Cisco Expo etabliert sich endgültig als feste Größe im IT-Veranstaltungskalender

ABC-Transformation und Green IT locken über 3.500 Besucher nach Berlin

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Grüne Basis, grüne Themen

Zwar werden Produkte von Cisco im Markt erst auf Platz vier hinter HP, IBM und Dell als besonders „grün“ angesehen – wie eine Studie der Experton Group belegt – doch das nachhaltige Engagement von Cisco in diesem Bereich, werden das amerikanische Unternehmen in dieser Hinsicht sicher bald nach vorne bringen. Denn schließlich waren die weiter dringend notwendige CO2-Reduktion im IT-Umfeld und damit die Senkung des Energieverbrauchs von IT insgesamt nicht nur Themen zahlreicher Vorträge, sondern auf der insgesamt CO2-neutralen Veranstaltung überall zu finden. So verzichteten Cisco und alle Partner auf der Expo erstmal komplett auf Papier, bezuschussten die Anreise der Gäste mit der Bahn, und finanzieren jetzt ein Umweltschutzprojekt, das die dennoch durch die Expo verursachte CO2-Belastung ausgleicht.

Omnipräsent: Telepresence

Aber auch die Energie- und CO2-Einsparpotenziale jenseits der Technik in Routern, Switches und VoIP-Phones war in Form der imposanten Telepresence-Technologie Gegenstand der Expo-Themen. In ausgedehnten Sessions, in denen via Telepresence ein virtueller Umwelt-Roundtable mit Teilnehmern an unterschiedlichen Standorten initiiert wurde, konnten sich die Besucher der Expo eingehend über das neue System informieren – von dem die Geschäftsleitung der Media-Saturn Holding als einer der ersten Kunden übrigens nach einem Live-Erlebnis spontan 15 Systeme bestellte.

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Dabei schlägt Telepresence, mit dem jetzt auch über Unternehmensgrenzen hinaus Meetings initiiert werden können, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: durch eine deutlich reduzierte Reisetätigkeit der Benutzer sinken der CO2-Ausstoß und die Reisekosten und es entfallen unproduktive Reisezeiten. Außerdem trägt das System zu einer besseren Work-Life-Balance der Nutzer bei und es ermöglicht nun auch Mitarbeitern, die für ein Meeting keine Reisegenehmigung erhalten hätte, den spontanen und direkten Austausch mit weit entfernten Kollegen.

Dr. Ulrich Schwenn vom Max-Planck-Institut in München bringt gerade diesen Aspekt in einer der zahlreichen virtuellen Roundtables mit treffenden Worten auf den Punkt: „Früher war es ein Statussymbol, auf Geschäftsreise gehen zu dürfen und wurde von jedem geliebt – heute ist es ein Staussymbol, Geschäftsreisen durch Videokonferenzen ersetzen zu dürfen bzw. Videokonferenzen im täglichen Workflow regelmäßig zu nutzen“.

Viel Neues in 12 bis 18 Monaten

Zudem kündigte Cisco auf der Expo fast beiläufig an, in den kommenden 12 bis 18 Monaten zahreiche Technologien und Produkte vorzustellen bzw. eingeführte Produkte so zu überarbeiten, dass diese die Benutzer im täglichen Business weiter unterstützen. So wird bspw. ein UCC-Portal (Unified Communications & Collaboration) künftig als Meta-Arbeitsoberfläche dienen, in die nach Mesh-Prinzip alle relevanten Applikationen der täglichen Arbeit einfach eingeblendet werden können. Zudem erhalten alle Endanwender-Produkte eine neue Bedienoberfläche, die es erlauben soll, sämtliche Funktionen und Komfortmerkmale mit einem bzw. maximal zwei Klicks bzw. Tastendrücken zu erreichen.

So soll mit der neuen Technologie beispielsweise ein GSM-Handy die Annäherung seines Benutzers an das stationäre VoIP-Telefon am Schreibtisch automatisch erkennen und dann über das Display des VoIP-Telefons die Übernahme des Gesprächs mit nur einem Tastendruck ermöglichen. Grundsätzlich sollen alle Geräte mit der Überarbeitung so viel Intelligenz erhalten, dass bei der Auswahl des möglichen Kommunikationsendgeräts immer automatisch das individuell am besten geeignete Gerät die Kommunikation mit einem einzigen Tastedruck aufnehmen kann.

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