Server-Experten im IT-BUSINESS-Interview

Wann sich der Umstieg auf Blade-Server lohnt

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Der ideale Virtualisierungsserver

Planen Unternehmen eine Virtualisierung ihrer IT-Landschaft, gilt es, den dafür passenden Sever- und Prozessortyp zu finden. IT-BUSINESS hat hierzu Jörg Brünig, Senior Director Channel Germany bei FSC zu den kritischen Ressourcen innerhalb eines Serversystems befragt.

ITB: Welcher Servertyp eignet sich für Virtualisierungs-Zwecke?

Jörg Brünig, Senior Director Channel Germany bei Fujitsu Siemens Computers (Archiv: Vogel Business Media)

Brünig: Grundsätzlich können heutzutage fast alle Server als Virtualisierungsplattform dienen. Server mit Quadcore-Prozessoren erreichen derzeit die höchste Konsolidierungsdichte. Steht eine erhöhte Flexibilität im Vordergrund, geht der Trend heute in Richtung Duocore-Server. Wollen Unternehmen demgegenüber Platzprobleme lösen und Energiekosten senken, fällt die Wahl gerne auf Blades.

ITB: Wie sieht der ideale Server für eine virtualisierte Infrastruktur aus?

Brünig: Virtuellen Maschinen benötigen zunächst einmal viel Arbeitsspeicher, wenn Software wie beispielsweise VMware Virtual Infrastructure 3 ausreichend performant zum Einsatz kommen soll. Darüber hinaus empfiehlt es sich, besonderes Augenmerk auf die Hochverfügbarkeit der Systeme sowie deren einfache Implementierung und Administration zu legen. Fujitsu Siemens Computers entwickelt und fertigt seine Primergy Server speziell für virtualisierte Systeme.

Zudem sollten Prozessoren Features enthalten, die eine Virtualisierung direkt unterstützen. Daneben kann Hardware auch direkt ab Werk mit VMware ESX embedded ausgestattet werden, so dass dem Kunden unmittelbar nach dem Booten des Servers eine virtualisierte Infrastruktur zur Verfügung steht.

ITB: Was tut FSC in puncto energieeffiziente Server?

Brünig: Alle Komponenten in unseren Primergy Servern werden nach Energiegesichtspunkten ausgewählt und miteinander kombiniert. Darüber hinaus entwickeln wir Konzepte und Strategien für ein energieeffizientes Zusammenspiel der einzelnen IT-Systeme innerhalb eines Rechenzentrums. Unsere Partner profitieren von einem speziellen Verkaufsprogramm: So bietet Fujitsu Siemens Computers im Rahmen seines Leistungsportfolios Dynamic Infrastructures energieeffiziente Serverlösungen sowie Support- und Serviceleistungen für den Rechenzentrumsaufbau. Durch spezielle Schulungen rund um Green IT und Rechenzentrumsinfrastruktur tauschen wir unser Wissen mit unseren Partnern aus, um somit die Beratungs- und Serviceleistungen zu verbessern.«

ITB: Welche Vorteile ergeben sich durch den neuen Xeon-Sechs-Kern-Prozessor im Blade- beziehungsweise Rackmount-Umfeld?

Brünig: Der Sechs-Kern-Prozessor ermöglicht mehr Rechenleistung bei einem gleichbleibenden Formfaktor. Verglichen mit dem herkömmlichen Vier-Kern-Prozessor erhöht sich die Rechenleistung um 50 Prozent. Dadurch können beispielsweise mit einem einzigen Sechs-Kern-Prozessor wesentlich mehr virtuelle Maschinen betrieben werden, als es mit einem Vier-Kern-Prozessor möglich ist. Die Xeon-Prozessoren sind somit noch energieeffizienter als ihre Vorgänger. Zudem eignen sie sich besonders gut für rechenintensive Aufgaben, wie sie bei den neuen Virtualisierungstechnologien gefragt sind.«

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