Channel Fokus: Dienstleister der Zukunft Wenig Raum für kleine Systemhäuser?

Von Margrit Lingner 1 min Lesedauer

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Die Digitale Transformation, die Cloud und nicht zuletzt die durch KI angefeuerte IT-Modernisierung und Softwareentwicklung haben bei IT-Dienstleistern für eine hohe Nachfrage gesorgt. Profitiert haben davon vor allem die großen Player im Markt.

Große IT-Dienstleister sind laut Kai Grunwitz, CEO bei NTT Ltd. Deutschland, im Vorteil und können preisaggressiv im Markt auftreten.(Bild:  NTT)
Große IT-Dienstleister sind laut Kai Grunwitz, CEO bei NTT Ltd. Deutschland, im Vorteil und können preisaggressiv im Markt auftreten.
(Bild: NTT)

Auch in den kommenden Jahren werden IT-Dienstleister ein Umsatzwachstum erzielen. Verantwortlich dafür ist die fortschreitende Digitalisierung, die durch KI weiter angeheizt wird. Doch nicht alle Systemhäuser werden gleichermaßen profitieren, wie Kai Grunwitz, CEO bei NTT Deutschland im Gespräch erklärt.

Inwiefern hat sich die Systemhauslandschaft im Laufe des Jahres verändert?

Grunwitz: Systemhäuser von kleiner und mittlerer Größe, die eine begrenzte Reichweite haben, versuchen oft über Konsolidierung neue Märkte zu erschließen oder gegen große Player zu bestehen. Das funktioniert zum Beispiel durch klassische Übernahmen oder die Bildung von Unternehmensverbünden. Das ist in vielen Fällen die einzige Chance, ein sprichwörtliches Stück vom Kuchen abzubekommen: Große Unternehmen agieren zuweilen sehr preisaggressiv und -kompetitiv am Markt – und gewinnen so kontinuierlich zusätzliche Marktanteile. Für kleine und mittlere Systemhäuser bleibt da natürlich weniger Raum.

Wie können sich kleinere Systemhäuser denn da am Markt behaupten?

Grunwitz: Kleinere Systemhäuser können sich durch eine gewisse regionale ­Relevanz oder fachliche Kompetenz differenzieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Spezialisierung: Wenn sich System­häuser beispielsweise auf Cybersecurity spezialisieren und in diesem Gebiet Experte sind, können sie sich durchaus am Markt gegenüber größeren Dienstleistern behaupten. Sollte man sich in eine Nische bewegen, muss diese jedoch attraktiv genug sein.

Welches sind die größten Herausforderungen für IT-Dienstleister?

Grunwitz: Aus meiner Sicht ist Künstliche Intelligenz die größte Disruption aktuell. Aufgrund der demografischen Situation und wirtschaftlicher Gegebenheiten müssen wir uns überlegen, welche Rolle KI spielen kann. Systemhäuser können dabei unterstützen und erarbeiten, welche Lösungen etabliert werden können.

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