Eine Telefonnummer und ein zuverlässiges Telefonsystem gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg. Doch ist ein klassischer Festnetzanschluss, eine VoIP-Businesslösung oder ein Unified-Communications-System die beste Option, um sich vom Wettbewerb abzuheben?
Christopher Jones von Vonage vergleicht VoIP mit klassischer Festnetz-Telefonie und gibt Empfehlungen ab, auf was Unternehmen in Sachen Kommunikation heute achten sollten.
Zunächst einmal werden Sie sich fragen: Was ist VoIP? Bietet VoIP eine bessere Qualität als ein Festnetzanschluss? Gute Frage! Damit Sie sie nicht in mühevoller Recherchearbeit selbst beantworten müssen, werden wir einige Vor- und Nachteile sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten von VoIP und Festnetz auflisten. So fällt Ihnen die Entscheidung leichter, ob ein VoIP-Businesssystem oder Festnetztelefonie das Richtige für Ihr Unternehmen ist. Um alle Aspekte abzudecken, gehen wir auch kurz auf Unified Communications as a Service (UCaaS) ein.
Das ist VoIP
VoIP steht für Voice over Internet Protocol. Mit der VoIP-Telefontechnologie können Sie Anrufe über eine Internetverbindung statt über eine analoge Telefonleitung tätigen und entgegennehmen. Je nach VoIP-Anbieter ist manchmal nur die Kommunikation mit anderen VoIP-Nutzern möglich. Bei einem Anbieter hochwertiger VoIP-Lösungen können Sie aber mit jedem sprechen, der ein Telefon besitzt, egal ob es sich um VoIP oder um einen analogen Anschluss handelt. Das beinhaltet Ortsgespräche, Ferngespräche, Mobiltelefongespräche und Auslandsgespräche.
Wer die interne und externe Unternehmenskommunikation noch erweitern und vereinfachen möchte, entscheidet sich für eine UCaaS-Lösung, die VoIP bereits beinhaltet und um weitere Kommunikationskanäle wie SMS, Team-Messaging, Soziale Medien oder virtuelle Meetings ergänzt.
VoIP ist etwas anderes als Festnetz. Der Begriff „Festnetz“ bezieht sich auf herkömmliche Telefonsysteme, die mithilfe analoger Technologie wie Kupferdrähte und Kabel Signale zwischen zwei Punkten übertragen. Festnetzanschlüsse und VoIP-Systeme für Unternehmen haben unterschiedliche Eigenschaften und Vorteile. Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, was besser ist. Stellen Sie sich lieber die Frage, was den Bedürfnissen Ihres Unternehmens entspricht.
Die Hauptvorteile von VoIP für Unternehmen
Die VoIP-Technologie hat verschiedene Vorteile gegenüber dem Festnetz. Einige davon können für Unternehmen entscheidend sein. Wird die VoIP-Technologie mit Unified-Communications-Systemen kombiniert, gehören zu diesen Vorteilen Funktionen wie:
Anrufmeldung zur Identifizierung des Anrufers und des Anrufgrunds, bevor einer Ihrer Mitarbeiter mit dem Anrufer verbunden wird
Telefonkonferenz zur einfachen Aufnahme einer dritten Person in Ihr Telefongespräch
Warteschleife zum Managen von Anrufen auch bei Unterbesetzung
VoIP hat auch Nachteile
Wie alles im Leben ist auch VoIP nicht perfekt. Einer der Nachteile von VoIP ist zum Beispiel, dass es eine sehr stabile Internetverbindung und eine kontinuierliche Stromversorgung benötigt. Wenn in Ihrem Unternehmen aus irgendeinem Grund der Strom oder das Internet ausfällt, wirkt sich das direkt auf Ihre Möglichkeit aus, Anrufe entgegenzunehmen. Wenn Ihr VoIP-Anbieter aber die Option anbietet, Anrufe auf einem mobilen Gerät anzunehmen, können Sie auch während eines Stromausfalls weiterarbeiten. Festnetztelefone hingegen benötigen weder Internet noch Strom. Das bedeutet, dass Ihre Telefone auch bei einem Stromausfall weiter klingeln.
