KI-unterstütztes WLAN für bessere Wi-Fi-Konnektivität und -Performance Autonomous Wave Control von Allied Telesis

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Mit Autonomous Wave Control (AWC) bietet Allied Telesis eine Netzwerktechnologie, die die Leistung von Wi-Fi-Netzwerken steigern und den Bereitstellungs- und Betriebsaufwand senken soll. Dazu setzt der Hersteller auf KI und Single-Channel-Architekturen.

Mit seiner neuen Technik "Autonomous Wave Control" (AWC) will Allied Telesis das Management und die Skalierung großer und kleiner WLAN-Installationen extrem vereinfachen und gleichzeitig Konnektivität, Durchsatz und User Experience entscheidend verbessern.
Mit seiner neuen Technik "Autonomous Wave Control" (AWC) will Allied Telesis das Management und die Skalierung großer und kleiner WLAN-Installationen extrem vereinfachen und gleichzeitig Konnektivität, Durchsatz und User Experience entscheidend verbessern.
(Bild: © xyz+ - stock.adobe.com)

Unter dem Kürzel AWC vermarktet der japanische Hersteller und Anbieter von Netzwerkprodukten und -lösungen Allied Telesis seit kurzem eine interessante und innovative Technologie. AWC steht für Autonomous Wave Control. Aus dem Namen lässt sich ableiten, dass es um eine Form von selbständiger Kontrolle und Optimierung der Funkwellenversorgung geht.

Autonomous Wave Control nutzt Künstliche Intelligenz (KI), um die Performance, Konnektivität und User-Experience in Wi-Fi-Netzwerken zu verbessern und gleichzeitig den Betriebs- und Bereitstellungsaufwand zu senken. KI-Algorithmen analysieren kontinuierlich Funkabdeckung und Interferenzen der drahtlosen Netzwerkumgebung und passen die WLAN-Versorgung automatisch den aktuellen Verhältnissen und den sich verändernden Bandbreitenanforderungen der Anwender an.

Die Vorteile von Autonomous Wave Control sollen vor allem in dynamischen und komplexen WLAN-Umgebungen voll zum Tragen kommen. Im Wesentlichen nennt Allied Telesis folgende Vorteile beim Einsatz von AWC:

  • Verbesserung der WLAN-Konnektivität und -Performance
  • nahtloses Roaming für mobile Endgeräte
  • signifikante Verbesserung der User-Experience in drahtlosen Netzwerken
  • einfacheres Management komplexer, sich dynamisch verändernder WLAN-Umgebungen
  • selbständige Anpassung an die Bandbreitenanforderungen der Nutzer
  • keine Notwendigkeit von zeit- und kostenaufwendigen manuellen WLAN-Site-Surveys
  • Reduzierung des manuellen Aufwands und der Kosten für Bereitstellung, Skalierung und Betrieb der Drahtlosnetzwerke
  • einfache Plug-and-Play-Erweiterung des WLANs

Für diese Vorteile setzt Allied Telesis auf technische Features mit den Bezeichnungen AWC Channel Blanket (AWC-CB), AWC Smart Connect (AWC-SC) und AWC Smart Cluster (AWC-SCL).

Mit AWC Channel Blanket lassen sich Single-Channel-Architekturen und hybride Multi-Channel-/Single-Channel-Architekturen gleichzeitig auf gleicher Hardware betreiben und steuern. AWC Smart Connect bildet ein intelligentes Mesh-Netzwerk mit einfacher Plug-and-Play-Erweiterung, in das sich neue Accesspoint ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand einfügen lassen. AWC Smart Cluster ist für kleinere Installationen mit bis zu fünf Accesspoints vorgesehen. Sie lassen sich ohne Expertenwissen und ohne die Notwendigkeit eines externen Controllers oder zusätzlicher Lizenzen installieren und betreiben.

Prinzipiell ist Autonomous Wave Control auf zwei Arten nutzbar: In größeren Netzwerken und Installationen bis 1.000 Accesspoints ist AWC ein Feature von Vista Manager EX, der Netzwerkmanagementlösung von Allied Telesis für drahtlose und kabelgebundene Netzwerke. In kleineren Netzwerken ist Autonomous Wave Control in das drahtlose Management und in die Geräte-GUI von Switches, Firewalls und VPN-Routern integriert.

