Definition Was ist IT-Governance?

Von MiR 2 min Lesedauer

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Unter dem Begriff IT-Governance werden Konzepte und Maßnahmen zusammengefasst, die das Informationsmanagement im Hinblick auf neue Herausforderungen und Führungsaufgaben erweitern. Die Umsetzung wird dabei von standardisierten Prozessen unterstützt.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Grundsätzlich werden im Rahmen des Begriffs IT-Governance verschiedene Standards, Maßnahmen und Verfahren definiert, die den Einsatz der Informationstechnologie als unterstützende Komponente optimieren. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass sich mithilfe der eingesetzten IT vor allem diese drei Vorgaben umsetzen lassen:

  • umfassende Abdeckung aller Geschäftsziele
  • verantwortungsvoller Einsatz von Ressourcen
  • angemessene Überwachung der Risiken

Ausgehend von den Erwartungen und Zielen verschiedener Interessen- und Anspruchsgruppen (hier: Stakeholder Value Drivers) konzentriert sich IT Governance dabei auf insgesamt vier Schwerpunkte:

  • 1. IT Strategic Alignment (strategische Ausrichtung)
  • 2. IT Value Delivery (Wertorientierung)
  • 3. Performance Measurement (Leistungsmessung)
  • 4. Risk Management (Risikomanagement)

Die Fokussierung auf diese Trends und Entwicklungen repräsentiert dann auch den eigentlichen Neuigkeitswert der IT-Governance. Denn in den bis dato existierenden Ansätzen des Informationsmanagements finden die angesprochenen Schwerpunkte eine lediglich geringe Berücksichtigung.

Hintergrund: Darum gewinnt IT Governance immer mehr an Bedeutung

Mit fortschreitender Digitalisierung und dem Aufkommen von KI-Anwendungen werden immer mehr Geschäftsprozesse durch die Informationstechnologie unterstützt und teilweise sogar überhaupt erst möglich gemacht. Dadurch erlangen IT-Entscheidungen in vielen Fällen gleichzeitig eine unternehmensweite Bedeutung.

Dabei kommt es immer mehr zu einer starken Prozessorientierung sowie zu einem verstärkten Outsourcing von IT-Funktionen. Für die entsprechende Umsetzung benötigen Unternehmen funktionelle Integrations- und Koordinationstechnologien bzw. diesbezügliche Maßnahmen. Dies wiederum führt unter anderem zu einer großen Anzahl an Kommunikationsbeziehungen.

Dadurch erhöhen sich in der Regel aber auch Schnittstellenprobleme und Intransparenz. Genau an dieser Stelle soll das Konzept der IT-Governance greifen und in der Praxis anwendbare Lösungsansätze liefern. Es fungiert hier als IT-bezogene Spezialisierung der unter dem Begriff Corporate Governance zusammengefassten Konzepte, Vorschläge und Ideen.

Konzepte des IT Governance Institutes fungieren als Framework

Den aktuellen Stand der Arbeiten zur IT-Governance dokumentiert das Referenzmodell COBIT, das eine große Bandbreite an Kontroll-Zielen für IT-Prozesse definiert. Dieses Modell wird bereits seit 1993 vom IT Governance Institute in Zusammenarbeit mit dem globalen Berufsverband ISACA entwickelt. Mittlerweile ist bereits die dritte Version veröffentlicht.

Grundsätzlich verstehen sich die Konzepte des Instituts als Tool-Set und Framework, das mithilfe von Reifegrad-Modellierungen und standardisierten Prozessen den Unternehmen Unterstützung bei der Realisierung von IT-Governance bietet. Besonders konsequent wird der Umsetzungsgedanke beim COBIT-Referenzmodell verfolgt.

In der aktuellen Version beschreibt COBIT über 30 zentrale IT-Prozesse mit den jeweiligen Geschäftszielen und Kontrollzielen. Im Sinne einer Best-Practice-Betrachtung gibt es dabei bis zu 30 Kontrollziele, mit deren Hilfe die Erfüllung verschiedener Geschäftsziele überwacht werden können.

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