Deshalb sollte ein Unternehmen auf VoIP setzen
Abgesehen vom großen Funktionsspektrum eines VoIP-Telefonsystems gibt es weitere Gründe, die für VoIP anstelle eines Festnetzanschlusses (oder den kombinierten Einsatz beider Technologien) sprechen:
Installation: VoIP vs. Festnetz VoIP-Telefonsysteme sind relativ einfach zu installieren. Sie erfordern nur eine Internetverbindung und internetfähige Geräte (wie VoIP-fähige Telefone, Tablets, Computer oder Smartphones). Wenn Sie ein funktionierendes Telefonsystem haben, müssen Sie nicht bei null anfangen, sondern können VoIP-Adapter verwenden und vorhandene Geräte nutzen.
Festnetztelefonsysteme dagegen müssen physisch angeschlossen und verkabelt werden. Das kann bedeuten, dass Wände und Decken zur Kabelverlegung aufgebohrt werden müssen und der Installationsprozess insgesamt aufwendiger ist. Dieser Vorgang beansprucht nicht nur mehr Zeit, sondern kann auch das Kontingent der aktiven Telefonleitungen in Ihrem Büro einschränken, je nach Anzahl der Kabel und Verbindungen.
Kosten: VoIP vs. Festnetz Abgesehen von den zusätzlichen Kosten und dem Aufwand bei der Installation sind Festnetzanschlüsse tendenziell teurer als VoIP-Systeme. Das gilt insbesondere für Unternehmen, die an mehr als einem Standort ein Telefonsystem benötigen, zum Beispiel wenn sie mehrere Geschäfte oder Büros betreiben. Wie schon erwähnt, ist für den Betrieb von Festnetztelefonen ein physischer Anschluss erforderlich. Das bedeutet natürlich, dass Ihr Unternehmen an jedem seiner Standorte einen Anschluss installieren muss. Damit entstehen nicht nur höhere Einrichtungskosten, sondern auch höhere Ausgaben für Wartung und Gerätschaften.
Stand: 08.12.2025
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Bei VoIP- und UCaaS-Diensten ist die Wartung häufig Sache des Anbieters. Da sich die von VoIP-Telefonsystemen verwendete Software in der Cloud befindet, fallen keine Kosten für die vor Ort installierte Hardware an. Auch bei Fern- oder Auslandsgesprächen können Kosten eingespart werden. Das kann allerdings von Fall zu Fall unterschiedlich sein – erkundigen Sie sich deshalb am besten bei Ihrem Telefonanbieter, um die entsprechenden Einzelheiten zu klären.
Sicherheit: VoIP vs. Festnetz Heutzutage bieten VoIP-Telefonsysteme hoch entwickelte Sicherheitsfunktionen. Zum einen erfolgen VoIP-Anrufe über das Internet und werden nicht über ein öffentliches Telefonnetz übertragen. Deshalb ist es unwahrscheinlicher, dass ein VoIP-Gespräch abgehört oder abgefangen wird. Zum anderen stellen VoIP- und UCaaS-Systeme auch Sicherheitsfunktionen bereit, mit denen Festnetzanschlüsse einfach nicht mithalten können, beispielsweise Spam-Blockierung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Blockierung von Anrufen, automatische Datensicherung, Betrugsbekämpfung, ständige Netzwerküberwachung, Einhaltung von Standards wie HIPAA, GDPR, PCI und SOC 3, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sowie Live-Überwachung und -Alerts.
Natürlich ist kein Online-Netzwerk unangreifbar. Aber mit VoIP und zusätzlichen Sicherheitsfunktionen sind Sie relativ sicher vor unerwünschten Zuhörern, Hackern oder Überwachungsversuchen.
