Die Dichte an Innovationen und Ankündigungen auf der Agenda würde für mehrere Cloud-Akteure reichen. Aber auf der Konferenz re:Invent 2023 in Las Vegas dreht sich das Geschehen rund um Innovationen aus dem Hause Amazon Web Services.
Auf der AWS re:Invent 2023 in Las Vegas zeigt der Hyperscaler, wo die Cloud-Reise hingeht.
(Bild: AWS)
Auf der derzeit laufenden AWS re:Invent 2023 in Las Vegas geht es heiß her. So schreitet der Konzern unter anderem im Serverless-Segment mit Blick auf Datenbanken und Analysefunktionen voran.
Dabei geht es um die Dienste:
Amazon Aurora Limitless Database
Amazon ElastiCache Serverless
Amazon Redshift Serverless
Außerdem steht eine erweiterte Zusammenarbeit mit Salesforce auf der Agenda.
Abschied vom Datenbank-Flaschenhals
Mit dem Dienst Amazon Aurora Limitless Database kann auf Millionen von Schreibtransaktionen pro Sekunde auf eine AWS-Datenbank skaliert und Petabytes an Daten verwaltet werden. Basierend auf einem zuvor kundenseitig definierten Datenmodell, verteilt die neue Funktionalität Daten und Abfragen automatisch auf mehrere Aurora-Serverless-Instanzen. So ist keine benutzerdefinierte Software für die Verteilung von Anfragen über mehrere Datenbanken nötig und Flaschenhälse beim Schreiben werden vermieden. Wenn die Rechen- oder Speicheranforderungen steigen, skaliert Aurora Limitless Database die Ressourcen automatisch vertikal und horizontal. Wartungsarbeiten und Änderungen können in einer einzigen Datenbank vorgenommen und automatisch auf alle Instanzen übertragen werden.
Elastischer Cache mit ElastiCache Serverless
Mit Amazon ElastiCache Serverless können AWS-Nutzer jetzt einen hochverfügbaren Cache im Datenbankumfeld in weniger als einer Minute bereitstellen, ohne sich um Infrastruktur oder Konfiguration zu kümmern, serverless, also. ElastiCache Serverless überwacht die Rechen-, Speicher- und Netzwerkauslastung eines Cache kontinuierlich, um sofort vertikal und horizontal skalieren zu können.Der elastische, serverlose Cache repliziert Daten automatisch über mehrere Verfügbarkeitszonen. Kunden zahlen bei AWS nur für die Daten, die sie speichern und die Rechenleistung, die ihre Anwendung nutzt. ElastiCache Serverless ist ab sofort in Varianten für Redis und Memcached allgemein verfügbar.
KI erkennt Arbeitslasten
Eine neue Funktionalität für Amazon Redshift Serverless nutzt KI, um Muster in Arbeitslasten entlang von Dimensionen wie Abfragekomplexität, Datengröße und Abfragehäufigkeit zu erlernen, und passt die Kapazität basierend auf diesen dynamischen Mustern kontinuierlich an, um vom Kunden vorgegebene Preis-Leistungs-Ziele zu erreichen. Redshift Serverless passt dabei die Ressourcen auf der Grundlage dieser Arbeitslastmuster auch proaktiv an. Beispielsweise senkt Amazon Redshift Serverless mit KI-gesteuerter Skalierung und Optimierung automatisch die Kapazität während des Tages, um Dashboard-Arbeitslasten zu bewältigen, fügt aber bei Bedarf genau die richtige Menge an erforderlicher Kapazität hinzu, wenn eine komplexe Abfrage verarbeitet werden muss. Über Nacht erhöht das System dann wieder proaktiv die Kapazität, um große Datenverarbeitungsaufgaben ohne manuelle Eingriffe zu unterstützen. Aufbauend auf den bestehenden Selbstoptimierungsfunktionen misst und passt der Dienst automatisch Ressourcen an und führt eine Kosten-Nutzen-Analyse durch, um die beste Optimierung für eine bestimmte Arbeitslast zu priorisieren. Nutzer können ihre eigenen Preis-Leistungs-Ziele in der AWS-Konsole festlegen und dabei zwischen Kosten und Leistung optimieren. Dieser Dienst ist als Preview-Version verfügbar.
Schulterschluss zwischen Salesforce und AWS
Mit einer erweiterten Partnerschaft zwischen Salesforce und AWS können einfacher KI-Apps erstellt werden. Dabei spielt der Zugriff auf Salesforce-Produkte auf dem AWS Marketplace eine zentrale Rolle.
Teil der strategischen Partnerschaft ist die Vertiefung von Produktintegrationen in den Bereichen Daten und künstliche Intelligenz (KI), zudem erstmalig das Angebot ausgewählter Salesforce-Produkte auf dem AWS-Marketplace. Die Kooperation mit AWS umfasst den AWS-Marketplace, einheitliches Datenmanagement sowie Daten und KI-Funktionen für die Einstein-1-Plattform von Salesforce sowie weitere Anknüpfungspunkte.
Salesforce-Produkte auf dem AWS-Marktplatz
So werden erstmals ausgewählte Salesforce-Produkte auf dem AWS Marketplace angeboten, um Kunden die Beschaffung sowie Verwaltung dieser zu vereinfachen. Zum Angebot zählen unter anderem:
Data Cloud,
Service Cloud,
Sales Cloud,
Industry Clouds,
Tableau,
MuleSoft, Platform und
Heroku.
Für 2024 ist eine Ausweitung auf weitere Produkte geplant.
Einheitliche Datenbasis
AWS und Salesforce machen Data Cloud zu einer umfassenden, flexiblen und sicheren Software-as-a-Service (SaaS)-Datenplattform für ihre Kunden. Dank der neuen Zero-ETL-Integrationen (Extrahieren, Transformieren und Laden) müssen Kunden dabei nach Angaben von AWS keine eigenen ETL-Pipelines zwischen Data Cloud und AWS-Datenservices erstellen. So können sie all ihre Daten einfach und nahtlos zusammenführen. Darüber hinaus können Kunden ihren eigenen Code für Datenverarbeitungsaufgaben – wie komplexe Transformationen, Calculated Insights, Daten-Trigger oder benutzerdefinierte Funktionen – sicher innerhalb von Data Cloud ausführen, auf Basis von AWS-Computing-Diensten wie Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2), Amazon Elastic Kubernetes Service (Amazon EKS) und AWS Lambda.
Stand: 08.12.2025
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Daten und KI für die Einstein-1-Plattform
AWS-Nutzer können neue Lösungen wie Salesforce Prompt Builder, einem Teil des Einstein Copilot Studio, verwenden, um benutzerdefinierte Prompt-Vorlagen für KIs auf Basis ihrer eigenen Daten zu erstellen. Sie können benutzerdefinierte Prompt-Vorlagen an ihre bevorzugten Foundation Models (FMs) senden – darunter auch führende Modelle, die auf Amazon Bedrock gehostet werden. Dies ermöglicht Kunden die sichere Nutzung von Techniken wie Retrieval-Augmented Generation (RAG) mit Modellen von führenden KI-Unternehmen wie AI21 Labs, Amazon, Anthropic, Cohere, Meta und Stability AI. Zusätzlich zum Zugriff auf ihre eigenen FMs durch eine Integration zwischen Data Cloud und Amazon SageMaker können Entwickler über den Einstein Trust Layer vereinfachte Tools zur Feinabstimmung von FMs auf Amazon Bedrock verwenden und Anwendungen auf Basis von generativer KI über die Plattform Salesforce Customer 360 verwirklichen.