Definition Was ist das Break-Fix-Modell?

Von SiLip

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Beim Break-Fix-Modell (Break'n Fix-Modell, Break/Fix-Modell) handelt es sich um eine kostenpflichtige Methode für die Bereitstellung von IT-Dienstleistungen. Hierbei bietet der IT-Lösungsanbieter seinen Service nach Bedarf an und rechnet nur die geleistete Arbeit ab.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Service-Dienstleister wird beim Break-Fix-Modell nur aktiv, wenn in einem Unternehmen IT-Probleme auftreten. Etwas funktioniert nicht mehr (Break) und wird repariert (Fix). Doch oft passieren die "Breaks" zu ungünstigsten Zeitpunkten und es vergeht wertvolle Zeit, ehe sie behoben werden können. Hieraus ergeben sich unplanmäßige wirtschaftliche Belastungen.

Nachteile des Break-Fix-Modells für den Kunden

Bei der auch als Break'n Fix- oder Break/Fix-Modell bezeichneten Methode zahlt der Kunde nur für Dienstleistungen, die er tatsächlich in Anspruch nimmt: eine Reparatur, ein Upgrade oder die Installation von Komponenten, Software, Peripheriegeräten, Systemen oder Netzwerken. Das birgt jedoch gleich mehrere Probleme:

  • Ehe der Kunde ein IT-Problem feststellt, ist oft schon ein Schaden eingetreten und die Auswirkung auf das Unternehmen hoch.
  • Um die wirtschaftliche Belastung gering zu halten, muss eine schnelle Lösung her. Das führt zu Zeitdruck und dieser wiederum zu nicht optimalen Ergebnissen und/oder erhöhten Kosten.
  • Da eine stetige Überwachung fehlt, kommt es immer wieder zu unangenehmen Überraschungen, die unvorhergesehene Kosten mit sich bringen. Das reduziert die Kosten- und Planungssicherheit.
  • Der externe IT-Dienstleister verdient nur Geld, wenn beim Kunden Probleme auftreten. Das erzeugt eine gegensätzliche Dynamik, bei der er gewinnt, wenn der Kunde verliert.
  • Die Vergütung nach Zeit und Aufwand, verleitet die Kunden dazu, kostenintensive, aber langlebige Lösungen zugunsten kurzzeitiger, aber preisgünstiger Fehlerkorrekturen abzulehnen. Im Gegenzug besteht die Möglichkeit, dass Break-Fix-Anbieter statt einer endgültigen Problembeseitigung immer wieder nur temporäre Lösungen bereitstellen.

Nachteile des Break-Fix-Modells für den Dienstleister

Nicht zu wissen, wann der nächste Auftrag kommt, ist ebenso ungünstig wie die Arbeit in ständigem Krisenzustand. Zudem ist es nicht optimal für die Kundenbeziehung, wenn der Kontakt ausschließlich in Problemsituationen erfolgt. Der Einzelfallcharakter der Arbeit erschwert außerdem die Abrechnung und führt zu einem zeitaufwendigen Verhandlungskampf für jeden Auftrag. Auch die Karrierechancen sind gegenüber anderen Modellen geringer, da die fortwährende Schadensbekämpfung kaum Zeit zum Erwerben neuer Fähigkeiten oder zum Kennenlernen neuer Technologien lässt.

Managed Servies als Alternative zum Break-Fix-Modell

Beim Managed Service bietet der IT-Dienstleister einen ganzheitlichen Support an, dessen Bedingungen und Umfang vorab in einem Service Level Agreement (SLA) definiert werden. Dieses umfasst üblicherweise proaktives Monitoring sowie Wartung per Fernzugriff. Das Ziel besteht darin, Probleme zu lösen, bevor diese zu Störungen oder Systemausfällen führen.

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