Der Gipfelsturm von AMD geht weiter. Auf der CES präsentiert der Hersteller gleich mehrere Serien von Ryzen-Mobile-CPUs und Radeon-Mobile-GPUs der 7000er-Familie. Zudem kommen die 7000X3D-Prozessoren für Gaming-PCs und die 7000er-Desktop-CPUs mit 65 Watt.
Die AMD-Chefin Dr. Lisa Su präsentiert auf der CES in Las Vegas den Mobilprozessor Ryzen 7040. Er ist die erste 4-nm-CPU von AMD.
(Bild: AMD)
AMD baut die Linie seiner 7000er-Modelle bei Prozessoren weiter aus. Auf der CES zeigt der Hersteller eine ganze Reihe von 7000er-Mobilprozessoren, die 7000X3D-Desktopprozessoren mit zusätzlichem Cache sowie die erste Radeon-7000-GPUs mit RDNA3-Architektur für Mobilrechner.
Unter den auf der CES präsentierten Ryzen-7000-Mobilprozessoren stechen zwei Serien heraus: 7045HX mit bis zu 16 Cores für Gaming-Notebooks und mobile Workstations sowie 7040 aus erste 4-nm-CPU für leistungsstarke aber flache Mobilrechner.
Bei den vier Modellen der Ryzen-4045HX-Serie hat AMD zum selben Trick gegriffen wie Intel bei den Core-HX-CPUs für Notebooks: Sie sind im Prinzip in der Leistungsaufnahme gedrosselte Desktop-CPUs in einem dünneren BGA-Gehäuse. Beim Ryzen 7045HX bilden die 65-Watt-Desktop-CPUs der Serie 7000 die Basis, die AMD ebenfalls mit der CES auf den Markt bringt. Daher nutzen sie denselben Aufbau mit einem oder zwei Compute-Chiplets mit Zen-4-Architektur und einem I/O-Chiplet. Eine kleine RDNA2-Grafikeinheit mit zwei Compute-Units (CU) für Desktop-Anwendungen ist im Prozessor integriert, wird aber grundsätzlich mit einer starken zusätzlichen AMD- oder Nvidia-Mobilgrafik kombiniert. Das Top-Modell der neuen Prozessoren für High-End-Gaming- und Creator-Notebooks ist der Ryzen 9 7945HX mit 16 Cores, 80 MB Cache, bis zu 5,2 GHz Turbo-Takt und ab 55 Watt TDP. Darunter ordnen sich der 12-Kerner Ryzen 9 7845HX sowie die Modelle Ryzen 7 7745H mit acht und Ryzen 5 7645HX mit sechs Kernen ein. Erste Gaming-Notebooks mit AMDs-HX-Prozessoren sollen bereits im Februar von Alienware, Asus und Lenovo erscheinen.
Codename Phoenix
Komplett neu sind die unter dem Codenamen Phoenix entwickelten CPUs der Serie 7040, ebenfalls mit Zen-4-Architektur. Sie sind AMDs erste Mobilprozessoren, die TSMC in einem 4-nm-Verfahren herstellt. zudem sitzt in den monolithischen Chips erstmals eine RDNA3-Grafikeinheit als integrierte GPU und bei einigen Modellen noch eine eigene KI-Engine. Die für sehr flache aber trotzdem leistungsfähige Premium-Notebooks bestimmten Phoenix-CPUs kommen zunächst in drei Varianten zu dem Notebook-Herstellern: Ryzen 9 7940HS und Ryzen 7 7840HS mit acht Cores und Ryzen 5 7640HS mit sechs Kernen. Die RDNA3-Grafikeinheit verfügt als Radeon 780M über mit 12 und als 760M über acht CUs. Zudem untersützt der Prozessor USB 4.0. Alle Prozessoren sind für 35 bis 54 Watt TDP ausgelegt, 15-Watt-U-Modelle sollen später folgen. Die im Prozessor integrierte KI-Engine kann laut AMD bis zu vier KI-Streams gleichzeitig verarbeiten und soll bei KI-unterstützen Anwendungen wie Videokonferenzen, Gaming oder Security eine höhere Performance liefern als bisherige Software-Lösungen und dabei auch noch weniger Energie benötigen. Die ersten Ryzen-7045-Notebooks erwartet AMD im März.
