Channel Trends + Visions 2013 Also-Chef Möller-Hergt: „Ich bin für Zahlen, Daten, Fakten“
Gustavo Möller-Hergt, CEO der Also Holding, beleuchtete in seiner Keynote auf der Channel Trends + Visions 2013 die Neuausrichtung des Distributors und stellte die bisherigen Erfolge der so genannten More-Strategie heraus.
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Der CEO eröffnete seine Keynote mit Erfolgszahlen: Also habe im vergangenen Jahr die Rohertragsmarge von 6,4 auf 6,6 Prozent erhöht und den Konzerngewinn um 73 Prozent verbessert, betonte Gustavo Möller-Hergt, Chef der Also Holding, zum Auftakt der Messe Channel Trends + Visions 2013 in Bochum. Damit verwies er zugleich auf die ersten Erfolge der so genannten More-Strategie. More steht für Maintain, Optimize, Reinvent und Enhance.
Um das Ergebnis zu verbessern, habe Actebis den Opex, also die operativen Ausgaben, reduzieren müssen. Das sei aber „nicht auf Kosten der Zukunft“ geschehen. Vielmehr habe der Distributor zugleich Unternehmen akquiriert und neues Personal hinzugewonnen. Damit könne Also nun Geschäftsmodelle umsetzen, die vorher so nicht möglich waren. „Wir haben in die Zukunft des Unternehmens investiert“, sagte der Topmanager, der bis zum vergangenen Sommer auch das Also-Geschäft in Deutschland führte.
Impressionen der Channel Trends + Visions 2013:
Tatsächlich mussten im vergangenen Jahr nicht nur Mitarbeiter, sondern auch einige Manager das Unternehmen verlassen. So strich Also in der deutschen Landesgesellschaft die mittlere Ebene der Bereichsleiter. Zugleich stockte der Distributor die Geschäftsführung von zwei auf vier Mitglieder auf. Stefan Klinglmair, Heino Deubner und Matthias Lorz zeichnen seither für die Bereiche Supply (Transactional Business), Solutions beziehungsweise Services verantwortlich. Reiner Schwitzki, bis dahin Co-Geschäftsführer, ist seither Sprecher des Führungsquartetts.
Entzerrung der Geschäftsfelder
Als weitere Erfolgsfaktoren nannte Möller-Hergt in seiner Keynote zum einen die kontinuierliche Anpassung des Produktangebots: „Wir haben den Mix im Portfolio richtig definiert.“ Zum anderen verwies er auf die Entzerrung der Geschäftsfelder. Neben dem Transactional Business, das nach wie vor die Basis bilde, seien Solutions und Services die beiden anderen tragenden Säulen des Distributors.
Die Entzerrung der Geschäftsfelder sei zwingend notwendig gewesen, führte der Holding-Chef aus. Für Solutions und Services benötige man andere Mitarbeiter mit anderen Skills und das richtige Management. Genau das habe der Distributor im vergangenen Jahr umgesetzt. „Wenn man unter dem Umbrella des Transactional Business versucht, das Solutions- und Services-Geschäft zu betreiben, wird man unangenehme Dinge erleben.“
Nach wie vor sei das Transactional Business „sexy“, betonte Möller-Hergt. Erfolg in diesem Geschäftsfeld setze aber Economies of Scale und die Reduzierung von Komplexität voraus. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen werde Also den Fachhandel unterstützen und dafür weiter investieren „Aber Sie müssen auch investieren“, appellierte der Keynote-Speaker an das Fachhandelspublikum in der Bochumer Jahrhunderthalle.
Analytische Fähigkeiten
Darüber hinaus machte Möller-Hergt deutlich, dass er in seinem Management-Ansatz eher auf analytische Fähigkeiten vertraut anstatt auf Intuition. Deshalb habe Also unter anderem Business-Intelligence-Tools und die Echzeit-Analyse-Appliance SAP-Hana eingeführt. „Ich bin mehr für ZDF – Zahlen, Daten, Fakten – als für ARD – alles rennt drumherum.“ □
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