Wechsel zum Ladestandard USB-C Apples Abschied vom Lightning-Ladekabel

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Apple nimmt Abschied von seinem hauseigenen Ladekabel-Format Lightning und wechselt mit dem neuen iPhone 15 zum Standard USB-C. Bei der Einführung war Lightning ein großer Fortschritt. Doch zuletzt entwickelte sich das Format zu einem politischen Zankapfel.

Mit dem neuen iPhone ändert Apple das Ladekabel-Format. Vom hauseigenen Lightning wechselt Apple zum Standard USB-C. (Bild:  Олексій Остистий - stock.adobe.com)
Mit dem neuen iPhone ändert Apple das Ladekabel-Format. Vom hauseigenen Lightning wechselt Apple zum Standard USB-C.
(Bild: Олексій Остистий - stock.adobe.com)

Im September 2021 machte die EU nach langer und kontroverser Debatte USB-C zum einheitlichen Ladestandard. Langfristig könne dadurch Elektroschrott verhindert werden, weil nur noch ein Kabel für alle Geräte benötigt werde – vom Laptop über Tablet-Computer und Smartphone bis hin zu Kopfhörern und anderen Kleingeräten.

Apple hatte zuvor vergeblich versucht, die EU von ihrem Vorhaben abzubringen. Der iPhone-Hersteller argumentierte, die Politik sollte keine kleinteiligen Vorgaben machen. Der Konzern verwies auf einen ersten Anlauf der EU, den technisch unterlegenen Micro-USB-Anschluss zum Standard zu erheben. Außerdem befürchtete Apple Ärger mit der eigenen Kundschaft, die ihre vorhandenen Lightning-Kabel und anderes Zubehör dann nicht mehr mit neuen Geräten verwenden könnte.

Kein Wort zu den Vorgaben

Bei der eineinhalbstündigen Präsentation der neuen iPhone-Generation am Dienstag auf dem Firmen-Campus in Cupertino nahm sich die für iPhone-Vermarktung zuständige Managerin Kaiann Drance keine zwei Minuten Zeit, um über die fürs Apple-Universum weitreichende Änderung zu sprechen. Sie verwies darauf, dass bereits seit geraumer Zeit MacBook-Laptops und iPad-Tablets mit USB-C geladen werden könnten. Auch könne man damit Daten synchronisieren und Zubehör anschließen. Kein Wort zu den Vorgaben der EU, die aber auch erst in einem Jahr gegriffen hätten.

Hinter den Kulissen hieß es im Apple Park jedoch, es sei richtig gewesen, sich vor Jahren gegen den fummeligen Micro-USB-Standard zur Wehr zu setzen. Inzwischen sei die Zeit aber für einen Wechsel reif. Ob Apple wie zuvor beim Lightning-Kabel auch geeignete USB-C-Kabel in seinem „Made for iPhone“-Programm (MFI) kostenpflichtig zertifizieren wird, steht noch nicht fest. Einen Adapter, der zwischen USB-C und Lightning vermittelt, verkauft Apple für 35 Euro.

Neuerungen und Umwelt im Fokus

Blendet man das Thema USB-C aus, lockte beim Apple-Event vor allem die Präsentation des iPhone 15 Pro. Zudem wurde die neue Version der Computer-Uhr Apple Watch vorgestellt. Beide, sowohl das iPhone 15 Pro als auch die Apple Watch bringen Neuerungen mit.

Einen großen Teil der Präsentation widmete Apple auch Umweltthemen. Managerin Lisa Jackson verkündete, dass neue Apple-Uhren komplett CO2-neutral seien. Außerdem will der Konzern keine neuen Produkte aus Leder mehr einführen. Selbst die im Apple Store verkauften Armbänder des Luxus-Konzerns Hermès bestehen demnach aus Stoff. Auf der eigenen Website bietet Hermès aber weiter auch Armbänder für die Apple-Uhr aus Leder an. Beim iPhone 15 wird das Gehäuse den Angaben zufolge zu 75 Prozent aus Recycling-Aluminium gefertigt. Beim Pro-Modell bestehe das Chassis im Inneren nur aus recyceltem Aluminium. Auch Kobalt in Batterien komme aus dem Recycling.

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