Rembrandt und Mendocino
Auf einer weiterentwickelten Rembrandt-Architektur basieren die Zen-3+-Prozessoren der Ryzen-Serie 7035, die sich in der Prozessorhierarchie unterhalb von Phoenix einordnen. Die 6-nm-Prozessoren erschienen als Ryzen 3U, 5U und 7U mit maximal acht Kernen und bis zu 12 RDNA2-CUs (Radeon 660 oder 680M) und bis zu 28 Watt TDP. Zudem kommen Ryzen 5 und 7 als stärkere HS-Modelle mit 35 bis 54 Watt TDP.
Zur Zen-3-Generation zählen die Barcelo-R-Mainstream-Prozessoren der Ryzen-7030-Serie. Hier sitzt in den CPUs noch eine Vega-Grafikeinheit und als Speicher wird statt DDR5 nur DDR4 unterstützt. Technologisch noch eine Generation älter sind schließlich die bereits auf der Computex angekündigten Einstiegsmodelle der Ryzen-7000-Mobile-Familie, die nun mit der CES auf den Markt kommen. Die Mendocino-CPUs der Ryzen-7020-Serie kombinieren maximal vier Zen-2-Cores mit zwei RDNA2-CUs, nutzen aber LPDDR5 als Speicher.
Radeon 7000 für Notebooks
Für Gaming-Notebooks sind die dezidierten Radeon-GPUs der Serie 7000 bestimmt, die AMD auf der CES enthüllt. Aus insgesamt vier Modellen können die Notebook-Hersteller zunächst wählen: RX 7600M und 7600M XT und RX7600S sowie RX7700S für höhere Auflösungen. Alle vier GPUs verfügen über acht GB GDDR6, die mit 128 Bit angebunden sind. In der GPU sind zudem 32 MB Infinity Cache untergebracht. Die beiden M-Modelle mit 28 oder 32 CUs sind dabei für etwas dickere Geräte mit höhere Kühlleistung ausgelegt, die S-Modelle mit ebenfalls 28 oder 32 CUs aber geringerer Leistungsaufnahme für flache Gaming-Notebooks. Gegenüber der vorhergehenden RDNA2-Generation verspricht AMD eine Mehrleistung von bis zu 26 Prozent. Die GPUs sind mit Raytracing-Beschleunigern der zweiten Generation und neuen KI-Einheiten ausgerüstet, unterstützen höhere Refresh-Raten sowie AV1-Encoding. Die Upscaling-Technologie FidelityFX Super Resolution (FSR) soll laut Hersteller nun 230 bestehende oder zukünftige Games unterstützen.
Stand: 08.12.2025
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High-End-CPUs für Gaming-PCs: Ryzen 7000X3D
Mehr Power für Desktop-Gaming-PC sollen die Ryzen-7000-Prozessoren mit 3D V-Cache für Sockel-AM5-Mainboards bringen, die ab Februar verfügbar sein sollen. Die Zen-4-Watt-CPUs mit 8, 12 oder 16 Cores und 120 Watt TDP sind mit bis zu 144 MB Cache bestückt. Dabei sitzt der 64 GB große L3-Cache-Die nur auf einem Compute-Chiplet. Mit bis zu 5,7 GHz beim Spitzenmodell Ryzen Ryzen 9 7950X3D ist der Turbo-Takt nun ebenso hoch wie beim Ryzen 9 7950X. Nur der Basis-Takt ist mit 4,2 gegenüber 4,5 GHz etwas niedriger. Der Ryzen 7 7800 X3D mit acht Cores soll bei Spielen zwischen 10 und 25 Prozent Mehrleistung liefern als der direkte Vorgänger Ryzen 7 5800X3D. X3D-Prozessoren mit mehr als acht Kernen hatte AMD bisher nicht im Portfolio.