Wie funktioniert Autonomous Wave Control?

Um eine optimale Performance, Konnektivität und User-Experience bereitzustellen, analysiert AWC die drahtlose Netzwerkversorgung. Es werden kontinuierlich Funkspektren überwacht und Daten gesammelt. KI-Algorithmen analysieren diese Daten. Sie erkennen Interferenzen oder Versorgungslücken. Auf Basis der Analyseergebnisse optimieren die Accesspoints ihre Drahtloseinstellungen. Die intelligente Technik sorgt dafür, dass jeder einzelne Accesspoint seine Funkkanäle und Funkleistung so anpasst, dass störende Interferenzen reduziert und die Abdeckung und Performance verbessert werden. Die KI-Algorithmen und Echtzeitanalysen der Konnektivität und des Datenflusses optimieren ständig die drahtlose Übertragungsleistung und Netzabdeckung.

Autonomous Wave Control ist eng mit dem Allied Telesis Autonomous Management Framework (AMF) verknüpft. Dadurch vereinfachen sich Bereitstellung, Verwaltung und Betrieb der Wi-Fi-Umgebung. Funktionen wie Auto-Backup, Auto-Upgrade und Auto-Provisioning sind zentralisiert und automatisiert. Allied Telesis spricht in diesem Zusammenhang vom Plug-and-Play- und Zero-Touch-Management.

Grundsätzlich ist AWC auf zwei Arten nutzbar: Zum einen als AWC-Plugin für den Allied Telesis Vista Manager EX, zum anderen in Form von AWC Lite beziehungsweise Vista Manager mini als integrierte Lösung der Management-GUI bestimmter Geräte wie Switches, VPN-Router oder Firewalls. Das AWC-Plugin eignet sich für große Installationen und Enterprise-WLAN-Lösungen mit bis zu tausend Accesspoints und gegebenenfalls mehr. AWC-Lite ist für Drahtlosnetzwerke kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU) oder für Wi-Fi-Netze in Niederlassungen vorgesehen.

Die Enterprise-Lösung mit dem Vista Manager EX zeichnet sich durch Funktionen aus wie:

  • zentralisiertes Management aller Accesspoints über ein intuitives Single-Pane-of-Glas-Interface
  • Visualisierung der Installation und Abdeckung mit 3D- und Heat-Map-Darstellung
  • Monitoring des Wi-Fi-Betriebs inklusive Client-Tracking
  • automatische Performance-Optimierung
  • zeitgesteuerte Updates einzelner oder aller Accesspoints

Der Vista Manager mini bietet nicht die volle Funktionsvielfalt des Vista Manager EX. Er ist in die Geräte-GUI integriert und ermöglicht eine kosteneffiziente Verwaltung und Steuerung der Accesspoints. Bis zu 250 Accesspoints lassen sich auf diese Art managen und steuern. Zu den bereitgestellten Funktionen zählen die Visualisierung der kabelgebundenen und drahtlosen Netzwerkgeräte, eine einfache Wi-Fi-Einrichtung, Anzeige von Heat-Maps und weitere Management- und Monitoring-Funktionen.

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Die erweiterten technischen Features von Autonomous Wave Control

AWC beinhaltet die drei erweiterten technischen Features AWC Channel Blanket (AWC-CB), AWC Smart Connect (AWC-SC) und AWC Smart Cluster (AWC-SCL). Im Folgenden kurze Erläuterungen dieser Features:

AWC Channel Blanket (AWC-CB) für Single-Channel-Architekturen und hybride Lösungen
AWC Channel Blanket ist ein Kernfeature von Autonomous Wave Control. Es soll helfen, die zahlreichen Herausforderungen moderner Wi-Fi-Umgebungen zu meistern. Konkret geht es darum, die typischen Probleme von Multi-Channel-Architekturen zu beseitigen. Single-Channel-Architekturen und hybride Multi-Channel-/Single-Channel-Architekturen lassen sich zu einer Lösung verschmelzen, die das Beste beider Welten und ihre spezifischen Vorteile miteinander verbindet.

