Executive Summit 2012

Auf der Suche nach den Wertschöpfungstreibern der Zukunft

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Mickey-Mouse-EDV

Genau das fürchtet Herbert Bockers, CEO von Dimension Data, ein wenig in seinem Impuls-Statement: „Das bedeutet die reine Mickey-Mouse-EDV: Alles wird so einfach, dass wir als Systemintegratoren kein Geld daran verdienen.“ Oliver Tuszik, CEO bei Computacenter, findet, dass die Basis-IT-Dienste nicht als wertschöpfend erachtet werden.

Die Frage sei demnach, wie ein IT-Dienstleister dem Geschäftskunden bei Effektivität, Logistik und Engergiesparen helfen kann. „Die IT-Chefs wollen sich nicht um die IT kümmern. Deshalb müssen wir dem Kunden helfen, die IT in die eigenen Rechenzentren oder in die von Google und Co. zu bringen. Das braucht Beratung“, sieht Tuszik durchaus eine Lebensberechtigung für Systemhäuser. „Auch das Thema ‚Bring your own device‘ braucht Beratung.“ Informationstechnik werde künftig anders genutzt als in der Vergangenheit. Unternehmen suchten in ihr den Mehrwert, um ihren Kernkompetenzen in Ruhe nachzugehen.

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Branchenvertreter

Dass Beratung bei der IT gefragt ist, zeigten die Branchenvertreter. So erklärte Hagen Hupperts, Projektleiter PDMS Anästhesie, Charité-Universitätsmedizin Berlin, welche IT-Herausforderungen an einem Universitätsklinikum herrschen. Er gab dabei Einblick in Prozess-, Workflow- und mobile Anwendungsszenarien. Letztere erleichtern Ärzten, Entscheidungen direkt am Bett des Patienten zu treffen, da alle Daten mobil vorhanden sind. Zudem ging er auf In-Memory und Anwendungsfelder speziell an der Charité ein. Aber auch Green IT spielt im Krankenhaus eine Rolle.

Welche Bedeutung die Informationstechnik im Bereich Government hat, legte der sächsische Staatssekretär Dr. Wilfried Bernhardt, in seinem Vortrag „Moderne Bürgerdienste, integrierte Verwaltung, verlässliche Infrastrukturen – Technologien für die öffentliche Verwaltung der Zukunft“ dar. In Sachsen werden bereits testweise so genannte Bürger-Terminals an vielfrequentierten Orten wie auf dem Postamt eingerichtet. Hier kann der Bürger per Videokonferenz mit den möglicherweise weiter entfernten Ämtern in Kontakt treten.

„Der demographische Wandel macht auch vor den Amtssstuben nicht Halt. Auch wir erleben durch Altersabgänge einen Fachkräftemangel“, erläutert Bernhardt zudem. „Entsprechend muss die IT eine Erleichterung der Arbeitsprozesse schaffen, beispielsweise durch elektronische Aktenführung.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie es in der Automobil-Industrie aussieht und was gegen Fachkräftemangel getan wird.

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