Das Hausrezept des Hüllhorster Herstellers und Distributors Weshalb Wortmann-Partner mit Services Geld verdienen
Die IT-Branche gilt als schnelllebig, zumindest was Produktzyklen und Preisverfall anbelangt. Häufig dreht sich auch das Personalkarussell mit hoher Taktrate, und insbesondere bei A-Brand-Herstellern können sich Reseller auf den regen Veränderungswillen in Sachen Partnerprogramm verlassen. Service-Konzepte dagegen halten sich meist länger, doch mit einem Dienstleistungsportfolio, bei dem seit nunmehr 13 Jahren wohl Leistungen hinzukamen, aber keine einzige Leistung zurückgenommen wurde, hat das Service-Konzept von Wortmann dennoch Seltenheitswert.
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»Wir nehmen erst dann weitere Leistungen auf, wenn wir sicher sind, dass wir sie auch langfristig erbringen können«, stellt Wortmanns Service-Leiter Christian Claus klar. »Wenig Bürokratie und einfache Strukturen sind uns im Service wichtig« – nicht umsonst nenne sich der Servicekatalog der Wortmann AG »Klartext« und umfasst trotz des umfangreichen Leistungsspektrums nur 16 Seiten.
Neben marktüblichen Leistungen wie Bring-in- und Pick-up-Services gehören auch Finanzdienstleistungen, Haftungsübernahmen, Altgeräte-Ankauf, Restwert-Garantien und europaweite Umtauschleistungen zum Service-Angebot, ebenso wie die Pixelgarantie für Terra-Monitore.
Konstanz hat das Unternehmen ebenfalls bei den Kosten für die Services bewiesen. So entsprechen die Preise für den Terra-Vor-Ort-Service für Standardrechner nach wie vor denen von 1995.
Service wird bezahlt
Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Service-Partner um mehr als 120 auf nun insgesamt 800 in der DACH-Region. Sie werden bei Service-Fällen von Wortmann beauftragt, die nötigen Wartungs- und Reparaturarbeiten direkt im Haus des Kunden zu erbringen. Auch andere Leistungen, wie zum Beispiel Schulungen, Installationen, Datensicherung oder Beratung, sind mögliche Aufgaben. Der Hersteller vergütet dabei die Leistungen nach Aufwand mit 60 Euro bei PC- und mit 80 Euro pro Stunde bei Server-Einsätzen mit vier Stunden Reaktionszeit. »Die marktübliche Erstattung mit Pauschalsätzen ist zwar einfacher, aber nichts anderes als eine Vergütung im Akkord mit den logischen Risiken für die Service-Qualität«, begründet Claus das Festhalten an der seit 13 Jahren praktizierten Bezahlung. Versuche, das System zu missbrauchen, habe es nur äußerst selten gegeben.
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