Vom reaktiven zum proaktiven Netzwerkbetrieb Volle Transparenz für Internet-basierte Firmennetze

Von Marcus Gerstmann 4 min Lesedauer

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Das Internet wird mehr und mehr zum Backbone für Unternehmensnetzwerke. Das Problem: Die IT-Abteilung kann das öffentliche Netz nur schwer kontrollieren. Es braucht also eine zuverlässige Möglichkeit, Netzwerkereignisse zu erkennen und zu optimieren.

In Zeiten von Cloud, SaaS & Co. kommt man nicht mehr umhin, sich auch einen Überblick über die Zustände im öffentlichen Internet zu verschaffen – doch das ist eben nicht so einfach, wie bspw. das Asset-Tracking innerhalb einer abgegrenzten Stadt.(Bild:  © Denis Bayrak - stock.adobe.com)
In Zeiten von Cloud, SaaS & Co. kommt man nicht mehr umhin, sich auch einen Überblick über die Zustände im öffentlichen Internet zu verschaffen – doch das ist eben nicht so einfach, wie bspw. das Asset-Tracking innerhalb einer abgegrenzten Stadt.
(Bild: © Denis Bayrak - stock.adobe.com)

Vorbei die Zeiten abgekapselter Firmennetze. Heute spannen Unternehmensnetzwerke den Bogen zwischen Cloud-Services, SaaS-Anwendungen und internetgestützten Umgebungen wie Software-Defined Wide Area Networks (SD-WANs). Allerdings entstehen in internetbasierten Umgebungen oft kritische „tote Winkel“, die herkömmliche Monitoring-Tools nicht erfassen. Damit können IT-Administratoren erst aktiv werden, wenn die Störungen aufgetreten sind. Während sie mit Hochdruck die Ursache suchen und mit der Problemlösung beschäftigt sind, machen Nutzer frustrierende Erfahrungen: Der Videocall lässt sich nicht starten, zu lange Ladezeiten kosten wertvolle Arbeitszeit oder Anwendungen funktionieren nicht.

Für das Aufspüren von Leistungsproblemen in offenen und Internet-zentrierten Netzwerken, in denen Anwendungen in der Cloud laufen und von vielen entfernten Endpunkten aus zugänglich sind, gibt es effiziente Lösungen. Sie sollen Performance-Einbußen erkennen und IT-Teams sogar warnen, bevor Probleme auftreten. Zum anderen versprechen diese WAN-Kristallkugeln Empfehlungen und Hinweise zur Pfadoptimierung. Zudem können sie anhand von Trends zukünftige Maßnahmen empfehlen. IT-Verantwortliche sind somit nicht mehr dazu verdammt, bei Ausfällen hektisch zu reagieren, sie können proaktiv Maßnahmen ergreifen, damit das Benutzererlebnis positiv bleibt.

Valide Daten sind der Schlüssel für proaktiven Netzwerkbetrieb

Doch wie ist es überhaupt möglich, ein gutes digitales Erlebnis zu gewährleisten, wenn die Internetumgebung außerhalb der eigenen Kontrolle liegt? Um einen Leistungsabfall frühzeitig zu erkennen, braucht es enorme Datenmengen in sauberer Qualität. Auch wenn die Datenmenge für Vorhersagemodelle schon seit einiger Zeit bereitsteht, genügte die Qualität der Daten meist noch nicht. Dies führte zu Folgeeffekten in den statistischen Modellen. Ohne exakte Daten konnten sie keine detaillierten Bewertungen und umsetzbare Empfehlungen erstellen. Mittlerweile ist die Modellierungstechnologie ausgereifter. Kombiniert mit qualitativ hochwertigen Daten aus dem gesamten WAN-Verkehr eines Kunden, ist präventive Intelligenz in greifbare Nähe gerückt.

Proaktivität erzeugt Effizienzgewinne

Proaktive Vernetzung verspricht insbesondere für Unternehmen, deren Belegschaft hybrid arbeitet, echte Produktivitätsgewinne. Wird ein Dienst, der eine Störung verursacht, frühzeitig identifiziert und die Störung behoben – beispielsweise durch den Wechsel von Anbietern und Pfaden, die den Anwendungsdatenverkehr in Spitzenzeiten übertragen – kann das einem einzelnen Mitarbeiter Stunden an Ausfallzeiten oder Leistungseinbußen ersparen. Multipliziert man diese Zeitersparnis mit der Anzahl der Mitarbeiter, wird der Produktivitätsgewinn sehr schnell sehr deutlich.

