Doppelspitze beim Computerhersteller Aquado komplettiert Vorstand und stellt neue Weichen

Von Mihriban Dincel 4 min Lesedauer

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Eine Doppelspitze leitet künftig den Computerhersteller Aquado. Der Vorstand mit Volker Rühlicke wird um Cedric Rühlicke erweitert. Mit dem neuen Vorstandsmitglied werden neue Weichen gestellt und interne Projekte umgesetzt.

Der neue Aquado-Vorstand mit Cedric und Volker Rühlicke (r.)(Bild:  Vogel IT-Medien)
Der neue Aquado-Vorstand mit Cedric und Volker Rühlicke (r.)
(Bild: Vogel IT-Medien)

Der IT-Hersteller für Fachhandel und Systemhäuser aus Ebermannsdorf Aquado hat mit Cedric Rühlicke den Vorstand komplettiert. Volker Rühlicke übernahm zunächst als alleiniger Vorstandsvorsitzender die Leitung des Unternehmens, nachdem Firmengründer Frank Rühlicke 2020 verstarb. Da zwei Köpfe aber bekanntlich mehr hervorbringen als nur einer, tritt nun Cedric Rühlicke die Nachfolge seines Vaters Frank an. Volker Rühlicke schätzt diese neue Kombination. „Erfahrung – frische neue Ideen“ Kollisionsspunkte gebe es keine.

„Mit dem Vertrieb stimme ich häufig ab, welche neuen Ideen es aus der Community gibt und was man bei uns umsetzen könnte“, erklärt Cedric Rühlicke. Sein Vorstands-Kollege bremse ihn in seinen Vorstellungen nicht, zeige aber gegebenenfalls mal andere Wege für die Umsetzung auf. Dabei kann auch Cedric Rühlicke einiges an Erfahrung vorweisen. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung als Anwendungsentwickler bei Aquado. Anschließend wechselte er als Database-Administrator nach Würzburg, bevor er als Java/C#-Entwickler in Regensburg arbeitete. „So habe ich schön durch die Palette durchsehen können, wie es in großen und sehr kleinen Unternehmen läuft und wie es in der Mitte bei uns laufen würde. Hätte ich diese Erfahrung nicht mitgenommen, würde mir vieles fehlen“, gesteht er.

Interne Projekte

Mit einem neu aufgestellten Vorstand gehen auch Veränderungen einher. Dem Unternehmen, das ausschließlich auf den Channel und die Zusammenarbeit mit Fachhändlern setzt, steht ein großes internes Projekt bevor: die Ummünzung des Warenwirtschaftssystems. „Wir wollen am Ball bleiben, neue Funktionen mit einbringen und testen intern auch einmal verschiedene Dinge, die am Ende unsere Prozesse vereinfachen. Die Mitarbeiter nehmen wir bei diesem Prozess immer mit“, erklärt Cedric Rühlicke. Den damit verbundenen Aufwand kennt Volker Rühlicke genau. Denn letztlich ist die Funktionalität entscheidend, für Aquado selbst, aber ebenso für die Fachhändler. Wichtig sei es, Fachhändlern den Service zu bieten, der ihnen die Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen ermöglicht. Und jeder Partner werde dabei gleich behandelt, ob kleines oder großes Unternehmen, ob Neu- oder Stammkunde. „Wir wollen die Kleinen mitziehen. Das hängt sicher mit unserer Unternehmensgeschichte zusammen“, begründet Volker Rühlicke. Frank Rühlicke selbst startete vor vielen Jahren mit einem kleinen PC-Geschäft.

