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Tarox und die Cloud
ITB: Ein weiteres, nicht mehr wegzudenkendes Thema ist die Cloud. Auch auf der Messe sieht man auf so manchem Stand ein Werbeschild mit Wolke. Wie stellt sich Tarox hier auf?
Steinkamp: Wir sind hingegangen und haben alle Themen, die man unter dem Begriff Cloud zusammenfassen kann, zu kaufbaren Leistungen aufgearbeitet. Sodass wir in der Lage sind, dem Fachhändler einen Zugang zu diesem Markt zu verschaffen.
ITB: Können Sie mir dazu ein Beispiel nennen?
Steinkamp: Tarox Data umfasst alles, was man mit der Cloud in Verbindung bringt, egal ob es mit Hard- oder Software zu tun hat. Zu diesen Leistungen zählen Infrastructure as a Service, Platform as a Service, Software as a Service, Backup to the Cloud oder auch Mobile Device Management. Wir zeigen auf, welche Mehrwerte ein Systemhaus im Cloud-Modell erbringen kann und wie Tarox möglicherweise helfend unter die Arme greifen kann. Der Fachhändler behält dabei die Abrechnung mit dem Endkunden bei sich. Unser Ziel war es, dem einen oder anderen Partner von uns gewisse Berührungsängste mit der Cloud zu nehmen. Es steht oftmals immer die Frage im Raum, ob der Händler seinen Kunden verliert, wenn er diesen nicht mehr direkt betreut, sondern über Partner in Cloud-Szenarien einbindet, oder wie ist der Zugriff auf meinen Partner, und wie ist meine Verdienstmöglichkeit?
Hier die Impressionen von der Tarox Inside 2013:
ITB: Ist das ein White-Label-Angebot, das der Fachhändler im eigenen Namen verkaufen kann?
Steinkamp: Je nachdem, wie er es verkaufen möchte. Er kann auch gewisse Angebote mit der Marke Tarox nutzen.
ITB: Nachdem Tarox kein eigenes Rechenzentrum betreibt – wo werden diese Cloud-Angebote denn gehostet?
Steinkamp: Das liegt in einem Rechenzentrum in Meschede im Sauerland. Das Rechenzentrum erfüllt natürlich alle Zertifizierungen, die man haben muss.
ITB: Gibt es Überlegungen, ein eigenes Rechenzentrum auf die Beine zu stellen?
Steinkamp: Aktuell sind die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland nur zu einem Viertel ausgelastet. Um etwas Adäquates selbst anbieten zu können, wären die Investitionskosten zu hoch und damit der Return on Investment nicht erreichbar.
ITB: Als wir vergangenes Jahr miteinander sprachen, lag der Fokus von Tarox auf dem OEM-Vertrag mit EMC: Die Tarox-Server wurden in diesem Zusammenhang VSpex-zertifiziert. Wo liegt der Schwerpunkt für das laufende Jahr?
Steinkamp: Da sich das Ganze von der Zertifizierung bis zur finalen Unterschrift aus den USA hingezogen hat, ist es immer noch relevant für 2013. Wir sind erst seit vergangenem November mit dem Thema am Markt. Wichtig ist mir, den Unterschied zu den meisten anderen Anbieter zu betonen: Wir können Hardware, Software und Service kombinieren und wickeln das alles über einen Ansprechpartner ab. Wir können sogar bis auf die Applikationsebene hinuntergehen. Außerdem bekommt der Kunde bei uns genau die Anzahl der virtuellen Maschinen, die er wünscht. Es gibt weder eine Unter- noch eine Überdimensionierung – das gilt aufgrund unserer Zertifizierung ebenfalls für die Hardware.
ITB: Bleibt beim Partnerprogramm künftig alles beim Alten oder gibt es hier Neuerungen?
Steinkamp: Neben den klassischen Partnerverträgen, die wir haben, werden wir zusätzlich noch in Spezial-Partner investieren. Hier geht es darum, für bestimmte Themenbereiche wie Digital Signage oder unsere VSpex-Lösung Kooperationen einzugehen, die das bisherige Konstrukt übersteigen. Derzeit haben wir als höchste Stufe den Premium Partner und diesen wird es demnächst mit Schwerpunkten geben. Wir suchen also in den verschiedenen Regionen Partner, mit denen wir diese Themen angehen wollen und die wir qualifizieren. Es geht hier nicht nur darum, Technik zu verstehen, sondern auch um den richtigen Verkauf.
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