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Stepstone „Einkommen minus Miete“

Wo das Verhältnis Mietpreis und Einkommen noch stimmt

| Autor: Heidemarie Schuster

In einigen deutschen Städten bleibt vom Gehalt weniger, da die Mietpreise sehr hoch sind.
In einigen deutschen Städten bleibt vom Gehalt weniger, da die Mietpreise sehr hoch sind. (Bild: Pixabay)

In deutschen Trend-Städten zehren die hohen Mieten die Einkommen für Fach- und Führungskräfte auf. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Analyse der Online-Jobplattform Stepstone und des Immobilienportals Immowelt.de.

Die Mietpreise steigen seit Jahren, aber offenbar nicht unbedingt auch das Gehalt. Das Verhältnis zwischen Durchschnittsgehältern der Jahre 2017 und 2018 und den aktuellen Mietpreisen zeigt: Wer in München, Berlin und Hamburg wohnen und arbeiten will, zahlt dafür einen hohen Preis. München bildet dabei das Extrem: Fach- und Führungskräfte können dort im Schnitt ein Jahresgehalt von 66.800 Euro erwarten. Eine Wohnung mit 80 bis 100 Quadratmeter kostet jedoch auch 1.500 Euro im Monat (18.000 Euro im Jahr). Vom hohen Brutto-Einkommen gehen damit 27 Prozent für die Miete drauf.

Auch in Hamburg und Berlin bleibt nach Abzug der jährlichen Mietkosten verhältnismäßig wenig im Geldbeutel: 24 Prozent (Berlin) beziehungsweise 22 Prozent (Hamburg) des Brutto-Einkommens gehen in den beiden Städten pro Jahr im Schnitt an den Vermieter.

Die traditionell hochpreisige Banker-Stadt Frankfurt am Main landet bei den Mietpreisen hinter München auf Platz 2. Die hohen Gehälter in der Finanzbranche heben das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt aber auf 67.700 Euro und damit auf den höchsten Wert unter den größten deutschen Städten. Für die Miete müssen aber immerhin 21 Prozent eingeplant werden.

Ausgeglichenes Verhältnis

Ein deutlich besseres Verhältnis von Einkommen und Mietpreisen finden Fachkräfte in Dresden und Stuttgart. Zwar trennen diese Städte beim durchschnittlichen Brutto-Jahreseinkommen mehr als 20.000 Euro, gemeinsam ist beiden aber ein Anteil von 19 Prozent für die Miete. In Nürnberg müssen 18 Prozent vom durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt für die Miete eingeplant werden.

„Das Leben in Trend-Städten wie Berlin, Hamburg und München ist begehrt, aber auch sehr teuer“, sagt Immowelt-CEO Carsten Schlabritz. „Arbeitgeber aus mittleren Großstädten mit günstigeren Mieten können diesen Standortfaktor nutzen, um hochqualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.“

Dortmund bietet bestes Verhältnis

Das beste Verhältnis von Gehalt und Mietpreise aller deutschen Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern bietet Dortmund: 580 Euro kostet dort im Median eine Wohnung. Das entspricht einem Wohnkostenanteil von nur 12 Prozent am mittleren Brutto-Einkommen für Fach- und Führungskräfte von 56.200 Euro. Auch in Essen ist das Wohnen günstig: Hier steht einer mittleren Monatsmiete von 590 Euro ein Durchschnittsgehalt von 55.600 Euro gegenüber, ein Anteil von 13 Prozent.

Über die Zahlenerhebung

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den 14 größten deutschen Städten waren 15.100 auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der im 1. Halbjahr 2018 angebotenen Mietwohnungen wieder. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Datenbasis für die Berechnung der Durchschnittsgehälter war der Stepstone-Gehaltsplaner, der auf mehr als 200.000 Datensätzen basiert. Die Gehälter entsprechen dem Durchschnitt der genannten Städte der Jahre 2017 und 2018. Für den Stepstone-Gehaltsplaner haben Jobexperten und Marktforscher einen Algorithmus entwickelt, der auf Basis der wichtigsten Gehaltstreiber, wie zum Beispiel Branche, Tätigkeit und Erfahrung, eine sehr genaue Prognose der persönlichen Gehaltshöhe liefert.

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