Die Zuverlässigkeit von VoIP und Festnetz
Hier kommt es darauf an, doch VoIP kann durchaus so zuverlässig sein wie ein Festnetzanschluss. Zuverlässigkeit lässt sich anhand verschiedener Kriterien definieren, doch das wichtigste Kriterium ist: „Funktioniert das System, wenn ich es brauche?“ Die Zuverlässigkeit eines Systems wird auch als Verfügbarkeit bezeichnet – der Prozentsatz der Zeit, in der es online ist und funktioniert. Goldstandard für die Verfügbarkeit ist 99,999 Prozent der Zeit. Die Verfügbarkeit und ihr gefürchtetes Gegenteil, die Ausfallzeit, werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
Bei VoIP-Systemen hängt die Verfügbarkeit vom Anbieter, seinen Netzbetreibern und der Zuverlässigkeit seiner Geräte ab. Darüber hinaus ist auch eine stabile Internetverbindung entscheidend. Bei Festnetzanschlüssen hingegen kann es zu Ausfällen durch Unwetter, Leitungsstörungen und anderen Vorfällen kommen.
Ein weiteres Kriterium für Zuverlässigkeit ist die Anrufqualität, mit anderen Worten, wie gut die Teilnehmer einander verstehen können. Die VoIP-Technologie bietet bei jedem Gespräch ein größeres Klangspektrum und hilft gleichzeitig, Hintergrundgeräusche zu eliminieren. Für viele Kunden, die von einem Festnetzanschluss zu VoIP wechseln, ist der Unterschied deutlich zu hören.
Was die Zuverlässigkeit angeht, kommt VoIP also durchaus an Festnetz-Telefonie heran oder übertrifft diese sogar noch – vorausgesetzt, es handelt sich um einen VoIP- Anbieter mit qualitativ hochwertigen Produkten.
VoIP ist noch zeitgemäß
VoIP ist immer noch aktuell – doch nicht mehr die allerneueste Entwicklung. Hier kommt UCaaS ins Spiel: Bei Unified-Communications-Anbietern sind VoIP-Telefondienste oft nur eine von vielen Funktionen eines UCaaS-Pakets, und das aus gutem Grund. Unternehmen und Kunden kommunizieren heutzutage über mehr Kanäle als je zuvor. Sie telefonieren nicht nur, sondern schreiben SMS-Nachrichten, veranstalten Videokonferenzen und senden E-Mails. Aus diesem Grund haben VoIP-Anbieter nahtlose, benutzerfreundliche Kommunikationsplattformen entwickelt, die all diese Möglichkeiten in sich vereinen.
Bei Unified Communications werden alle Kommunikationskanäle eines Unternehmens in einer einzigen Plattform vereint, um die interne und externe Unternehmenskommunikation zu vereinfachen: Von Audio- und Videokonferenzen, über Einzel- und Gruppenchats, bis hin zum Bereitstellen und gemeinsamen Bearbeiten von Dateien und Dokumenten.
Untersuchungen zeigen, dass etwa ein Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen derzeit für ihre Kommunikation die VoIP-Technologie nutzt und immer mehr Unternehmen auf VoIP- und UCaaS-Plattformen umsteigen. Sie berichten, dass sie neben anderen Vorteilen eine Produktivitätssteigerung von 20 Prozent erzielt haben.
Christopher Jones.
(Bild: Vonage)
Fazit: VoIP lohnt sich für jegliche Unternehmensgrößen
Mit einem Qualitätsanbieter lohnen sich VoIP-Systeme unbedingt, und zwar für jedes Unternehmen. Denn das beste Telefonsystem ist dasjenige, das Ihre Anforderungen optimal erfüllt. Für Unternehmen – ob klein oder groß – ist Kundenkommunikation der Schlüssel zum Erfolg und eine benutzerfreundliche, einfach zu implementierende Unified-Business-Kommunikationsplattform legt das Fundament für einen optimalen Draht zum Kunden.
Über den Autor
Christopher Jones ist Sales Director EMEA bei Vonage.