Definition Was ist Mikrosegmentierung?

Von zeroshope 2 min Lesedauer

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Mikrosegmentierung beschreibt einen Prozess der Partitionierung von Netzwerken in kleinere Einheiten, um diese sicherer zu gestalten. Hierfür kommen Richtlinien zum Einsatz. Es handelt sich um das Gegenstück zur Netzwerksegmentierung.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Der Begriff Mikrosegmentierung ist im Bereich der Netzwerklösungen heimisch. Er beschreibt einen Prozess, wie diese in kleinere, aber immer noch logische Einheiten unterteilt werden können. Anders als sein Pendant Netzwerksegmentierung widmet sich dieser Vorgang nicht der beteiligten Hardware, sondern agiert über die Software. Sicherheitsrichtlinien lassen sich auf diese Weise sogar bis hinunter zur Ebene der Workloads durchsetzen.

So funktioniert die Mikrosegmentierung

Eine Aufteilung von Netzwerken hat immer das Ziel, den Zugang zu kontrollieren. Hierfür werden bestimmte Richtlinien entwickelt, die aussagen, wer auf einen Bereich zugreifen kann und welche Operationen dabei erlaubt sind. Eine Netzwerksegmentierung unternimmt die Unterteilung am Nord-Süd-Datenfluss: Sie greift in die Klienten-Server-Kommunikation ein. Dies kann nur über eine Unterteilung der Hardware gelingen. Schließlich besteht kein Zugriff auf die Klientensysteme. Es kann daher nur definiert werden, was Geräte dürfen und was nicht.

Die Mikrosegmentierung widmet sich hingegen dem Ost-West-Datenfluss - also der Server-zu-Server-Kommunikation. Daten fließen also seitwärts durch das Netzwerk. Noch dazu kann angegeben werden, wie sie sich dabei verhalten sollen. Hierzu werden Objekte als "Segmente" definiert. Dabei handelt es sich um die Bereiche, die am Datenfluss beteiligt werden und die ihn beeinflussen können. Die typischen Segmente sind:

  • Anwendungen
  • Workloads (Kapazitäten für die Ausführungen von bestimmten Anwendungen bzw. Programmen)
  • virtuelle Maschinen
  • Betriebssysteme

Firewalls und virtuelle Netzwerke sind die Werkzeuge, um die Unterteilungen zu erstellen und zu verwalten. Ist dies erfolgt, können Sicherheitsrichtlinien definiert werden, um festzulegen, wie Nutzer und Anwendungen Ressourcen und Services nutzen dürfen.

Eine Metapher soll dies verdeutlichen: Ein Hochhaus mit bewohnten Wohnungen ist das Netzwerk. Den Bewohnern sollen sicher Informationen mitgeteilt werden. Bei einer Netzwerksegmentierung müssen die Wohnungen angeschrieben werden. Das Problem ist: Wenn einzelne Bewohner unterschiedliche Dinge wissen sollen, lässt sich dies nicht umsetzen. Bei einer Mikrosegmentierung können die Bewohner spezifisch angeschrieben werden. Sie wissen aber nicht, was in den Briefen für die anderen steht und haben nur dann Zugriff auf deren Schreiben, wenn dies ausdrücklich gestattet ist.

Vor- und Nachteile der Mikrosegmentierung

Die Mikrosegmentierung bringt zwei Vorteile: Erstens kann sehr viel präziser abgesichert werden. Zweitens ist die Schutzqualität besser. Allerdings führt dies zu der Schattenseite, dass die Richtlinien ständig auf ihre Angemessenheit überprüft werden müssen. Dies ist mit einem höheren Aufwand verbunden. Für heimische Netzwerke im reinen Privatgebrauch ist die Mikrosegmentierung deshalb beispielsweise zumeist nicht zweckmäßig.

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