Im Auftrag von OVHcloud Whitepaper macht europäischen Cloud-Anbietern Mut

Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

KPMG Frankreich hat ein Whitepaper vorgelegt, dass mögliche Entwicklungsszenarien des europäischen Cloud-Marktes bis 2030 skizziert. Im Wesentlichen rechnen die Autoren mit einem Erstarken der europäischen Anbieter sowie der europäischen Datensouveränität.

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KPMG Frankreich rechnet mit einem Erstarken der europäischen Cloud-Anbieter sowie der europäischen Datensouveränität.
KPMG Frankreich rechnet mit einem Erstarken der europäischen Cloud-Anbieter sowie der europäischen Datensouveränität.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Das Paper mit dem Titel „The European Cloud market: key challenges for Europe and five scenarios with major impacts by 2027-2030“ basiert nicht zuletzt auf einer Umfrage sowie Interviews unter Führungskräften deutscher und französischer Unternehmen. Einige der wichtigsten Prognosen lauten:

  • Der europäische Cloud-Markt erweist sich bislang als wenig wettbewerbsintensiv, da er in weiten Teilen von den drei großen US-amerikanischen Hyperscalern AWS, Azure und Google Cloud dominiert wird – im Marktsegment Infrastructure-as-a-Service (IaaS) liegt ihr gemeinsamer Marktanteil beispielsweise bei rund 70 Prozent. Jedoch sollen die europäischen Anbieter in ihren Heimatmärkten allmählich an Bedeutung gewinnen – als Beleg wird angeführt, dass etwa im Bereich IaaS, Platform-as-a-Service (PaaS) und Hosted Private Cloud OVHcloud in Frankreich an dritter und T-Systems in Deutschland an vierter Stelle stehen.
  • Die Stellung europäischer Anbieter werde sich auch verbessern, weil die Anwender auf Datensouveränität größten Wert legten, so das Whitepaper. So hätten 89 Prozent der Befragten Datensouveränität als „wichtiges“ oder „sehr wichtiges“ Kriterium bei der Wahl ihres Cloud-Providers genannt. Auf die Frage, was Datensouveränität für sie ausmacht, seien von den Befragten DSGVO-Konformität (95 Prozent) und der Standort des Rechenzentrums (57 Prozent) als die mit Abstand wichtigsten Aspekte genannt worden.
  • Durch die Einbeziehung eines dichten und vielfältigen Ökosystems von Partnerunternehmen seien die europäischen Cloud-Anbieter in der Lage, ein Service-Portfolio zu bieten, das in seiner Breite und Tiefe durchaus mit jenen der Hyperscaler vergleichbar sei. Die Hyperscaler böten zwar ein umfangreiches Angebot von Services, erzielten den Großteil ihrer Umsätze aber tatsächlich nur mit einigen wenigen davon.

„Für Europa steht viel auf dem Spiel, denn laut der KPMG-Studie könnte der europäische Cloud-Markt bis zum Jahr 2030 zwischen 300 und 500 Milliarden Euro wert sein – also fast das Neunfache seines Wertes im Jahr 2020 – und dabei mehr als 500.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen“, so Falk Weinreich, General Manager Central Europe bei OVHcloud. „Ohne ein entschiedenes Handeln seitens Politik und Wirtschaft läuft Europa Gefahr, bis zur Hälfte seines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einflusses auf diesen Markt verlieren.“

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Dr. Dietmar Müller

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