen.
  • Nachhaltige Technologien werden im Zusammenhang mit Outsourcing weiterhin an Bedeutung gewinnen, da auch ihr wirtschaftlicher Nutzen immer sichtbarer wird.

»Unsere Kunden sagen, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre kontinuierliche Überprüfungen und Anpassungen hinsichtlich der Beschaffung und dem Management ihrer IT-Infrastruktur erfordern werden«, so Guevel. »Dabei stehen nicht nur der operative Nutzen und Kostensenkungen im Vordergrund der Überlegungen, sondern auch das Erzielen von Wettbewerbsvorteilen im Markt.«

1. Die schwierige Weltwirtschaftslage

Guevel geht davon aus, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen folgenden Trend unterstützen: Anstatt in eigene IT-Infrastrukturen zu investieren, die ein externer Service Provider pflegt, wird gleich die komplette Plattform inklusive Services beim Service Provider angemietet. IT-Ausgaben schlagen so ausschließlich als Betriebskosten zu Buche und binden langfristig kein Kapital.

Dieser »Plattform as a Service«-Trend wird zu neuen Wegen führen, wie Unternehmen Outsourcing-Services beauftragen. Beispielsweise werden Selbstbedienungsmodelle an Bedeutung gewinnen, mit denen die Endanwender IT-Dienstleistungen direkt über das Web beim Service Provider abrufen. Durch Virtualisierung können Service Provider kosteneffiziente Real-Time-Infrastrukturen aufbauen.

Diese hoch leistungsfähigen Web- und Cloud-Computing-Plattformen ermöglichen es Kunden, auf sich ändernde Geschäftsanforderungen flexibel zu reagieren. Solche Modelle seien insbesondere für Unternehmen interessant, die mit hohen Budgetreduzierungen zu kämpfen haben und neue, kreative Wege bei der Optimierung ihrer IT beschreiten müssten, betont Guevel.

2. Einfluss der Endanwender

Endanwender – insbesondere Vertriebs- oder Service-Mitarbeiter, die direkt mit Kunden zu tun haben, werden immer mehr Einfluss auf IT-Investitionsentscheidungen geltend machen. Sie nutzen privat vermehrt Consumer-Technologie wie beispielsweise Smartphones und wollen diese auch bequem am Arbeitsplatz zur Verfügung haben.

Diese »Consumerisierung« der IT sei eine Herausforderung für Unternehmen und Service Provider, die diese Geräte integrieren und warten müssen. Sie müssen ihre Services in einem Katalogmodell anbieten, aus dem die Endanwender entsprechend ihrer individuellen Anforderungen selbst auswählen können.

»Es geht hier nicht mehr primär um IT-Management und enge, vordefinierte Service Level Agreements, sondern um die Möglichkeiten, die moderne Informations- und Kommunikationstechnologien den Endanwendern im Unternehmen bieten, um deren Produktivität zu erhöhen«, so Guevel.

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