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Was ist das Mutterschaftsgeld?

| Autor / Redakteur: Mandarina / Heidemarie Schuster

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Schwangerschaft und Entbindung haben für die betreffenden Frauen ein temporäres Beschäftigungsverbot zur Folge. Damit sie in dieser Zeit finanziell abgesichert sind, gibt es das Mutterschaftsgeld.

Die gesetzliche Grundlage für das Mutterschaftsgeld, das als Entgeltersatzleistung konzipiert ist, ist das Sozialgesetzbuch. Hier heißt es in § 24i des fünften Buches: „Weibliche Mitglieder, die bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld haben oder denen wegen der Schutzfristen nach § 3 des Mutterschutzgesetzes kein Arbeitsentgelt gezahlt wird, erhalten Mutterschaftsgeld.“

Die Schutzfristen, die in diesem Zusammenhang relevant sind, rahmen die Geburt ein: Sie beginnen sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und erstrecken sich bis acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit erhalten Frauen, die hierauf einen Anspruch haben, Mutterschaftsgeld. Ausnahmen bei dieser Regelung: Die Schutzfristen ändern sich, wenn bestimmte Konstellationen vorhanden sind. Bei einer Frühgeburt oder einer Mehrlingsgeburt wird die Mutterschaftsleistung bis zwölf Wochen nach der Geburt bezahlt.

Anspruchsvoraussetzungen im Überblick

Das Mutterschaftsgeld ist ein wesentliches Element im Mutterschutzgesetz, dass Schwangere und Wöchnerinnen gleichermaßen schützt. Die Leistung von Mutterschaftsgeld ist an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. Dies ist in der Regel die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung zusammen mit einem Anspruch auf Krankengeld. Doch auch Frauen, die in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis sind und keine Entgeltzahlung während der Mutterschutzphasen erhalten, haben Recht auf Mutterschaftsgeld. Typische Beispiele hierfür sind unter anderem:

  • Studentinnen
  • Rentenbezieherinnen
  • freiwillig versicherte Frauen

Zudem ist eine Bescheinigung von Arzt oder Hebamme für den errechneten Geburtstermin wichtig. Nur so können natürlich auch die Schutzfristen genau berechnet werden. Wichtig: Eine Frau, die nicht berufstätig ist, erhält auch kein Mutterschaftsgeld, da es für sie kein Entgelt auszugleichen gibt. Die Regelungen des Mutterschutzgeldes beziehen sich auf die gesetzliche Krankenversicherung. Inwieweit eine private Krankenversicherung Mutterschaftsgeld zahlt, hängt vom Anbieter und dessen Tarifen individuell ab.

Höhe des Mutterschaftsgeldes und andere finanzielle Leistungen

Das Mutterschaftsgeld wird nach Kalendertagen gezahlt. Aktuell ist der Satz pro Tag bei 13 Euro (maximal) angekommen. Auch der Arbeitgeber hat die Pflicht, die Existenz der Schwangeren beziehungsweise frischgebackenen Mutter während des Verdienstausfalls mit zu sichern. Er zahlt einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Der Zuschuss des Arbeitgebers ist einkommensabhängig. Er umfasst die Differenz zwischen dem Nettoarbeitsentgelt pro Tag und dem Mutterschaftsgeld pro Tag. Hier wird der Zweck des Zuschusses besonders transparent: Eine Frau darf durch ihre Schwangerschaft nicht wirtschaftlich benachteiligt werden. Es soll auf jeden Fall vermieden wird, dass sie während der Schutzfristen tätig wird, damit sie ihr gewohntes Einkommen hat.

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