Definition Was ist MSHTML?

Von MiR 2 min Lesedauer

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MSHTML - auch bekannt als Trident - wurde von Microsoft 1997 als HTML-Rendering-Engine für den Internet Explorer eingeführt. Bis heute fungiert MSHTML beziehungsweise Trident als Kernbestandteil des Internet Explorers ab Version 4.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Trident beziehungsweise MSHTML wurde ursprünglich als Codename für Microsofts HTML Rendering Engine ab Internet Explorer 4.0 eingeführt. Diese Engine bietet im Internet Explorer die Darstellung von HTML und CSS an. Zudem wird MSHTML auch für viele weitere Anwendungen genutzt.

Das Spektrum von Anwendungsszenarien reicht hier vom MSN Messenger und Microsoft InfoPath über den AOL Instant Messenger und Google Talk bis hin zum Windows Media Player und Windows Live Manager. MSHTML (mshtml.dll) wird in allen Fällen als offizieller Name verwendet. Die DLL selbst stellt als Dynamic Link Library eine COM-Komponente dar.

Das Kürzel COM steht für die Bezeichnung Component Object Model. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Technik zur Interprozesskommunikation unter Windows. COM-Komponenten lassen sich grundsätzlich in Form von ausführbaren Programmen oder von Laufzeitmodulen (hier: DLL) umsetzen.

Keine Unterstützung mehr seit Juni 2022

Allerdings wird MSHTML als proprietäre Browser Engine für den Internet Explorer 11 (Windows 10) bereits seit dem 15. Juni 2022 nicht mehr unterstützt. Es besteht aber nach wie vor die Möglichkeit, einen Internet Explorer Modus zu aktivieren. Dafür benötigen Nutzer die neueste Version von Microsoft Edge. Denn der Internet Explorer wurde bis auf wenige Ausnahmen ab Anfang 2023 längst durch den Edge-Browser ersetzt. Trotz der Deaktivierung des Internet Explorers 11 am 14. Februar 2023, ist dieser aber nicht komplett aus Windows 10 verschwunden. Microsoft entfernte beziehungsweise deaktivierte lediglich die entsprechenden GUI-Komponenten, während die Trident-Engine in Windows enthalten bleibt.

Welche Funktionalitäten weist Trident auf?

Microsoft entwickelte HSTML, um ein einfaches Integrieren in Eigenentwicklungen zu unterstützen. Damit zielte die Engine vor allem auf Entwickler als Nutzerzielgruppe ab. So ist in der Engine dann auch eine COM-Schnittstelle integriert, die es ermöglicht, Websites in COM-unterstützten Umgebungen darzustellen und zu verarbeiten. Die Net-Framework-CLR oder auch die Programmiersprache C++ stellen beispielsweise eine solche Unterstützung zur Verfügung. In diesem Fall können Anwender einem C++- oder VB-Programm ein bestimmtes Browser-Steuerelement hinzufügen, um Website-Inhalte abzurufen. Möglich ist es auch, Ereignisse der Browserbedienung gezielt abzufragen. Um diesbezüglich überhaupt eine zuverlässige Trident-Funktionalität zu erreichen, wird das jeweilige Projekt mit mshtml.dll verknüpft.

Probleme beim Rendering durch mangelnde Unterstützung

Die Internet Explorer Standards unterstützen zwar vom Grundsatz her jede einzelne Version, aber trotzdem kam es dazu, dass einige Kernstandards nur unvollständig gerendert wurden. Dies betrifft zum Beispiel die CSS-Angabe min-height, die eigentlich für das Zulassen einer Mindesthöhe dehnbarer Container gebraucht wird. Auch das mit HTML 4.01 eingeführte Element erhielt keine Unterstützung. Das behinderte das Anzeigen der umfließenden Innenabstände von Containern.

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