Aktueller Channel Fokus:

Output Management

Beruf des „Chief Digital Officer“ erlebt Hype

Bei der digitalen Transformation die Kontrolle behalten

| Autor: Sarah Gandorfer

In der DACH-Region gibt es mittlerweile 320 CDOs.
In der DACH-Region gibt es mittlerweile 320 CDOs. (Bild: Pixabay / CC0)

Was braucht es, um die Digitalisierungsstrategie eines Unternehmens erfolgreich umzusetzen? Dieser Frage ging die Quadriga Hochschule Berlin nach. Sie empfiehlt, die Key Performance Indicators (KPI) zu definieren und im Auge zu behalten.

Die meisten Unternehmen stecken in irgendeiner Phase der digitalen Transformation. Da jemand die Verantwortung für die Entscheidungen über datenbasierte Geschäfts-Strategien, -Systeme und -Prozesse tragen sollte, hat sich in den vergangenen Jahren das Berufsbild des „Chief Digital Officer“ (CDO) herauskristallisiert. In der DACH-Region gibt es offiziell derzeit 320 CDOs – 2016 waren es erst 120. Weltweit sind über 2.500 CDOs im Einsatz.

Die Hochschule befragte 370 hochrangige Führungskräfte zum Thema Digitalisierung und CDOs. 93 Prozent der Befragten hatte eine Digitalstrategie. Diese liege meist in den Händen des Chefs oder CDOs auf jeden Fall auf der höchsten hierarchischen Ebene.

Was wird gemessen?

Angestrebt wird dabei von 73 Prozent in erster Linie die Digitalisierung von Prozessen, gefolgt von 61 Prozent, die Kundenerlebnisse verbessern wollen. Kostenreduktion und Umsatzwachstum halten sich die Waage und belegen gemeinsam den dritten Platz.

Ob die Strategie schlussendlich verwirklicht wird, hängt unter anderem davon ab, mit welchen Key Performance Indicators (KPI) die Umsetzung gemessen wird. „Einerseits fokussieren viele der Befragten auf die Anzahl optimierter Prozesse und messen Wachstum sowie Kosten. Das Kundenerlebnis selbst wird jedoch selten über KPIs abgebildet. Dann kann aber auch kaum steuernd eingegriffen werden“, erläutert Dr. Christian Gärtner, Professor für Betriebswirtschaft, Digital Transformation & Leadership an der Quadriga Hochschule. Dementsprechend besteht hier Nachholbedarf. Die Erhebung und Nachverfolgung von KPIs ist erfolgsrelevant: Wer keine KPIs misst, hat tendenziell weniger Budget, weniger Mitarbeiter und schneidet in der Gesamtperformance schlechter ab.

Als Top-3 Hürden bei der digitalen Transformation konnten die Forscher folgende ausmachen:

  • die Budgetallokation
  • Kennzahlen und Verantwortlichkeiten
  • Digitales Bewusstsein

Die Studienteilnehmer wurden zudem gefragt, mit welchen Maßnahmen sie ihre Organisation agiler und innovativer machen. Aus den über einhundert Beschreibungen haben die Analysten vier Cluster gebildet:

  • Digitalisierung punktuell sichtbar machen
  • Ziele: harte und weiche Anreize setzen
  • Kommunikation und Top-Management sicherstellen
  • Methoden des agilen Arbeitens einsetzen

Fazit

In der Gesamtschau kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich im Vergleich zu 2017 einiges verbessert hat: Waren die Bemühungen im Vorjahr hinsichtlich einer klaren Digitalagenda noch etwas unkoordiniert, so ist 2018 eine deutliche Fokussierung und Professionalisierung zu erkennen. Allerdings besteht Nachholbedarf in bestimmten Feldern wie der Abbildung des Kundenerlebnisses. Außerdem muss überlegt werden, wie ein Kennzahlen-Reporting aussehen kann, welches nicht rückwärtsgewandt ist. Auch sollten die KPIs veränderbar sein, damit Geschäftsideen, Märkte und Operations von heute und morgen nicht nach der Logik von gestern bewertet werden.

Interessenten erhalten die „CDO-Studie 2018” kostenlos.

Erfolgreich die Digitalisierung meistern

HR-Leadership-Panel 2018 von Rochus Mummert

Erfolgreich die Digitalisierung meistern

18.07.18 - Die Digitalisierung verändert den Markt und erhöht den Druck auf Unternehmen und Mitarbeiter. Eine Studie der Personalberatung Rochus Mummert hat sich mit den Erfolgsfaktoren wirksamer Führung im Zeitalter der Digitalisierung beschäftigt und zeigt, dass sich Unternehmen ranhalten müssen. lesen

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45416499 / Studien)