Gebraucht-IT verkaufen Acer kauft herstellerunabhängig Altgeräte und lässt Cash-Back springen

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Aus dem Blickwinkel des Umweltschutzes sind Abwrackprämien eine Farce. Statt den Produktlebenszyklus zu verkürzen, sollten Altgeräte möglichst lange eingesetzt werden, bevor sie recycelt werden. Acer belohnt nun Fachhändler, die Altgeräte an einen Wiedervermarkter abgeben.

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Schon im Jahr 2010 hat man bei der deutschen Acer-Niederlassung ein Trade-In-Programm für IT-Altgeräte aus der Taufe gehoben. Der taiwanesische Hersteller kümmert sich hierbei um die Verwertung und die Entsorgung von alten Elektronikprodukten. Registrierte Acer-Partner haben hier eine Möglichkeit, alte Hardware (Displays, PC-Systeme und Notebooks), beispielsweise aus Migrationsprojekten abzugeben. Acer kauft Altgeräte im Rahmen dieses Programms unabhängig vom jeweiligen Hersteller.

Abgewickelt wird das über eine Projektdatenbank. Die Hardware-Rücknahmen verwandeln sich über diesen Weg in Vergütungen, deren Höhe von einem vorher kalkulierten Restwert der eingesendeten Produkte abhängen.

Trade-In mit Cash-Back

Diese so genannte Trade-In-Plattform innerhalb des Partner-Portals von Acer wurde nun rundum erneuert und um eine Cash-Back-Aktion erweitert: In Verbindung mit dem Trade-In-Programm für funktionierende Altgeräte bietet Acer bis zum 15. Juni 2011 für zwei Monate zusätzliches Cash-Back. Werden im Rahmen eines Projektes nicht nur Acer-Geräte gekauft, sondern auch alte Hardware zurückgegeben, winkt der Extra-Bonus in Höhe von jeweils 30 Euro (netto) für jedes gekaufte Acer-Business-Notebook beziehungsweise jeden Business-PC. Es geht also um die Sub-Brands Travelmate, Extensa und Veriton. Diesen Bonus gibt es zusätzlich zum regulären Cash-Back und zur Gebraucht-Hardware-Rückvergütung. Insgesamt können pro Projekt maximal 100 Notebooks und Desktop-PCs für eine Vergütung angerechnet werden.

Kalkulator und Versand-Label

Das überarbeitete Trade-In-Portal beinhaltet einen Online-Kalkulator für die Altgeräte-Rückgabe und zudem die Möglichkeit, ein kostenloses Versandetikett auszudrucken. Fachhändler müssen die Altgeräte also nur noch verpacken, das Label mit dem bereits bezahlten Porto aufkleben und das Paket mit der Post versenden.

Bei größeren Stückzahlen kann als zusätzlicher Service auch die Abholung auf Palettenbasis beauftragt werden. Kurze Zeit später – so verspricht es zumindest Acer – wird die Vergütung dann auf das vorab angegebene Konto gutgeschrieben.

Kooperationspartner Dataserv

Doch was will Acer mit gebrauchten Rechnern von Herstellern jeglicher Couleur? Der Hersteller kooperiert in diesem Zusammenhang mit der Dataserv GmbH, einem Dienstleistungsunternehmen, das seit 1992 als Wiedervermarkter von gebrauchten PC-Systemen, Monitoren und Notebooks arbeitet. Dataserv kümmert sich dabei um die komplette Projektabwicklung – von der optionalen Abholung bis hin zur Abrechnung. Acer-Partner können über die Kooperation zudem erweiterte Services in ihr Portfolio aufnehmen, darunter beispielsweise das BSI-konforme Löschen von Festplatteninhalten und Passwörtern.

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