Laute Nachbarn im Datacenter Bare Metal Cloud gegen „Noisy Neighbours“
Wenn Rechenzentrums-Ressourcen durch andere Nutzer blockiert werden, spricht man vom „Noisy Neighbours“-Effekt. Bei der „Bare-Metal-Cloud“ von Oracle soll das nicht mehr passieren.
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Oracle erweiterte seine Cloud-Angebote in der EU-Region gegen Mitte des Jahres in Deutschland für IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service). Mark Borgmann, Senior Sales Director Northern Europe, Oracle Cloud Platform, erläutert eine Besonderheit der Oracle-Cloud, nämlich die Lösung des so genannten Laute-Nachbarn-Effekts: „Oracle hat sich mit der Verbindung der Bare Metal Cloud mit der klassischen Cloud ein eigenes Segment geschaffen.“
Virtuelle laute Nachbarn

Beim Bare-Metal-Cloud-Ansatz teilen sich die Kunden ihre Ressourcen nicht mit anderen in einer gemeinsamen Umgebung. So kann ausgeschlossen werden, dass Kunde A nicht alle Ressourcen, die er benötigt, ausschöpfen kann, weil Kunde B (der virtuelle laute Nachbar) gerade unerwartete Lastspitzen fährt und die Ressourcen gebunden hält. „Bei der Oracle Cloud Infrastructure wird der Netzwerk-Traffic auf der NIC (Network Interface Card) separiert, die dem Kunden Ressourcen wie CPUs zuteilt und abtrennt“, sagt Borgmann.
Andere Herangehensweise
Der Traffic wird dabei praktisch schon auf Netzwerkebene verteilt. Der Anbieter vermietet in diesem Zusammenhang so genannte „Oracle Compute Units“ (OCPU). Das sind im Grunde Cores, die für Rechenleistung zur Verfügung stehen. „Mietet der Kunde beispielsweise 36 OCPUs, nutzt aber nur 16, wird der Server entsprechend für den Kunden partitioniert und verfügbar gehalten. Doppelvermietungen und Konkurrenz um virtualisierte Ressourcen gibt es in diesem Modell nicht.“
Die Trennung auf Netzwerkebene führt darüber hinaus zu mehr Sicherheit, zumal Datenbanken hier zu 100 Prozent verschlüsselt werden, so Borgmann.
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