Üblicherweise arbeiten Wi-Fi-Installationen bestehend aus mehreren Accesspoints in einer zellbasierten Multi-Channel-Architektur. Sie bilden Mikrozellen und verbinden die Clients jeder Zelle über einen bestimmten Funkkanal mit dem jeweiligen Accesspoint. Benachbarte Funkzellen arbeiten auf verschiedenen Funkkanälen. Die Standorte der Accesspoints und die Funkkanäle werden so gewählt, dass sich gleiche Funkkanäle nicht überlappen und eine gute Abdeckung mit unterschiedlichen Kanälen ohne störende Interferenzen erreicht wird. Für eine optimale Funkversorgung herkömmlicher Wi-Fi-Netze müssen die Gebäude oder Gelände genau vermessen und exakte Kanalkarten erstellt werden.

Unter stabilen Bedingungen mit stationären Endgeräten bieten Multi-Channel-Architekuren eine gute Performance und hohe Bandbreiten. In dynamischen Umgebungen mit vielen mobilen Endgeräten haben Multi-Channel-Architekturen aber oft zu kämpfen. Es treten Interferenzen auf und das Roaming der Endgeräte ist limitiert. Externe Einflüsse wie die Funksignale benachbarter Wi-Fi-Netze oder dynamische Veränderungen des Drahtlosnetzwerks können die Funkversorgung empfindlich stören. Die Channel-Blanket-Architektur bietet eine Single-Channel-Architektur-Lösung, ohne die für Multi-Channel-Architekturen typischen Interferenz- und Roaming-Probleme. Als wichtige Merkmale der Channel-Blanket-Technologie nennt Allied Telesis:

  • Accesspoints arbeiten auf einem einzigen Funkkanal - Interferenzen werden vermieden
  • nahtloses Roaming, zuverlässige Netzabdeckung und stabiler Datenverkehr
  • die Wi-Fi-Umgebung passt sich schnell an Veränderungen an
  • externe Störeinflüsse werden reduziert
  • vereinfachtes Management und niedrigere Betriebskosten
  • vereinfachte Bereitstellung ohne aufwendig zu erstellende Kanalpläne

Aus Sicht der Endgeräte erscheinen bei Single-Channel die APs des Netzwerks wie ein einziger großer Accesspoint. Beim Wechsel zu einem anderen AP nimmt der Client das Roaming gar nicht wahr und die Wi-Fi-Verbindung wird nicht unterbrochen. Um die WLAN-Leistung zu optimieren, werden die Clients mit dem jeweils gerade am besten geeigneten Accesspoint verbunden. Für eine optimale Netzabdeckung passen die Accesspoints ihre Signalstärke automatisch an.

AWC Channel Blanket Accesspoints von Allied Telesis, beispielsweise aus der TQ-Serie, sind hybrid und unterstützen sowohl Multi-Channel als auch Single-Channel. Sie bieten quasi das Beste aus beiden Welten auf einer Hardware. Single-Channel und Multi-Channel-Wi-Fi-Architekturen lassen sich parallel mit gleicher Hardware realisieren und betreiben. Die Kombination verschiedener Kanalarchitekturen ist mit einem einzigen Verwaltungstool managebar. In dichten AP-Umgebungen können zur Kapazitätserhöhung Accesspoints so konfiguriert werden, dass sie mehrere Blanket-Accesspoints gleichzeitig unterstützten. Die Bandbreite der Drahtlosumgebung lässt sich durch einfaches Hinzufügen weiterer Accesspoints erhöhen.

