Definition Was ist das IIoT?

Von Holger Hagedorn 2 min Lesedauer

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Beim Industrial Internet of Things (IIoT) handelt es sich um eine intelligente Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Systemen über das Internet. Die Technologie dient dazu, Daten zu erfassen, zu analysieren und industrielle Prozesse zu optimieren.

Das IIoT, oder Industrial Internet of Things, bezieht sich auf die Vernetzung von Maschinen, Geräten und Sensoren in industriellen Umgebungen durch das Internet. Es ist ein Teil des Internet of Things (IoT), das sich speziell auf den industriellen Sektor konzentriert.(Bild:  putilov_denis - stock.adobe.com)
Das IIoT, oder Industrial Internet of Things, bezieht sich auf die Vernetzung von Maschinen, Geräten und Sensoren in industriellen Umgebungen durch das Internet. Es ist ein Teil des Internet of Things (IoT), das sich speziell auf den industriellen Sektor konzentriert.
(Bild: putilov_denis - stock.adobe.com)

Damit verschiedene Geräte miteinander interagieren können, ist es erforderlich, die physische Welt mit der digitalen Ebene zu verbinden. Auf der einen Seite kommen dafür Sensoren zum Einsatz, die Werte wie Druck, Temperatur, Feuchtigkeit, Geschwindigkeit oder Vibration digitalisieren. Auf der anderen Seite stehen Aktoren, die basierend auf diesen Daten Prozesse starten, stoppen oder anpassen. Die Grundlagen dieser Technologie existieren bereits seit 1969 in Form programmierbarer Logikcontroller (PLCs).

Ab den 1980er Jahren führte die fortschreitende Entwicklung der Mikroprozessortechnologie zu einer Weiterentwicklung vernetzter Steuerungssysteme. Die kommerzielle und öffentliche Nutzung des Internets ab den 1990er Jahren legte schließlich den technischen Grundstein für das Internet of Things (IoT), das 1999 erstmals erwähnt wurde. Beim IoT geht es um die Vernetzung von Geräten jeglicher Art. Ein Beispiel hierfür sind Smarthome-Technologien.

Das IIoT ist ein Teil dieser Entwicklung, konzentriert sich jedoch auf die industrielle Fertigung und Logistik. Es gewann ab etwa 2010 zunehmend an Bedeutung. Zu seinen Kernbestandteilen zählen neben Sensoren und Aktoren auch Gateways und Cloud-Plattformen, die Daten weiterleiten, sammeln und verarbeiten. Durch diese Komponenten können Informationen unabhängig vom Standort zusammengeführt werden. Dies ermöglicht eine Optimierung komplexer, nicht selten weit entfernter Prozesse und eine frühzeitige Reaktion auf Wartungserfordernisse. Relevante Stichworte in diesem Kontext sind außerdem Industrie-4.0-Dienste wie Manufacturing as a Service (MaaS), das eine Fertigung auf Abruf ermöglicht.

Aktuelle Entwicklungen machen das IIoT noch effizienter

Dank Fortschritten bei KI-Modellen und maschinellem Lernen kann das IIoT Daten in Echtzeit analysieren. Potenzielle Probleme bei vernetzten Maschinen oder Anlagen lassen sich dadurch frühzeitig, oft sogar vorausschauend erkennen und beheben. Dies wird durch die wachsende Bedeutung von Edge Computing unterstützt, bei dem Daten in lokalen Edge-Nodes analysiert werden, bevor sie in die Cloud gelangen. Das ermöglicht schnellere Reaktionszeiten. Zudem verbessern 5G-Netzwerke die Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Kapazität des IIoT.

Sicherheitsaspekte zum IIoT

Je höher der Grad der Vernetzung industrieller Systeme ist, umso größer ist die Gefahr von Cyberangriffen. Insbesondere dann, wenn veraltete Systeme, sogenannte Legacy-Technologien, eingebunden sind, können leicht Angriffsflächen entstehen. Hinzu kommt, dass in heterogenen Systemlandschaften häufig unterschiedliche Sicherheitsstandards nebeneinander existieren. Sicherheitslücken können hier leicht übersehen werden. Um diese Gefahren zu minimieren, werden im IIoT verschiedene Lösungsansätze verfolgt. Dazu gehören Netzwerksegmentierung, Verschlüsselung sowie die Durchführung regelmäßiger Updates. Letzteres ist schwieriger als in anderen Bereichen umzusetzen, da das IIoT auf eigens entwickelte Betriebssysteme und Protokolle setzt.

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