Fachliche IT-Intelligenz messen Wie schlau sind Informatiker?

Redakteur: Martin Fryba

Jetzt heißt es für Bewerber in der IT-Branche: Hosen runter! Ein spezieller IQ-Test soll ihre fachlichen Qualitäten aufdecken.

Anbieter zum Thema

Durchgefallen: Bei einem IT-IQ von 78 reicht es nicht einmal zum Content-Sherpa. (Maren Bessler/Pixelio.de)
Durchgefallen: Bei einem IT-IQ von 78 reicht es nicht einmal zum Content-Sherpa. (Maren Bessler/Pixelio.de)

Angesichts des Mangels an Ingenieuren und Informatikern rollen manche Firmen den roten Teppich aus, wenn sich bei ihnen technische Fachkräfte bewerben. Doch nur weil es an qualifiziertem Personal fehlt, wären Firmen falsch beraten, bei Neueinstellungen die Hürden für die Kandidaten sehr niedrig anzusetzen. Schließlich nützt ein Informatiker wenig, wenn er sich gut verkaufen kann und später hauptsächlich durch vorbildliche Inkompetenz auffällt. Ein Test, der Auskunft über die fachliche Intelligenz von IT-Experten gibt, könnte Firmen im Wettbewerb um die besten Köpfe helfen. Das IQ Professionals Institute gibt vor, einen speziellen Quotienten ermitteln zu können, der Aufschluss darüber geben soll, wie schlau Menschen bezüglich ihres fachlichen Know-hows sind.

Fachliches Wissen und Erfahrungen reichten für die immer komplexer werdenden Anforderungen in der IT nicht mehr aus. Vielmehr würden Fähigkeiten, Probleme zu lösen und abstrakt zu denken, immer wichtiger, sagt Marc Warmbier, Strategy Consultant beim IQ Professionals Institute aus Hürth. „Diese fachbezogenen Intelligenzqualitäten ließen sich bisher nicht messen“, sagt Warmbier. Sein Institut hat sich daher mit Wissenschaftlern verschiedener Hochschulen zusammengesetzt und darüber nachgedacht, wie ein spezieller Test konzipiert werden müsste, um den IT-IQ zu messen. Dabei ist eine Methode entwickelt worden, die in Anlehnung an klassische IQ-Tests ein individuell fachliches Intelligenzprofil erstellt.

So schlau wie Bill Gates

Warmbier stellt sich das künftige Prozedere bei der Auswahl des richtigen Kandidaten so vor: Unmittelbar nach Eingang einer Bewerbung lädt der Personalsachbearbeiter den Kandidaten ein, online an einem etwa eineinhalbstündigen IT-IQ-Test teilzunehmen. Die Regelgröße von 100 richtet sich nach dem Mittelwert gewöhnlicher IQ-Tests. Die Personalabteilung kann dann schnell und zuverlässig selektieren. Wie schlau, beziehungsweise für wie schlau sich manche Kandidaten irrtümlich halten, können Teilnehmer über das Portal www.my-it-iq.org erfahren.

Testpersonen mit einem IT-IQ von deutlich weniger als 100 sollten tunlichst über das Ergebnis schweigen. Wer einen Quotienten von 160 erreicht, ist so schlau wie Microsoft-Chef Bill Gates und dürfte problemlos jeden Job bekommen. Bewerber für einen IT-Stelle, die mehr als 200 schaffen, sind in der IT-Branche fehl am Platz. Sie könnten nämlich unseren Nationaldichter Johann Wolfgang von Goethe ablösen, der angeblich einen IQ von 210 hatte. |mf

(ID:32179370)