AWC Smart Connect (AWC-SC) für drahtlose Plug-and-Play-Mesh-Netzwerke
Das Feature AWC Smart Connect ermöglicht eine einfache Plug-and-Play-Erweiterung des Wi-Fi-Netzwerks. Es werden smarte Mesh-Netzwerke gebildet, in die sich weitere Accesspoints ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Netzwerkverkabelungen einfügen lassen. Die neu integrierten Accesspoints benötigen keine verkabelte Infrastruktur. Als Merkmale von AWC Smart Connect nennt Allied Telesis:

  • innovative drahtlose Uplink-Verbindungen für Accesspoints
  • Plug-and-Play-Erweiterung drahtloser Netzwerke
  • automatische Optimierung des drahtlosen Durchsatzes
  • Zero-Touch-Bereitstellung von Accesspoints

Mit AWC Smart Connect reduziert sich der Aufwand für die Inbetriebnahme neuer Accesspoints erheblich. Sie lassen sich ohne Notwendigkeit eines Channel-Redesigns oder einer Site Survey drahtlos hinzufügen. Die APs bilden intelligent vermaschte Netze mit Auto-Healing- und Auto-Forming-Funktionen. Es werden automatisch optimale Topologien gebildet, beste Datenübertragungsrouten gefunden und redundante Verbindungswege bereitgestellt. Für die Inbetriebnahme eines neuen APs reicht es aus, ihn an der gewünschten Stelle zu platzieren, seine MAC-Adresse am Controller einzutragen und das Gerät einzuschalten.

AWC Smart Cluster (AWC-SCL) für intelligente Cluster mit bis zu fünf Accesspoints
AWC Smart Connect ist für kleinere Wi-Fi-Installationen mit bis zu fünf Accesspoints vorgesehen. Die Accesspoints bilden ein intelligentes Cluster, ohne dass ein externer Controller oder zusätzliche Lizenzen notwendig sind. Mit AWC Smart Connect lässt sich binnen kürzester Zeit ein intelligentes, sich selbst konfigurierendes Wireless Netzwerk bereitstellen. Für die Installation und das Betreiben des Wi-Fi-Netzes ist kein Expertenwissen notwendig. Die bis zu fünf zu einem Cluster verbundenen Accesspoints verhalten sich für die Clients wie ein einziger, virtueller Accesspoint. Sie unterstützen nahtloses Roaming sowie Multi- und Single-Channel-Architekturen.

Fazit

Mit Autonomous Wave Control bietet Allied Telesis eine innovative und interessante Wi-Fi-Technik. Sie kann helfen, typische Probleme der immer geschäftskritischer werdenden Wi-Fi-Netze zu lösen. Allied Telesis folgt mit AWC einem allgemeinen Trend, Verfahren der künstlichen Intelligenz im WLAN-Umfeld einzusetzen, um die Verfügbarkeit, Netzabdeckung, Performance oder Managebarkeit drahtloser Netzwerke zu verbessern. Auch andere Anbieter professioneller oder privater W-Fi-Lösungen setzen auf KI, um intelligente Wi-Fi-Umgebungen zu schaffen und die Komplexität oder den Aufwand für Administratoren zu reduzieren. Künstliche Intelligenz und Wireless-Netzwerke wachsen durch diese Lösungen immer mehr zusammen. Zu nennen sind beispielsweise Produkte wie Juniper Mist AI, D-Link AI Mesh Optimiser oder Aruba AIOps für einen KI-unterstützten Netzwerkbetrieb.

Selbst wenn der Einsatz von KI im WLAN-Umfeld nicht neu ist und die spezifischen Vor- und Nachteile von Single-Channel- und Multi-Channel-Wi-Fi-Architekturen längst bekannt sind, mit der Kombination von künstlicher Intelligenz, Features wie AWC Channel Blanket, AWC Smart Connect und AWC Smart Cluster, hybriden Single-Channel-/Multi-Channel-Architekturen sowie der Integration in das Allied Telesis Autonomous Management Framework bietet Autonomous Wave Control das Potenzial, die benötigte drahtlose Performance und Konnektivität sowohl für große Enterprise-Netzwerke als auch für kleinere drahtlose Installationen bereitzustellen. Komplexität und Aufwand der Inbetriebnahme, der Skalierung und des Betriebs von WLAN-Umgebungen werden reduziert. Autonomous Wave Control übernimmt im Hintergrund selbständig die Optimierungen dynamischer Umgebungen und macht aufwendige manuelle Anpassungen überflüssig.

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