Vor-Ort-Service Next Business Day

Und die Fachhandelspartner spielen eine zentrale Rolle bei Aquado, nicht nur aufgrund des ausschließlichen Channel-Handels. Optional bietet Aquado beim Hardware-Kauf nämlich als schnellere Alternative zum serienmäßigen Pickup and Return Service, deutschlandweit bis zu fünf Jahre den Vor-Ort-Service Next Business Day. Hierbei meldet der Fachhändler oder das Systemhaus, im Falle eines Defekts die Geräte-Seriennummer telefonisch bis 16 Uhr an die Aquado Hotline. Lässt sich die Funktionsstörung nicht telefonisch lösen, erfolgt der Versand der Ersatzteile oder eines Austauschgerätes, zum Zielort per Express Paket. Bereits am nächsten Arbeitstag wird der Service von einem Aquado Dienstleister oder Service Partner ausgeführt, der dafür vom Hersteller eine Aufwandspauschale erhält. So entstehen nur kurze Ausfallzeiten und der Kunde kann so schnell wie möglich weiterarbeiten, ohne sich auf ein anderes Gerät einstellen zu müssen. Dabei gibt es beim Hardwarehersteller kein Programm oder Punktesystem. Jeder Partner, der mit seiner Expertise und Fachwissen überzeugt, kann Service Partner werden. Geräte- und Lieferqualität würden aber stetig optimiert, um Servicefälle möglichst zu vermeiden. „Da die Rückvergütungspauschale nah an den Kosten des Vor-Ort-Service an sich ist, ist das für uns nochmal ein Ansporn, ein Qualitätsanspruch. Wenn etwas erst gar nicht kaputt geht, ist das vorteilhafter für uns“, erklärt Cedric Rühlicke. Die defekten Geräte „werden von uns überarbeitet, Teile ausgetauscht und wenn sie unseren Qualitätsanspruch erfüllen, kommen sie wieder in den Vor-Ort-Service-Gerätekreislauf“, erläutert Volker Rühlicke das System. Sind die Geräte hingegen nicht mehr zu retten, werden sie als Ausschlachtmodell verwendet.

Ein Überblick über einen Teil der Aquado-Räumlichkeiten (Bild:  Vogel IT-Medien)
Ein Überblick über einen Teil der Aquado-Räumlichkeiten
(Bild: Vogel IT-Medien)

Grüner wirtschaften

Neben dem Vor-Ort-Service-Gerätekreislauf macht sich Aquado weitere Gedanken für mehr Nachhaltigkeit. Unter anderem wurde eine Photovoltaik-Anlage auf dem Firmendach installiert, die 2,5-fach so viel Strom generiert, wie das Unternehmen benötigt. Auf diesen Zahlen ruht man sich aber nicht aus. So fahren beispielsweise die Testsysteme automatisch runter, sobald sie fertig sind. Bei Verpackungen werde darauf geachtet, nicht immer neue Kartonagen, sondern auch Verpackungen aus vorheriger Lieferung weiter oder wieder zu verwenden. „Wir können nicht alles 100 Prozent nachhaltig machen, aber solange die Option da ist, nutzen wir sie“, sagt Cedric Rühlicke.

Künstliche Intelligenz bei Aquado

Welches Unternehmen beschäftigt es gerade nicht: Künstliche Intelligenz. So erleben KI-PCs und -Notebooks aktuell einen Hype. Die Nachfrage danach wird höchstwahrscheinlich auch in den nächsten Jahren weiter steigen. So sagt eine Prognose von IDC einen Absatzanstieg im Jahr 2027 auf über 167 Millionen Stück KI-PCs voraus. Zum Vergleich: In diesem Jahr sind es bisher 50 Millionen Stück. Das Support-Ende von Windows 10 legt zudem die Vermutung nahe, dass mehr Unternehmen ihre Notebooks und PCs erneuern und dann gleich auf das Aktuellste, wie KI-Geräte, setzen werden.

Aquado hat zwei Notebooks mit KI gelistet sowie mehrere Desktops. Zwar sei die Nachfrage noch verhalten, Anfragen gäbe es aber bereits. „Wir sind jetzt gerade dabei, Awareness dafür zu schaffen. Es ist uns wichtig den Fachhändlern zu zeigen: Wir bieten KI und werden auch weiter auf diesen Zug aufspringen“, betont Cedric Rühlicke. Jedoch müsse man erst vollkommen von den Produkten überzeugt sein – von ihrer Funktionalität und Qualität. Die Aquado-Chefs sind aber sicher, dass es bei Notebooks und Desktops allein nicht bleiben wird. Auch bei Servern werde KI künftig eine bedeutende Rolle spielen.

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