Künstliche Intelligenz im Tagesgeschäft Wie KI still und heimlich Unternehmen durchdringt

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Potenziell betrifft das Thema KI alle Abteilungen in Unternehmen. Stefan Issing, Presales Director DACH bei IFS, erläutert die Gründe und macht sich Gedanken über mögliche Problemstellungen im Tagesgeschäft, die bei der Qualitätssicherung berücksichtigt werden müssen.

Wenn es um Kalkulationen geht, sitzt die KI künftig stets mit am Schreibtisch.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Wenn es um Kalkulationen geht, sitzt die KI künftig stets mit am Schreibtisch.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Mit analytischer und prädiktive KI beschäftigt man sich schon seit Jahren in der Entwicklung beim ERP-Anbieter IFS, beispielsweise im Segment „Planning & Scheduling Optimization“ oder in Sachen „Predictive Maintenance“. Der große, allgemeine KI-Durchbruch kam mit der sprachlichen Interaktion, vor allem durch ChatGPT. Im Bereich dieser generativen KI haben IFS Labs bereits 2018 ihren ersten Prototypen eines Chatbots vorgestellt, verrät Stefan Issing, Presales Director DACH bei IFS. „Aktuell sehen wir den größten Mehrwert für ERP-Systeme vor allem darin, verschiedene KI-gestützte Automatisierungs-Funktionen über die gesamte Prozesskette hinweg zu kombinieren.“ KI passe so nicht nur einzelne Prozesse an, sondern bewertet, unterstützt und optimiert den gesamten Workflow.

Teil der ERP-Anwendung

Stefan Issing, Presales Director DACH, IFS (Bild:  IFS)
Stefan Issing, Presales Director DACH, IFS
(Bild: IFS)

Bei der KI-gestützten Automatisierung von ERP-Funktionen besteht für IFS ein wichtiger darin, die KI-Funktionen vertikal aufzusetzen. „Das heißt, sie so zu gestalten, dass sie in der Lage sind, sehr spezifische Probleme für bestimmte Branchen zu lösen“, so Issing. Zweitens seien all diese KI-Funktionen tief in die Programme integriert. „KI-generierte Hinweise, Empfehlungen oder Vorhersagen sind ein ganz selbstverständlicher Teil der ERP-Anwendung und werden nicht extern eingespielt. Das erleichtert die Arbeit damit ungemein.“

KI betrifft jede Abteilung

Im operativen Bereich könne das beispielsweise ein intelligenter Assistent für die Erfassung und Abrechnung von Reisekosten sein, für die Vorhersage von Zahlungsverzögerungen, für Cashflow-Prognosen, für die Fertigungsplanung und -optimierung oder für „Planning & Scheduling Optimization“ im Außendienst. Im Vertrieb hilft KI unter anderem bei der Lead-Qualifizierung und -Priorisierung oder beim Erschließen neuer Geschäftsmöglichkeiten. „Praktisch jede Abteilung im Unternehmen profitiert potenziell von Künstlicher Intelligenz“, so der Manager.

Das Problem der KI-Halluzination

Dass Künstliche Intelligenz nicht unfehlbar ist, weiß man indes bei IFS sehr wohl. Das Thema Halluzination sei an dieser Stelle angesprochen. „Wie kann dieses Phänomen bei KI auftreten?“, fragt Issing und erzählt: „Ein Bekannter hat beispielsweise KI beauftragt, ein Essay zu einem historischen Ereignis zu schreiben. Das Ergebnis war stimmig und korrekt formuliert. Leider lagen aber einige Datumsangaben außerhalb der Lebenszeit des ‚Protagonisten‘, sodass das Essay inhaltlich einfach falsch war.“ Dies fiel nur auf, weil sich vorher mit dem Thema beschäftigt wurde. „Was aber passiert, wenn die KI einer Business Software halluziniert und man sich vorher nicht mit der Problemstellung vertraut gemacht hat?“, formuliert der Manager eine Problemstellung, die man bei IFS durchaus ernst nimmt.

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