Aurora Adaptive Threat Protection Arctic Wolf setzt auf KI-gestützte Prävention am Endpoint

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Arctic Wolf ergänzt bestehende EPP- und EDR-Systeme mit Aurora Adaptive Threat Protection. Die KI soll zusammenhängende Endpoint-Aktivitäten analysieren, Angriffe früher erkennen und schädliche Abläufe automatisch stoppen und rückgängig machen.

Die Endpoint-Security-Lösung Aurora Adaptive Threat Protection von Arctic Wolf nutzt KI, um Angriffe anhand verdächtiger Verhaltensmuster frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Endpoint-Security-Lösung Aurora Adaptive Threat Protection von Arctic Wolf nutzt KI, um Angriffe anhand verdächtiger Verhaltensmuster frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

44 Prozent der Incident-Response-Einsätze von Arctic Wolf entfielen im vergangenen Jahr auf Ransomware. Der Cybersicherheitsanbieter will solche Angriffe künftig früher unterbrechen: Auf dem Security Operations Summit stellte das Unternehmen Aurora Adaptive Threat Protection vor. Die Lösung soll Angriffsabsichten anhand von Aktivitäten auf Endgeräten erkennen, bevor sich eine Attacke vollständig entfaltet.

Angriffsmuster statt einzelner Indikatoren

Viele Angriffe kommen laut Arctic Wolf ohne klassische Schadsoftware aus. Angreifer nutzen demnach auch gestohlene Zugangsdaten und legitime Werkzeuge, um sich in normalen Abläufen zu bewegen. Das erschwert die Erkennung, wenn Sicherheitssysteme vor allem einzelne Indikatoren für eine Kompromittierung (Indicators of Compromise, IoCs) prüfen.

Aurora Adaptive Threat Protection soll deshalb den Zusammenhang zwischen Ereignissen auf einem Endgerät berücksichtigen. Die Lösung erstellt einen kausalen Graphen aus Aktivitäten wie Prozessstarts, Datei- und Registrierungsvorgängen sowie API-Aufrufen. So soll sie erkennen, wenn zunächst unauffällige Aktionen im Verlauf auf ein schädliches Ziel hindeuten.

Dafür wertet die Software nach Angaben des Anbieters Aktivitäten über einen längeren Zeitraum aus. Zum Einsatz kommen agentenbasierte Workflows und ein speziell trainiertes Small Language Model. Wird eine schädliche Absicht festgestellt, soll die Lösung die Aktivität automatisch stoppen und Veränderungen entlang der Angriffskette rückgängig machen.

Ergänzung zu EPP und EDR

Unternehmen müssen ihre vorhandenen Endpoint-Security-Produkte laut Arctic Wolf nicht ersetzen. Die neue Lösung ist für den parallelen Betrieb mit Endpoint Protection (EPP) und Endpoint Detection and Response (EDR) ausgelegt – auch mit Produkten anderer Anbieter. Der zusätzliche Schutz soll damit in bestehende Sicherheitsumgebungen passen.

Der Anbieter verspricht zudem geringe Auswirkungen auf CPU, Arbeitsspeicher und Geräteperformance. Konkrete Messwerte gibt Arctic Wolf allerdings nicht bekannt. Auch die Wirksamkeit der automatischen Rücknahme hängt in der Praxis davon ab, welche Aktivitäten die Lösung erkennt und wie zuverlässig sie legitime von schädlichen Abläufen unterscheidet.

Anbieter verweist auf wachsende Bedrohung

Arctic Wolf beziffert den Umfang gestohlener Zugangsdaten auf schätzungsweise 1,7 Milliarden Datensätze, die Schadsoftware auf 7,4 Millionen infizierten Geräten gesammelt habe. Der Anbieter sieht den Einsatz von KI durch Angreifer als zusätzlichen Beschleunigungsfaktor: Sie könnten damit Aufklärung automatisieren und Angriffe schneller skalieren.

Angreifer benötigen häufig keine Malware mehr, um Schaden anzurichten.

Dan Schiappa, President of Technology and Services bei Arctic Wolf

„Angreifer benötigen häufig keine Malware mehr, um Schaden anzurichten“, sagt Dan Schiappa, President of Technology and Services bei Arctic Wolf. Die Endpoint-Abwehr müsse deshalb früher ansetzen, so seine Argumentation. Die neue Lösung verlagere den Schwerpunkt von der nachträglichen Erkennung auf das Unterbrechen verdächtiger Abläufe.

Aurora Adaptive Threat Protection basiert auf der Aurora Superintelligence Platform. Diese verarbeitet nach Unternehmensangaben wöchentlich mehr als zehn Billionen Sicherheitsereignisse von über 11.000 Kunden, so Arctic Wolf.

Registrierung für die Beta-Phase

Aurora Adaptive Threat Protection ist im Rahmen einer exklusiven Betaphase für Kunden von Arctic Wolf ab sofort verfügbar. Interessenten können sich online für die Teilnahme registrieren.

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