CES 2024 AMD: Desktop-APUs mit KI und Radeon 7600 mit 16 GB VRAM

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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AMD kündigt auf der CES mit der Ryzen-8000G-Serie die ersten Desktop-Prozessoren mit schneller integrierter Radeon-GPU und eigener NPU an. Zudem kommen neue Ryzen-5000-Modelle und die Radeon RX 7600 XT mit auf 16 GB verdoppeltem Grafikspeicher.

Gaming war bei Desktop-PCs mit Prozessorgrafik bisher nur sehr eingeschränkt möglich. Mit den Ryzen-APUs der Serie 8000G will AMD das nun ändern, wenn man sich mit Full-HD-Auflösung begnügt. Für Gaming in QHD-Auflösung soll dagegen die Radeon RX 7600 XT taugen, die AMD ebenfalls in Las Vegas enthüllt.  (Bild:  AMD)
Gaming war bei Desktop-PCs mit Prozessorgrafik bisher nur sehr eingeschränkt möglich. Mit den Ryzen-APUs der Serie 8000G will AMD das nun ändern, wenn man sich mit Full-HD-Auflösung begnügt. Für Gaming in QHD-Auflösung soll dagegen die Radeon RX 7600 XT taugen, die AMD ebenfalls in Las Vegas enthüllt.
(Bild: AMD)

Ein Jahr nach der Vorstellung der ersten AMD-Phoenix-APUs für Notebooks, folgen nun mit den APUs der Ryzen-8000G-Serie die Pendants für Desktop-Rechner. Mit bis zu acht Zen4-Cores und RDNA3-GPU sollen sie die leistungsfähigsten Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit für stationäre PCs sein. Zwei der vier neuen Prozessoren sind zudem noch mit einer integrierten NPU (Neural Processing Unit) ausgerüstet, die einige KI-Aufgaben besonders schnell und effizient erledigt. Die Prozessoren sind für Mainboards mit Sockel AM5 ausgelegt und mit 65 Watt TDP spezifiziert.

Das Topmodell der neuen Serie ist der Ryzen 7 8700G mit acht Zen-4-Cores, 24 MB Cache, Radeon-780M-GPU und Ryzen-AI-NPU. Sie erreicht im Turbo-Boost bis zu 5,1 GHz und soll mit ihren GPU-Cores eine höhere 3D-Leistung beim Full-HD-Gaming liefern, als ein Intel Core i5-13400F in Kombination mit einer Nvidia-Geforce-GTX-1650-Grafikkarte. Mit sechs Zen-4-Cores, einer Radeon-760M-GPU mit acht Cores und ebenfalls einer NPU wartet der AMD Ryzen 5 8600G auf. Diese beiden APUs entsprechen bis auf den Sockel und die höhere TDP den zu Jahresende vorgestellten AMD-Mobilprozessoren der Serie 8040 (Hawk Point) mit schnellerer NPU als bei den ersten Phoenix-Prozessoren der Serie 7040. Auf der CES sind auch erste Notebooks mit Hawk-Point-Prozessor zu sehen.

Ohne NPU müssen die beiden kleineren APU-Modelle auf Phoenix-2-Basis auskommen, die AMD in Las Vegas präsentiert. Beim Ryzen 5 8500G mit sechs CPU-Kernen sowie dem Ryzen 3 8300G mit vier Cores nutzt AMD eine Kombination aus Zen-4- und kleineren Zen-4C-Cores sowie eine Radeon-740M-GPU mit vier Kernen. Die Prozessoren sollen ab 31. Januar 2024 verfügbar sein. Der 8700G soll für Endkunden 329 US-Dollar kosten, für den 8600G und den 8500G werden 229 beziehungsweise 179 US-Dollar fällig. Euro-Preise gibt AMD nicht an. Der Ryzen 3 8300G soll ausschließlich an Systemintegratoren gehen.

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Nachschub für Sockel AM4

Als Upgrade-Option für Desktop-Rechner mit Sockel-AM4-Mainboard stellt AMD zudem eine Reihe von vier neuen Ryzen-5000-Prozessoren mit Zen-3-Architektur vor. Der Ryzen 7 5700X3D soll mit acht Cores, bis zu 4,1 GHz Boost-Takt und insgesamt 100 MB Cache durch den zusätzlichen 3D-V-Cache vor allem Gamer ansprechen. Er soll mit 249 US-Dollar deutlich günstiger sein, als der etwas höher getaktete Ryzen 7 5800X3D. Die weiteren neuen AM4-Prozessoren sind die CPU Ryzen 7 5700 mit ebenfalls acht Kernen sowie die Hexacore-APUs Ryzen 5 5600GT und 5500GT. Hier sitzt noch eine Radeon-Grafikeinheit mit im Prozessor.

Radeon RX 7600 XT: Günstige Grafikkarten mit 16 GB Speicher

Eine neue Grafikkarte präsentiert AMD ebenfalls auf der CES: Die Radeon RX 7600 XT ist im Prinzip eine Radeon RX 7600 mit etwas höherem Takt und einem auf 16 GB GDDR6 verdoppeltem Speicher. Die Navi-33-GPU mit RDNA3-Architektur ist ebenfalls aus 32 Compute Units mit insgesamt 2.048 Stream-Prozessoren und 32 Raytracing-Beschleunigern aufgebaut und mit 32 MB Infinity Cache ausgestattet. Der verdoppelte Speicher soll allerdings die Radeon-RX-7600-XT-Karten dafür fit machen, manche Spiele auch mit QHD-Auflösung flüssig spielen zu können, vor allem wenn FSR 3 mit Fluid Motion Frames unterstützt wird. Die Leistungsaufnahme klettert allerdings ebenfalls: AMD gibt hier einen TDP-Wert ab 190 Watt an.

Karten kommen nicht von AMD selbst, sondern ab dem 24. Januar von den Board-Partnern Acer, Asrock, Asus, Gigabyte, Powercolor, Sapphire and XFX. Der Startpreis soll bei 329 US-Dollar liegen.

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