Ebenso lässt sich das digitale Erlebnis von Endkunden verbessern: Anbieter, die es schaffen, Unterbrechungen von Services oder Downtimes von Online-Shops zu vermeiden, halten den Schlüssel zur digitalen Kundenzufriedenheit in der Hand. Gerade dort, wo die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist, sind die Erwartungen an reibungslose digitale Erlebnisse in der Tat gestiegen. Präventive Vernetzung steigert also nicht nur die Effizienz von Mitarbeitern, sondern bietet ebenfalls Möglichkeiten zur Steigerung des Markenwerts.

Ein Guide im Netzwerkdschungel

Wie sieht also ein präventiver Netzwerkbetrieb heute aus? Die Grundlage dafür bildet datengesteuerte Transparenz, die Einblicke in die Cloud- und Internetumgebungen bietet, die einem Unternehmen nicht gehören, die aber mittlerweile Teil des Unternehmensnetzwerks geworden sind. Diese Infrastruktur ist die entscheidende Basis für die Bereitstellung digitaler Erlebnisse.

Genauso wichtig ist es, diese Sichtbarkeit mit eigenen Daten aus einem Analysemodell zu ergänzen, das aus vergangenem Verhalten lernt und zukünftige Ereignisse vorhersagt. Vielleicht am relevantesten ist jedoch die Empfehlung von Maßnahmen basierend auf Erkenntnissen der kontinuierlichen Leistungsmessung und -bewertung.

Die Kontrolle über die IT-Infrastruktur abzugeben, ist unmöglich, wenn man nicht zuvor Vertrauen aufgebaut hat. Vertrauen darauf, dass die Daten richtig sind, und dass die empfohlenen Maßnahmen das beabsichtigte Ergebnis bringen werden. Präventive Vernetzung hilft Unternehmen dabei, die Leistung aller Netzwerke, die sich auf das Benutzererlebnis auswirken, zu erkennen und zu messen, Probleme auf der Grundlage historischer Daten vorherzusagen und die Entscheidungsfindung zu beeinflussen.

Ein Beispiel für präventives Networking ist Cisco ThousandEyes. Die Lösung bringt Transparenz in Internet- und Cloud-Netzwerke und hilft Kunden dabei, Ausfälle schnell zu erkennen, egal ob sie innerhalb oder außerhalb der eigenen IT-Umgebung auftreten. Eine große Anzahl verteilter Datenpunkte ermöglicht eine weltweite Sicht auf Service-Pfade im Internet, um Netzwerkausfälle auf Makroebene (Internet, Cloud und geschäftskritische SaaS-Anwendungen) zu überblicken. Netzwerkbetreiber können so die Anwendererfahrung verbessern und gleichzeitig die Produktivität, Widerstandsfähigkeit und Flexibilität des Unternehmens steigern.

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Marcus Gerstmann.(Bild:  Cisco / ThousandEyes)
Marcus Gerstmann.
(Bild: Cisco / ThousandEyes)

Über den Autor

Marcus Gerstmann ist Head of Sales DACH & Central Europe bei Cisco ThousandEyes. Als Experte für Internet- und Performance-Monitoring unterstützt er Kunden und Partner dabei, die Kontrolle über die Nutzererfahrung bei den eigenen digitalen Angeboten zurückzuerlangen.

Vorteile von proaktiven Netzwerklösungen

Unternehmen erhalten bei proaktiven Netzwerklösungen Handlungsempfehlungen, mit denen sie Probleme umgehend beheben und die Performance in Internet, Cloud und SaaS optimieren können. Das gilt insbesondere für:

  • Verbesserung der User Experience durch Reaktion auf Störungen, bevor sie auftreten
  • Validierung und Verifizierung, ob implementierte Richtlinien den Unternehmensanforderungen entsprechen
  • Entwicklung eines kontinuierlichen Verbesserungszyklus‘ für die dauerhafte Optimierung der Netzwerk- und Anwendungsleistung
  • Effizienterer Einsatz von IT- und Betriebspersonal – mit Schwerpunkt auf strategischen Aktivitäten anstelle von bloßer Reaktion
  • Entwicklung von Grundlagen für eine intelligente Netzwerkautomatisierung

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